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Die Parteien 1933 - Ihre Haltung zu den ersten beiden Monaten der Regierung Hitler. Im Vergleich dazu die Haltung der Schweizer Zeitungen

Termpaper, 2001, 29 Pages
Author: Thomas Löwer
Subject: Politics - Political Systems - History

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 29
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V12399
ISBN (E-book): 978-3-638-18289-8

File size: 197 KB
Notes :
Die Arbeit spiegelt die Haltung der Parteien Deutschlands im Vergleich zu der Haltung der Schweizer Presse als neutrales und urdemokratisches Land wider. 294 KB



Excerpt (computer-generated)

Philipps Universität Marburg
SS 2001

Thema:

Die Parteien 1933
Ihre Haltung zu den ersten beiden Monaten der Regierung Hitler
Im Vergleich dazu die Haltung der Schweizer Zeitungen

Thomas Löwer

 

Inhaltsangabe

I. Einleitung S. 3

II. Die Ereignisse der ersten zwei Monate S. 4 – 5

III. Die deutschen Parteien


1. Die DNVP S. 6 – 7
2. Die Zentrumspartei S. 8 – 9
3. Die BVP S. 10 – 11
4. Die DVP S. 12
5. Die DStP S. 13 – 14
6. Die SPD S. 15 – 18
7. Die KPD S. 19 – 20

IV. Die Schweizer Zeitungen S. 21 – 23

V. Schlussbetrachtung S. 24 – 25

VI. Abkürzungen S. 26

VII. Literaturverzeichnis S. 27 - 29

 

I. Einleitung

Adolf Hitler wird am 30. Januar 1933 vom Reichspräsidenten Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt. Scheinbar nur ein Regierungswechsel, wie er in einer Demokratie selbstverständlich ist. Allerdings sollte schon gut zwei Monate später diese Demokratie faktisch nicht mehr existieren. Mit diesen zwei Monaten, von der Ernennung Hitlers zum Kanzler bis zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes, soll sich diese Arbeit beschäftigen. Sie soll untersuchen, wie sich die politischen Parteien der Weimarer Republik in dieser Zeit verhalten haben. Untersucht werden soll dabei auch, wieso die Führungsschichten der Parteien die NSDAP beim Errichten der Diktatur in Deutschland nicht entscheidend gehindert haben. Um das Verhalten der Parteien in dem der Zeit entsprechenden Kontext zu sehen, ist es zwingend nötig, auch einen Blick auf eine ausländische Haltung betreffend der ersten zwei Monate zu werfen. Verglichen werden soll die Haltung der Parteien mit der der Schweizer Presse. Die Presse deshalb, weil sie Meinungsbildend ist und die der Schweiz, da die Schweiz einer der europäischen Vertreter des demokratischen Gedankens ist.

Das für die Entstehung der Arbeit wichtigstes Werk ist das von Erich Matthias und Rudolf Morsey herausgegebene Buch Das Ende der Parteien 1933. Während in dem größten Teil der übrigen Fachliteratur die bürgerlichen, liberalen, konservativen und rechten Parteien unterrepräsentiert sind, werden sie in diesem in gleichem Umfang wie die beiden Linksparteien der Weimarer Republik dargelegt.

II. Die Ereignisse der ersten zwei Monate

Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. In der neuen Regierung stellten die Nationalsozialisten der NSDAP nur eine Minderheit dar. Neben Hitler entstammten der Reichsinnenminister Wilhelm Frick und der Reichsminister ohne Geschäftsbereich Hermann Göring der NSDAP. Bei Göring ist zu berücksichtigen, dass er neben seinem Reichsministerposten noch geschäftsführender Innenminister Preußens, dem bei weitem bedeutendsten Land im Reich, war. Demnach waren von den elf Regierungsmitgliedern nur drei Nationalsozialisten. Den am bedeutendsten erscheinenden Ministerposten besetzte Hugenberg mit dem Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium. Als weiterer wichtige Posten galt der des neugeschaffenen Vizekanzlers, den Papen für sich beanspruchte. Neben Preußen hatte die NSDAP noch die Mehrheit einiger kleinerer Länder inne.

Im Reichstag verfügte die neue Regierungskoalition aus NSDAP und DNVP nach den letzten Wahlen von 1932 über keine Mehrheit. Daher war das erste Ziel der Regierung, sich eine Mehrheit zu verschaffen. Der Reichstag wurde, entgegen den Versprechungen Hitlers, vom Reichspräsidenten Hindenburg aufgelöst und für den 05. März Neuwahlen angesetzt. Bei dem anstehenden Wahlkampf wurde die NSDAP im erheblichen Maße von der Großindustrie unterstützt. Mit Hilfe von immer neu verhängten Notverordnungen wurde der Wahlkampf und die Presse der politischen Gegner sabotiert. Insbesondere die linken Parteien waren von der Verfolgung und Unterdrückung betroffen. Die NSDAP machte dabei keinen Unterschied, ob es sich um Parteien mit kommunistischer oder sozialdemokratischer Ausrichtung handelte. Neben der über den legislativen Weg angebrachter Unterdrückung der Gegner wurde der Wahlkampf auf der Straße von der SA beherrscht. Sie führte die Unterdrückung der Opponenten auf der Straße mit brutalster Gewalt weiter. Die SA wurde unter anderem in Preußen von dessen Innenminister Hermann Göring als Hilfspolizisten in den regulären Dienst übernommen und so legalisiert. Der SA wurde es überlassen, auf lokaler Ebene selbstständig gegen Gegner der NSDAP vorzugehen. Binnen des ersten halben Jahres wurden mehrer Zehntausende von ihnen verhaftet und in Konzentrationslager gesperrt.

Die Reistagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 war für die anstehenden Wahlen eine der wichtigsten Grundlagen. Da der Reichstag einen Tag zuvor in Flammen aufgegangen war, erließ der Reichspräsident auf Druck der neuen Regierung diese Notverordnung. Mit Hilfe dieser war Hitler in der Lage, die politischen Grundrechte der Weimarer Republik außer Kraft zu setzten. Des weiteren konnte er den Reichstagsbrand für seine Hetze gegen die KPD und deren Anhänger nutzten. Der als Täter präsentierte Holländer Marinus van der Lubbe wurde als die personifiziert kommunistische Gefahr verkauft. Der Brand sei ein Zeichen der baldigen kommunistischen Revolution. Die KPD als Ausdruck dieser kommenden Gefahr wurde daraufhin verboten.

 

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