Subtitle: Vorstellung innovativer Konzepte der Organisation und Planung von Ladungsverkehren
Scholarly Research Paper, 2007, 28 Pages
Author: Yilmaz Seker
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Tags: Advanced Truckload, Ganzladungsverkehr, Logistik, Transport, Full Truckload, Radio Frequency Identification, ATLF, RFID, LKW, Transportwirtschaft, Güterverkehrsleistung, Logistiknetzwerk, innovative Konzepte, Geschäftsmodell
Year: 2007
Pages: 28
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-34025-5
ISBN (Book): 978-3-640-33760-6
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Abstract
Ganzladungsverkehre stellen das größte Subsegment der Güterverkehrsleistung dar. Doch die Leistungserstellung erfolgt sehr stark bedarfsorientiert. Auch unterliegt keine andere Branche den Mengen- und Zeitschwankungen wie diese. Besonders der europäische Markt steht vor einem Umbruch. Traditionelle Modelle sind auf langer Sicht nicht länger durchführbar. In den USA gelang es einige Unternehmungen neue Geschäftskonzepte zu entwickeln und mit Erfolg anzuwenden. Diese Pioniere werden als sogennante „Advanced-Truckload-Firms (ATLF)“ bezeichnet. Die Arbeit soll diese innovativen Geschäftskonzepte näher vorstellen und auf die Erfolgsfaktoren eingehen. Anschließend soll auf deren Anwendungsmöglichkeit und Anwendungstiefe anhand von ausgewählten europäischen Komplettladungsanbietern eingegangen werden. Dabei ergeben sich im Vergleich zur amerikanischen Transportbranche unterschiedliche Probleme, die bei der Planung und Organisation des Modells berücksichtigt werden müssen.
Excerpt (computer-generated)
Seminararbeit Logistik 2007
Abstrakt
Ganzladungsverkehre stellen das größte Subsegment der Güterverkehrsleistung dar. Doch die
Leistungserstellung erfolgt sehr stark bedarfsorientiert. Auch unterliegt keine andere Branche den
Mengen- und Zeitschwankungen wie diese. Besonders der europäische Markt steht vor einem
Umbruch. Traditionelle Modelle sind auf langer Sicht nicht länger durchführbar. In den USA gelang
es einige Unternehmungen neue Geschäftskonzepte zu entwickeln und mit Erfolg anzuwenden.
Diese Pioniere werden als sogennante ,,Advanced-Truckload-Firms (ATLF)" bezeichnet. Die Arbeit
soll diese innovativen Geschäftskonzepte näher vorstellen und auf die Erfolgsfaktoren eingehen.
Anschließend soll auf deren Anwendungsmöglichkeit und Anwendungstiefe anhand von aus-
gewählten europäischen Komplettladungsanbietern eingegangen werden. Dabei ergeben sich im
Vergleich zur amerikanischen Transportbranche unterschiedliche Probleme, die bei der Planung und
Organisation des Modells berücksichtigt werden müssen.
II
Seminararbeit Logistik 2007
Inhaltsverzeichnis
Abstrakt II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1 Transportwirtschaft in Europa und Deutschland Marktstruktur 1-3
2 Innovative Advanced Truckload-Konzepte bei Ganzladungsverkehren 3
2.1 Herkunft und Eckpfeiler des Advanced Truckload-Netzwerk-Geschäftsmodells 3-4
2.2 Erfolgsfaktoren 4
2.2.1
Flächendeckendes Logistiknetzwerk
4-5
2.2.2
Intelligenter Technologieeinsatz
5-9
2.2.3
Umfassendes Leistungsportfolio
10-11
3 Problematik bei der Planung und Organisation von Ganzladungsverkehren
in der EU 12
3.1 Kostenfalle LKW-Maut und Eurovignette 12
3.2 Begrenzender Faktor: Treibstoffpreis 12-13
3.3 Strengere Umweltschutzmaßnahmen 13-14
3.4 Beschränkte Auswahl an Fahrzeugmodellen 14
3.5 Begrenzender Faktor: Zeit 14-15
4 Fazit und Ausblick 16
Literaturverzeichnis VI-IX
Anhang X-XII
III
Seminararbeit Logistik 2007
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Entwicklungsperspektiven der Güterverkehrsleistung (EU 15)
Abbildung 2:
Entwicklungsperspektiven der Güterverkehrsleistung (Deutschland)
Abbildung 3:
Merkmale des Advanced-Truckload-Modells
Abbildung 4:
BHS-Telematiksystem
Abbildung 5:
Problematik bei der Planung und Organisation
IV
Seminararbeit Logistik 2007
Abkürzungsverzeichnis
AISÖ
Arbeitsgemeinschaft internationaler Spediteure Österreichs
AIST
Arbeitsgemeinschaft zur Förderung und Entwicklung des internationalen
Straßenverkehrs
ASCII
American Standard Code for Information Interchange
ATL
Advanced-Truckload
ATLF
Advanced-Truckload-Firms
BME
Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik
CO2
Kohlenstoffdioxid
CUG
Closed User Groups
DSLV
deutsche Speditions- und Logistikverband
EDI
Electronic Data Interchange
EDIFACT
Electronic Data Interchange for Administration, Commerce, Transport
E.L.V.I.S
Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure
FTL
Full-Truckload
GPS
Global Positioning System
LKW
Lastkraftwagen
LTL
Less Than Truck Load
OBU
On-Board-Unit
PDA
Personal Digital Assistant
PUG
Partner User Groups
RFID
Radio Frequency Identification
tkm
Tonnenkilometer
XML
Extensible Markup Language
V
Seminararbeit Logistik 2007
1 Transportwirtschaft in Europa und Deutschland - Marktstruktur
Die Globalisierung der Wirtschaft und die damit verbundene Ausweitung des Welthandels
sowie die Verschmelzung der verschiedenen Märkte zu einem globalen Markt bringt eine
erhebliche Anforderung an der Logistik mit sich. Allein in Europa ist eine deutliche
Steigerung des Verkehrsaufkommens zu beobachten. Dabei erfolgen die Transportleistungen
neben den Luftverkehr auch über den Schienenverkehr, die Schifffahrt und den Straßen-
verkehr. Insbesondere das letztere weißt eine Entwicklung auf, welche das Interesse in der
Wissenschaft, der Wirtschaft und den Medien auf sich gezogen hat. Der European Transport
Report zeigt eine der Gründe für das geweckte Interesse, wie in Abbildung 1 näher dargestellt
wird. Dieser zeigt die Entwicklung der Güterverkehrsleistung1 in Westeuropa der letzten
Jahre und in der Prognose bis 2015. Dabei ist die Unausgewogenheit der Nachfrage erkenn-
bar. So hat der Transport von Gütern auf der Straße gegenüber den Verkehrsträgern Bahn und
Binnenschiff einen großen Vorsprung. Waren die erbrachten Leistungen mit dem LKW 1995
noch bei ca. 1.250 Mrd. tkm, so sind 2003 die Leistungen auf über 1600 Mrd. tkm
angestiegen. Zeitgleich nahmen die Aufwendungen der anderen Verkehrsträger nur leicht zu.
Nach Schätzungen vieler Institute wird bis 2015 ein stetiges Wachstum auf dem Straßen-
verkehr erwartet.2
1 Die Güterverkehrsleistung gibt die Leistung an, welche sich durch die Multiplikation der Verkehrsaufkommenswerte mit
den jeweils zurückgelegten Entfernungen ergibt (Tonnenkilometer: tkm).
2 Vgl. Stabenau (1999), S. 91.
1
Seminararbeit Logistik 2007
Das größte Feld der Logistik in Deutschland ist der Gütertransport. Die Besonderheit der
Gütertransporte in Deutschland wird an der zentralen Lage innerhalb der EU gesehen. Im Jahr
2006 stieg die beförderte Transportmenge gegenüber dem Vorjahr bei den drei
Landverkehrsträgern um 5,7 Prozent auf 3,49 Mrd. Tonnen an. Dabei kam es erstmals seit
Jahren wieder zu Kapazitätsengpässen.3 Abbildung 2 zeigt etwas genauer die Entwicklung der
Güterverkehrsströme in Deutschland im Modal Split der letzten Jahre und in der Prognose.
Waren 1997 die LKW-Transporte an der 300 Mrd. tkm Grenze so wird bis 2015 knapp 500
Mrd. tkm an Leistungen erwartet. Auch wie in weiten Teilen Europas bleibt damit der LKW-
Transport mit weitem Abstand das wichtigste Verkehrsmittel.
Der landgestützte Verkehrsträger bietet im Gegensatz zur Bahn und Binnenschifffahrt mehr
Flexibilität zu niedrigen Preisen. Die Kraftfahrzeuge können jeden beliebigen Ort und damit
eine Haus-zu-Haus Lieferung durchführen. Das sind u.a. die Gründe für die positive
Entwicklung der Straßentransporte.4 Dennoch muss diese Sicht relativiert werden, denn
insbesondere der Markt für Ladungsverkehre, dass einen Großteil der Dienstleistung auf
diesem Segment übernimmt, ist den zunehmenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzt.5
Komplettladungsanbieter6 müssen bedarfsorientiert handeln und sind sogar am stärksten Zeit-
und Mengenschwankungen unterworfen. Zusätzlich müssen die Dienstleister in Europa
3 Vgl. BAG (2006), S. 3
4 Vgl. Blonk/Vanroye (1999), S.13f.
5 Vgl. Gomm/Hofmann (2003), S.154f.
6 Komplettladungen bzw. Ganzladungen unterscheiden sich von Teilladungen, indem große volumens- und
gewichtsbezogene Aufträge zu erwägen sind. Ganzladungsfahrten erfolgen in diesem Fall als Direktfahrten, wobei zumeist
große LKW`s für die Komplettladungen zum Einsatz kommen.
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