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"Aktion T4"

Subtitle: Die erste Phase der Euthanasie im Nationalsozialismus

Termpaper, 2006, 14 Pages
Author: Matthias Felsch
Subject: History - National Socialism, World War II

Details

Event: Hauptseminar "Biopolitik im Nationalsozialismus"
Institution/College: Free University of Berlin (Friedrich Meinecke Institut)
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V134692
ISBN (E-book): 978-3-640-42699-7
ISBN (Book): 978-3-640-42528-0

Abstract

Die Euthanasie im Dritten Reich ist weder der Anfang noch der Endpunkt der Planung und Umsetzung eugenischer und rassenideologischer Gedankenspiele. Diese Entwick-lung wird von mehreren Säulen getragen. Ein wichtiges Element ist die Ausweitung und Interpretation der Darwinschen Deszendenztheorie auf den Menschen, deren geistiges Produkt der Sozialdarwinismus ist. Weitere wichtige Elemente dieses Prozesses, der sich immer mehr verschärfte, sind die Eugenik, die Sozialmedizin und die Humananthropologie. Gegenstand dieser Arbeit soll die Darstellung der so genannten ersten Phase der Euthanasie im Nationalsozialismus sein. Dabei sollen Planung, Ablauf, Täter, Opfer und Widerstand gegen die Euthanasie thematisiert werden. Im Resümeeteil soll der Versuch einer Einordnung der „Aktion T4“ erfolgen. Ich möchte an dieser Stelle darauf verweisen, dass auch diese knappe Arbeit nicht ohne die Sprache der Täter auskommen wird, dessen sollte sich der Leser bewusst sein. Die erste Phase der Euthanasie wird gemeinhin als „Aktion T4“ bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf die Lage der Euthanasiezentrale in der Tiergartenstrasse 4 in Berlin zurück. Eine Differenzierung zwischen der Ersten und Zweiten Phase der Euthanasie im Nationalsozialismus erfolgt, da die Art der Tötung der Opfer jeweils verschieden ist. In der ersten Phase (Anfang 1940 bis August 1941) wird der Mord zentral gesteuert, hier werden die Opfer mit Kohlenstoffmonoxid vergast. In der zweiten Phase der Euthanasie (ab 1942 bis zum Kriegsende), der sog. dezentralen Ermordung, werden die Opfer mit Überdosierung von Medikamenten getötet, sterben an nicht behandelten Krankheiten oder verhungern. Zwischen der ersten und der zweiten Phase der Euthanasie fällt die sog. Sonderaktion 14f13, in der alte, kranke und schwache KZ-Häftlinge in den Tötungsstätten der Aktion T4 ermordet wurden.


Excerpt (computer-generated)

Seminararbeit:

Darstellung und Einordnung der ,,Aktion T4" ­

Die erste Phase der Euthanasie im Nationalsozialismus






Matthias Felsch

Lehramtsstudent

Freie Universität Berlin

HS ­ Biopolitik im Nationalsozialismus

WS 2005/06










Gliederung

1. Einleitung: 3

2. Die ,,Aktion T4" 4

2.1. Die Planung der sog. ,,Aktion T4": 4

2.2. Durchführung der ,,Aktion T4" 8

2.3. Die sog. ,,Aktion 14f13" als innere Klammer zwischen der ersten und zweiten Phase

der Euthanasie 10

2.4. Widerstand gegen die ,,Aktion T4" 10

3. Resümee: 12

Literaturübersicht: 13

2


1. Einleitung:

Die Euthanasie im Dritten Reich ist weder der Anfang noch der Endpunkt der Planung und

Umsetzung eugenischer und rassenideologischer Gedankenspiele. Diese Entwicklung wird

von mehreren Säulen getragen. Ein wichtiges Element ist die Ausweitung und Interpretation

der Darwinschen Deszendenztheorie auf den Menschen, deren geistiges Produkt der Sozial-

darwinismus ist. Weitere wichtige Elemente dieses Prozesses, der sich immer mehr verschärf-

te, sind die Eugenik, die Sozialmedizin und die Humananthropologie.

Gegenstand dieser Arbeit soll die Darstellung der so genannten ersten Phase der Euthanasie

im Nationalsozialismus sein. Dabei sollen Planung, Ablauf, Täter, Opfer und Widerstand ge-

gen die Euthanasie thematisiert werden. Im Resümeeteil soll der Versuch einer Einordnung

der ,,Aktion T4" erfolgen.

Ich möchte an dieser Stelle darauf verweisen, dass auch diese knappe Arbeit nicht ohne die

Sprache der Täter auskommen wird, dessen sollte sich der Leser bewusst sein.

Die erste Phase der Euthanasie wird gemeinhin als ,,Aktion T4" bezeichnet. Diese Bezeich-

nung geht auf die Lage der Euthanasiezentrale in der Tiergartenstrasse 4 in Berlin zurück.

Eine Differenzierung zwischen der Ersten und Zweiten Phase der Euthanasie im Nationalso-

zialismus erfolgt, da die Art der Tötung der Opfer jeweils verschieden ist. In der ersten Phase

(Anfang 1940 bis August 1941) wird der Mord zentral gesteuert, hier werden die Opfer mit

Kohlenstoffmonoxid vergast. In der zweiten Phase der Euthanasie (ab 1942 bis zum Kriegs-

ende), der sog. dezentralen Ermordung, werden die Opfer mit Überdosierung von Medika-

menten getötet, sterben an nicht behandelten Krankheiten oder verhungern. Zwischen der ers-

ten und der zweiten Phase der Euthanasie fällt die sog. Sonderaktion 14f13, in der alte, kranke

und schwache KZ- Häftlinge in den Tötungsstätten der Aktion T4 ermordet wurden.

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