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Subtitle: Mechanical Sound and Optimization
Scholarly Essay, 2009, 18 Pages
Author: Dipl.-Ing. Michael Dienst
Subject: Engineering
Details
Year: 2009
Pages: 18
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45120-3
ISBN (Book): 978-3-640-45105-0
Die Ergebnisse einer dynamischen Bauteilstrukturanalyse mit der Finite Element Methode sind einer Signal und Muster verarbeitenden Nachbehandlung zugänglich.
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Abstract
Ergebnisse einer dynamischen Bauteilstrukturanalyse mit der Finite Element Methode sind lokale Verschiebungen und Verzerrungen als Zeitsignal. Die Schwingungen eines komplexen Bauteils ergeben sich aus dem Zusammenwirken von Elastizität, Masse und Dämpfung in den Systemgrenzen des Bauteils und dem Wechselwirken mit einem umgebenden Mediums(Fluid). Bauteilschwingungsamplituden(und Schnellen)aus FEM Analysen liegen als lokale, diskrete Frequenzspektren vor und sind einer Signal und Muster verarbeitenden Nachbehandlung zugänglich.
Excerpt (computer-generated)
,,Geräuschgemische und Optimierung"
Beuth Hochschule für Technik Berlin im Sommer 2009
University of Applied Sciences Berlin, Germany
Mechanical Sound and Optimization
(Geräuschgemische und Optimierung)
Beuth Hochschule für Technik Berlin
University of Applied Sciences Berlin, Germany
Bionic Research Unit / FB VIII, Maschinenbau
Dipl.-Ing. Michael Dienst
http:// www.beuth-hochschule.de
Ein Ergebnis einer dynamischen Strukturanalyse (zeitabhängige Verformung und
Festigkeit) mit der Finite Element Methode (FEM) sind lokale Bauteil
Verschiebungen und Verzerrungen als Zeitsignal, gegebenenfal s die
Schwingungseigenform und die Eigenwerte des untersuchten Bauteils. Die
Schwingungen eines komplexen Bauteils können periodisch oder aperiodisch
(unperiodisch) sein. Die Schwingungen ergeben sich aus dem Zusammenwirken
von Elastizität, Masse und Dämpfung in den Systemgrenzen des Bauteils und
dem Wechselwirken mit einem umgebenden Mediums (Fluid) über die
Systemgrenzen hinaus. Neben der Gestalt des Bauteils liegen FEM-
Analysedaten
als
Bauteilschwingungseigenwerte
in
Gestalt
diskreter
Frequenzspektren vor. Grundsätzlich sind diese Daten einer Signal- und Muster
verarbeitenden Nachbehandlung zugänglich.
Durch die audiovisuel e Nachbehandlung der Ergebnisse einer FEM- Analyse
ergeben sich neue Möglichkeiten der Bauteiloptimierung. Ziel des
hochschulinternen Projektes ,,MechanicalSound" der Bionic Research Unit der
Beuth Hochschule für Technik Berlin ist die die Aufbereitung eines interaktiven
Bauteiloptimierungsverfahrens mit ,,subjektiver Bewertung nach dem Vorbild der
biologischen Evolution". Hierzu ist die numerische Aufbereitung und akustische
Darstel ung beliebiger Ergebnisdaten aus der numerischen Baueilschwingungs-
,,Geräuschgemische und Optimierung"
Beuth Hochschule für Technik Berlin im Sommer 2009
University of Applied Sciences Berlin, Germany
berechnung erforderlich. Die für die akustische Darstel ung relevanten
physikalischen Grundlagen werden zusammengetragen, die erforderlichen
Algorithmen zur Signalübertragung und Signalverarbeitung erarbeitet, als
Computercode dargestel t und die derart entwickelten Programme in der Sprache
SCILAB implementiert. Zur akustischen Ausgabe sol en die Audioendgeräte
handelsüblicher PC genutzt werden.
Biologische und artifizielle Optimierung
Das biologische Leben auf unserem Planeten entstand in einer unermesslichen
Vielfalt an Form, Gestalt und Funktion. Evolution ist, auf einer abstrakten Ebene
betrachtet, die Entwicklung der unbelebten und belebten Natur aus ihren
innewohnenden Gesetzmäßigkeiten heraus, als Evolutionsschema mit diskretem
Repertoire und Vokabular erkennbar. In diesem Sinne darf die biologische
Evolution als eine Strategie verstanden werden, die im Laufe von Mil iarden
Jahren nicht nur die Form, Gestalt und Funktionen rezenter Lebewesen
hervorgebracht, sondern auch sich selbst immer weiter optimiert hat.
Die Frage, welche der uns bekannten Mechanismen der biologischen Evolution
zur Formulierung von Optimierungsstrategien für Artefakte beschrieben, genutzt
und
eingesetzt
werden
können,
ist
Gegenstand
aktuel er
ingenieurwissenschaftlicher
Diskussion.
Evolutionsstrategien
(ES)
und
Genetische Algorithmen (GA), die bekanntesten Strategieansätze unter den
Evolutionären Algorithmen (EA), arbeiten mit dem essentiel en Vokabular der
biologischen Evolution [Rec-94] [Sche-85] [Schw-95]. Evolutionäre Algorithmen
wenden
das
Evolutionsschema
auf
mathematisch
model ierbare
Optimierungsaufgaben an. In einem einfachsten Szenario werden zunächst
Kopien
eines
artifiziel en
Startsystems
erstel t
(Mutation).
Zufäl ige
Modifizierungen führen auf eine Schar von Varianten des Elter-Systems
(Variation).
MUTANTEN
und
ELTER
bilden
ein
gemeinsames
,,Geräuschgemische und Optimierung"
Beuth Hochschule für Technik Berlin im Sommer 2009
University of Applied Sciences Berlin, Germany
Selektionsensemble. In jeder Generation werden al e Variationen des aktuel en
Elter mittels einer Zielfunktion bewertet und die Qualität al er Systeme ermittelt.
Aus der Schar bewerteter Systeme wird ein neuer, aktuel er Elter für die folgende
Generation erwählt (Selektion). Mit der Variation dieses Elter-Systems setzt sich
die Kampagne fort. Auf diese Weise steigt die Qualität des Ensembles von
Generation zu Generation, bzw. fäl t nicht hinter die des aktuel en Elter zurück.
Evolutionäre
Algorithmen,
als
lokale
Suchverfahren
für
komplexe,
hochdimensionale Qualitätenräume, untersuchen den Phänotyp eines
Zielsystems [Kah91]. Der Code Evolutionärer Algorithmen ist al erdings sehr
kompakt [Die07].
Implementierung einer Evolutionsstrategie in SCILAB.
function e=TR_Evo(Gen,Mu,dim);
// (1,L)-ES m. globaler SW
clear al ;
// reset
d=1e-6; alfa = 1.3;
db =d; de =d; dm =d; // Schrittweite
qsto=zeros(1,Gen); q=1e30; qb =q; qe =q; qm =q; // Qualität
v= MUSTER(dim,10,5);
vb= v; ve= v; vm =v; // StartMuster
for g=1:Gen
// Gen..begins
for m=1:Mu
// Mu..begins
z0=rand(dim,1,′normal′ );
// nvert.ZZ ;
if rand()<.5, dm=de/alfa; else dm=de*alfa; end; // Schrittweitensteuerung
vm=ve+( dm* z0′ );
// Mutation
qm = Line(vm);
// Qualität (hier LINE)
if qm<qb,qb=qm;vb=vm;db=dm; end; // Elektion
end;
// Mu..ends
qe=qb; ve=vb; de=db; qsto(g)=qe; // Erben
end;
// Gen..ends
e=qb;
// eval Fu
endfunction;
Im Fal e subjektiver Bewertung werden in jeder Generation in einem interaktiven
Dialog mit dem ,,Bewerter" die Variationen des aktuel en Elter aus dem
,,Geräuschgemische und Optimierung"
Beuth Hochschule für Technik Berlin im Sommer 2009
University of Applied Sciences Berlin, Germany
Selektionsensemble selektiert, die einer im Vorfeld der Optimierungskampagne
vereinbarten ,,subjektiven Zielvorstel ung" am ehesten approximieren. Das kann
in dem hier beschriebenen Fal ein realer Klang eines Bauteils sein, oder ein
artifiziel es (Ziel-) Geräusch. Die Darstel ung artifiziel er Zielgeräusche aus Finite-
Elemente- Simulationen ist Gegenstand dieses Aufsatzes.
Physical modelling
Auf einer abstrakten Ebene ist ein komplexes schwingendes Bauteil das
,,Erzeugendensystem" eines Schal signals, hinsichtlich seiner Akustik einem
Musikinstrument ähnlich und in gleicher Weise zu untersuchen. Auf dem Gebiet
der Computermusik und dem SoundDesign sind in den vergangenen Jahren
zahlreiche Computerprogramme in Anwendung, die inzwischen etablierte
Verfahren des ,,Physical Model ing" einsetzen. Zur Darstel ung realer
Musikinstrumente in physikalischen Model en sind folgende Verfahren Stand der
Technik: Masse-Feder-Model e, Modale Synthese und Waveguides. Darüber
hinaus gibt es gemischte Model e, die Elemente aus verschiedenen
Model ierungsverfahren
verwenden
und
physikalisch
orientierte
Klangmodel ierung (Physical y informed sonic modeling), die komplexe
Bewegungen einzelner voneinander abhängiger Massen nicht einzeln, sondern
durch deren statistisches Verhalten model iert.
Masse-Feder-Model e sind aufwendig in der Berechnung, jedoch leicht zu
entwerfen, da sie sich unmittelbar am physikalischen Aufbau orientieren.
Modale Synthese abstrahiert die im Material möglichen Schwingungsmodi und
betrachtet nicht mehr die physikalische Beschaffenheit der Vorlage. Die Lösung
der notwendigen Differentialgleichungen ist nur für einfache Körper möglich,
komplexe Körper können mit gewissen Beschränkungen mittels Modalanalyse
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