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Hausarbeit, 2002, 20 Seiten
Autor: Meike Knop
Fach: Ethnologie / Volkskunde
Details
Institution/Hochschule: Universität Trier (Ethnologie)
Jahr: 2002
Seiten: 20
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-43491-6
ISBN (Buch): 978-3-640-43518-0
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Zusammenfassung / Abstract
Die hier vorliegende Hausarbeit zum Thema: „Braucht der Mensch Macht?“ beschäftigt sich – aus anthropologischer Sicht- mit dem Themenkomplex der Macht. Der Leser soll zunächst durch eine allgemeine Einführung, einer biologisch-genetischen, sowie einer kulturellen Erklärung in das Thema eingeführt werden. Anschließend werden Chancen, Grenzen und praktische Konsequenzen von Macht diskutiert. Es soll versucht werden, hierzu unterschiedliche Sichtweisen aufzugreifen und zu besprechen. Im Verlauf der Arbeit soll zudem deutlich werden, daß die Fragestellung, also der Titel der Arbeit, nicht sehr glücklich gewählt wurde, da – wie wir später feststellen werden – jeder Mensch ohnehin Macht besitzt. Eine der zentralen Fragen dieser Arbeit wird es sein, zu klären, warum Macht weder etwas Positives noch etwas Negatives sein kann. Diese Behauptung soll durch Beispiele aus dem Alltag gestützt werden. Außerdem versucht die Arbeit, den Begriff der Macht mit seiner Bedeutung im Alltag näher zu beschreiben. Einleitende Worte hierzu könnten von Martin Walser stammen, welcher sagt: „Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der durch Macht nicht entstellt worden wäre. Außer Macht ist mir nichts wirklich Verachtenswertes begegnet.“
Textauszug (computergeneriert)
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Einleitung
1
1.1 Defintion des Begriffes Macht
1
2
Allgemeine
Einführung
2
3
Beschreibung
4
4
Erklärung
6
4.1
Biologisch-genetische
Basis
6
4.2
Kulturelle
Basis
7
4.3 Persönliche / Gesellschaftliche Basis
9
5 Chancen
14
6 Grenzen
15
7
Fazit
/
Praktische
Konsequenzen
17
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Die hier vorliegende Hausarbeit zum Thema: ,,
Braucht der Mensch Macht?"
beschäftigt sich aus anthropologischer Sicht- mit dem Themenkomplex der Macht.
Der Leser soll zunächst durch eine allgemeine Einführung, einer biologisch-
genetischen, sowie einer kulturellen Erklärung in das Thema eingeführt werden.
Anschließend werden Chancen, Grenzen und praktische Konsequenzen von Macht
diskutiert.
Es soll versucht werden, hierzu unterschiedliche Sichtweisen aufzugreifen und zu
besprechen. Im Verlauf der Arbeit soll zudem deutlich werden, daß die Fragestellung,
also der Titel der Arbeit, nicht sehr glücklich gewählt wurde, da wie wir später
feststellen werden jeder Mensch ohnehin Macht besitzt.
Eine der zentralen Fragen dieser Arbeit wird es sein, zu klären, warum Macht weder
etwas Positives noch etwas Negatives sein kann. Diese Behauptung soll durch
Beispiele aus dem Alltag gestützt werden. Außerdem versucht die Arbeit, den Begriff
der Macht mit seiner Bedeutung im Alltag näher zu beschreiben.
Einleitende Worte hierzu könnten von Martin Walser stammen, welcher sagt: ,,Ich
habe noch keinen Menschen getroffen, der durch Macht nicht entstellt worden wäre.
Außer Macht ist mir nichts wirklich Verachtenswertes begegnet." (vgl. BESSERT-
STUTE / FREUND 1991, S. 35)
1.1 Definition des Begriffes Macht
Die bekannteste Definition des Begriffes Macht stammt von Max Weber und lautet:
,,Macht ist die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch
gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Macht beruht."
Eine andere, vielleicht auch abstraktere, Definition des Begriffes stammt von Kant
und lautet: ,,Macht ist ein Vermögen, welches großen Hindernissen überlegen ist."
1
2 Allgemeine
Einführung
Der Begriff ,,Macht" stammt von den beiden althochdeutschen Begriffen ,,Maht" und
,,Mag" ab. Das Wort Maht bedeutet soviel wie Kraft, Stärke und Gewalt. Das Wort
Mag steht eher für Können und Vermögen. Beide Begriffe beinhalten zusammen
genommen eine recht umfassende Beschreibung von Macht (BESSERT-STUTE /
FREUND 1991, S. 26).
Das Wort bzw. der Begriff Macht ist sowohl in der Literatur, als auch in der
Alltagssprache meist negativ behaftet und wird häufig mit Zwang, Kontrolle, Einfluß
oder auch Überzeugung in Verbindung gebracht.
Zudem läßt sich beobachten, daß das Wort Macht im Alltag überwiegend
gedankenlos verwendet wird. Nahezu gleichgesetzt wird der Begriff Macht mit
Eigenschaften wie Autorität, Einfluß und Gewalt, welche eine Vieldeutigkeit des
Phänomens beschreiben.
So ist es an dieser Stelle notwendig, die Begriffe voneinander abzugrenzen und ihre
unterschiedlichen Bedeutungen zu erklären:
Ein in der Literatur häufig synonym verwendeter Begriff für das Wort Macht ist der
Begriff
Autorität
. Seine eigentliche Bedeutung beschreibt das Recht, eine von
anderen Personen anerkannte Macht auszuüben. Ein Beispiel hierfür könnte ein
Lehrer sein, der seine Klasse sozusagen ,,spielend" im Griff hat.
Eine Autoritätsperson hat es nicht nötig `grobe´ Mittel anzuwenden. Derjenige, der
einem anderen Autorität zuschreibt, paßt sich nicht nur im kontrollierbaren, sondern
auch im unbeobachteten Zustand den Wünschen der Autoritätsperson an. Eine
solche Autoritätswirkung führt nicht nur zur Anpassung des Verhaltens, sondern, im
Laufe der Zeit, auch der Einstellung der entsprechenden Person ( POPITZ 1986, S.
12).
Der Begriff Einfluß ähnelt der Bedeutung des Begriffes Autorität. Einfluß beschreibt
ganz allgemein den erfolgreichen Versuch, andere von einer Sache zu überzeugen
und somit die Möglichkeit, den eigenen Willen ohne Widerstreben durchzusetzen.
Ein dritter Begriff ist schließlich die Gewalt. Sie stellt weniger eine Form der Macht
dar, als vielmehr ein Mittel zu ihrer Durchsetzung. Das heißt, sie kommt immer dann
2
zum Einsatz, wenn jemand seinen Willen weder durch seine Autorität, noch durch
seinen Einfluß durchsetzen kann. Sie ist also nur ein Mittel zum Zweck (POPITZ
1986, S.23 ff.).
In der Literatur findet man drei Quellen von Macht, diese sind 1. Wohlstand, 2.
Eigentum, 3. Persönlichkeit. Mit diesen drei Quellen läßt sich das ganze Spektrum
positiver und negativer Seiten des Terminus abdecken. Erklärt werden soll diese
Behauptung am Beispiel des Wohlstandes (IMBUSCH 1998, S. 18).
Wohlstand bedeutet, daß die betreffende Person über mehr Geld verfügt als der
Durchschnitt. Dieses finanzielle ,,Mehr" verhilft ihr zu einem gewissen Einfluß,
welcher mit Geld zu erlangen ist und verschafft ihr auf diese Weise ,,Macht". Macht ist
also ein soziales Verhältnis, welches nur im Bezug aufeinander existiert.
Häufige Verbindungen mit Macht sind: Machthaber, Machtwort, Vollmacht,
Weltmacht oder Ohnmacht. An diesen Beispielen wird deutlich, daß der Begriff in die
Alltagssprache integriert wurde und wie bereits erwähnt meist gedankenlos oder
auch einfach nur selbstverständlich verwendet wird. Der ,,Mächtige" wird als der
Sieger, Glänzende, Herrscher oder Gebieter bezeichnet. Menschen denen von
anderen viel ,,Power" zugesprochen wird, haben meist recht großen Einfluß auf
andere, da sie ein ganz besonderes ,,Charisma" ausstrahlen. Diese Menschen
können auch häufig berufliche Erfolge verbuchen (KLOSINSKI 1995, S. 11).
Der Wille zur Macht wird in der Literatur häufig als Motiv gesehen, also als etwas,
daß uns in Bewegung oder Tätigkeit versetzt. Jeder Mensch ist ständig in Bewegung,
da die Sinne voller Tätigkeit stecken. Untätig sind nur Menschen in Verzweiflung.
Hier tut sich nun die Frage auf, ob das Motiv erst Auftritt, nachdem eine spontane
Tätigkeit bereits im Gange ist, oder ob das Motiv schon zuvor entstand.
Ein Beispiel hierzu ist das Kind, welches zur Orange greift. Die Mutter des Kindes
sieht in dieser Handlung ein Motiv der Gier, für das Kind ist diese Bewegung nur ein
spontaner Akt ohne Motiv (BAUMGARTEN 1971, S.275 f.).
Ein Motiv kann also auch der äußere Anreiz dafür sein, eine Tätigkeit auszufüllen, die
das Individuum nicht mag. Der Fabrikarbeiter erhält seinen Lohn, welcher für ihn das
Motiv für seine Tätigkeit darstellt (BAUMGARTEN 1971, S. 27).
3
3 Beschreibung
Es gibt verschiedene Gründe für Macht, in Verbindung mit einem sozialen Gefüge
entstehen unterschiedliche Arten.
Macht ist das, was ein einzelner Mensch vermag, also sein psychisches und
physisches Vermögen. Mit ersterem sind besonders charismatische Menschen
gemeint, die allein durch ihre Ausstrahlung in der Lage sind, andere zu beeinflussen.
Dieser Einfluß muß nicht unbedingt gewollt sein, sondern kann auch unbewußt
vonstatten gehen. Sucht jemand den Rat eines anderen, so wird er sich nicht
unbedingt an jemanden wenden, der sich in diesem Bereich besonders gut auskennt,
sondern es kann durchaus vorkommen, daß er sich stattdessen an eine, seiner
Meinung nach besonders charismatische Persönlichkeit wendet. Da er diese Person
für etwas Besonderes hält, geht er unbewußt davon aus, daß sie auch in diesem
Bereich der richtige Ansprechpartner ist (POPITZ 1986, S. 17 f.).
Ähnlich ist das Verhalten bei Menschen, die durch ein besonderes physisches
Vermögen auf sich aufmerksam machen. Sie können etwas ganz besonders gut,
zumindest besser als viele andere und nehmen so eine Sonderstellung ein.
Ein weiterer Grund für Macht kann die jemandem zustehende Befugnis sein. Diese
Art der Macht läßt sich besonders häufig im Berufsleben finden. Hier hat der
Abteilungsleiter Macht über seine Angestellten, der Geschäftsführer wiederum über
den Abteilungsleiter.
Ein anderes Beispiel für Macht ist eine sogenannte herrschende Klasse. Diese kann
eine unterschiedliche Gesellschaftsschicht darstellen, in früheren Zeiten war dies
häufig der Adel. Es können aber auch unterschiedliche Gruppierungen innerhalb
einer Gesellschaftsschicht sein, wie beispielsweise besonders gefragte
Jugendgruppen /Cliquen, denen andere Jugendliche gerne angehören würden.
Auch der Staat als ganzes beschreibt eine Form der Macht. Seine Allgegenwärtigkeit
in Form der sogenannten Staatsgewalt ist für alle seine Bürger spürbar. Die
Staatsmacht stellt für alle Bürger gültige Gesetze auf, die das Zusammenleben der
Bürger in einer friedlichen Form regeln sollen. Diesen Frieden aufrecht zu erhalten ist
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