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Erstellung eines Kernkompetenzmodells

Termpaper, 2003, 53 Pages
Author: Anne-Kathrin Hauck
Subject: Psychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 53
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V15260
ISBN (E-book): 978-3-638-20427-9

File size: 482 KB
Notes :
Es wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung ein Projekt durchgeführt: die Erstellung eines Kernkompetenzmodells. Die Hausarbeit darüber ist sehr interressant und auch aufschlussreich.



Excerpt (computer-generated)

Erstellung eines Kernkompetenzmodells

von

Anne-Kathrin Hauck

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS  IV

TABELLENVERZEICHNIS  IV

ABSTRACT V

0. EINLEITUNG  1

1. UNTERSUCHUNGSKONZEPTION 2

2. HYPOTHESEN  3

3. METHODEN  4

3.1. KATEGORISIERUNG ALS TOP-PERFORMER 4
3.2. OFFENES INTERVIEW 5
3.3. KONZEPTION DES INTERVIEWS  5
3.4. PRE-TEST  7
3.5. KRITERIENKATALOG  8
3.6. STATISTISCHE GRUNDLAGEN  9

4. DURCHFÜHRUNG 9

5. ERGEBNISSE  10

5.1. DAS KERNKOMPETENZMODELL 10

5.1.1. Methodenkompetenz 12
5.1.2. Fachkompetenz  13
5.1.3. Soziale Kompetenz  14
5.1.4. Selbstkompetenz  15

5.2. ERGEBNISSE ZU DEN HYPOTHESEN 16

5.2.1. Ergebnisse zu den Hypothesen 1, 2 und 4 17
5.2.2. Ergebnisse zur Hypothese 3 18
5.2.3. Ergebnisse zur Hypothese 5 20
5.2.4. Ergebnisse zur Hypothese 6 22
5.2.5. Ergebnisse zur Hypothese 7 23

6. KRITISCHE WÜRDIGUNG  23

6.1. ANMERKUNGEN ZUM UNTERSUCHUNGSERGEBNIS  23
6.2. ANMERKUNGEN ZUR UNTERSUCHUNGSKONZEPTION  24

7. EMPFEHLUNGEN 26

ANHANG A

QUELLENVERZEICHNIS  W

 


ABSTRACT

Erstellung eines Kernkompetenzmodells der Studierenden im Studiengang BWL - Banken an der FHTW Berlin Berichtet wird über die Erstellung eines studentischen Kernkompetenzmodells für den Studiengang BWL-Banken an der FHTW Berlin. Vorrangiges Ziel der durchgeführten Untersuchung war es, die erfolgsrelevanten Kernkompetenzen, über die der Studierende verfügen muss, um das Studium mit Erfolg zu absolvieren, zu ermitteln und mit Hilfe eines Modells abzubilden. Als Erhebungsmethode wurde ein offenes Interview gewählt und ein entsprechender Interviewleitfaden entwickelt. Dieser wurde so konzipiert, dass potentiell alle erforderlichen Kompetenzen in das zu erstellende Kernkompetenzmodell einfließen und zudem die aufgestellten Hypothesen überprüft werden konnten. Es wird davon ausgegangen, dass die Studierenden des betrachteten Studienganges, der Methodenkompetenz, der Fachkompetenz, der Sozialen Kompetenz und der Selbstkompetenz unterschiedliche Bedeutung beimessen, wobei auch Zusammenhänge mit dem Alter bzw. dem Geschlecht angenommen werden. Der Kreis der befragten Studenten war mit neun Personen nicht repräsentativ. Aus diesem Grund ist auch das Resultat der Studie kritisch zu betrachten. Die Ergebnisse der Auswertungen zeigen jedoch, dass sich die aufgestellten Hypothesen zum großen Teil bestätigen. Ergebnis der Studie ist, dass innerhalb des in vier Kompetenzblöcke gegliederten Kernkompetenzmodells, der Methodenkompetenz eine besondere Stellung zukommt, wobei die Organisationsfähigkeit und die Fähigkeit zu analytischem und strukturiertem Denken von besonderer Bedeutung sind.

0. Einleitung

Auf Grund der fortschreitenden Globalisierung, dem beschleunigten ökonomischen Wandel und der schwindenden Vorhersagbarkeit wirtschaftlicher Entwicklungen, werden die wirtschaftlichen Bedingungen in Europa zukünftig schwieriger und der Wettbewerb zunehmend härter. Um auch in Zukunft am Markt bestehen zu können, müssen Unternehmen daher über ein Höchstmaß an Know-how, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit verfügen – Werte, die in besonderem Maße durch die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter geprägt werden. Somit geraten auch Arbeitnehmer zunehmend unter Konkurrenz- und Leistungsdruck. Nur wer über bestimmte Kompetenzen, d.h. Fähigkeiten verfügt, die dazu beitragen, den beruflichen und persönlichen Lebensbereich erfolgreich zu absolvieren, wird in diesem Wettbewerb bestehen können.1

Um den Erfolg einer Ökonomie abzusichern oder zumindest zu unterstützen, muss sich das Bildungssystem an den Vorgaben und dem Bedarf der Wirtschaft orientieren. Dies gilt insbesondere für die Vermittlung der erforderlichen Kompetenzen. In Bezug auf fachliche Inhalte und Methoden, aber auch auf die Förderung der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens, müssen Schüler, Auszubildende und Studenten befähigt werden, den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Dies führt zu der Frage, welche Kompetenzen benötigt werden, um während der Ausbildung erfolgreich zu sein?

In dem folgenden Bericht wird eine Untersuchung vorgestellt, deren Ziel es war, ein studentisches Kernkompetenzmodell der Studierenden im Studiengang Betriebswirtschaftslehre - Banken an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) zu entwickeln. Mit Hilfe des Kernkompetenzmodells soll dargestellt werden, über welche Kompetenzen ein Student verfügen muss, um das Studium in diesem Studiengang erfolgreich zu absolvieren. Neben dem ermittelten Modell wird dargestellt, auf Basis welcher Annahmen, Untersuchungs- und Auswertungsmethoden, das Kompetenzmodell entwickelt wurde. Im Anschluss werden die durchgeführte Untersuchung und deren Ergebnis kritisch beleuchtet und diskutiert. Zu prüfen, ob die ermittelten Kompetenzen denen entsprechen, die von Unternehmen verlangt werden, war nicht Gegenstand der Untersuchung.

1. Untersuchungskonzeption

Der Auftrag, an der FHTW Berlin eine empirische Studie durchzuführen, mit dem Ziel, ein studentisches Kernkompetenzmodell für den Studiengang BWL-Banken zu entwickeln, wurde am 11.04.2003 vergeben. Zur Konzeption dieses Projektes waren daher zunächst Recherchen zu den Themen Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen2 sowie über die Durchführung empirischer Studien erforderlich. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden diskutiert und daraus Rahmenbedingungen für die Durchführung der Studie formuliert. Im Rahmen der hier vorgestellten Untersuchung gelten somit die im Folgenden dargestellten Definitionen und Annahmen. Unter Kernkompetenzen werden Eigenschaften und Charakteristika eines Individuums verstanden, die bestimmtes Verhalten oder Leistungen begründen. Sie werden wie in der gängigen Literatur beschrieben in Methodenkompetenz, Fachkompetenz, soziale Kompetenz und Selbstkompetenz unterteilt. Hierbei ist zu beachten, dass in verschiedenen Literaturquellen Begriffe häufig synonym verwendet oder deren Definitionen erweitert bzw. verengt werden.3 Unter Methodenkompetenz wird die Beherrschung fachspezifischer Verfahren oder Prozesse verstanden, die einen eigenständigen Erwerb von Wissen und Kenntnissen ermöglichen. Der Begriff der Fachkompetenz wird verwendet, um Grund- und Spezialwissen zu definieren, dass der direkten Anwendung im Studium unterliegt um Aufgaben und Probleme zu lösen. Unter Sozialer Kompetenz wird ein breites Spektrum menschlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten subsumiert. Soziale Kompetenz bezeichnet das Ausmaß, in dem ein Mensch in der Interaktion mit anderen im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Kontext selbständig, umsichtig und konstruktiv zu handeln vermag. Es geht um die Fähigkeit, zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion optimal zu gestalten. Selbstkompetenz beinhaltet Urteils-, Entscheidungs-, sowie Verantwortungsfähigkeit, bezogen auf Eigeninitiative und Arbeitseinsatz.

Obwohl Kompetenzen tätigkeitsübergreifende und somit übergeordnete, generalisierte Fähigkeiten beschreiben, sind für bestimmte Tätigkeiten oder auch Branchen und Unternehmen, einzelne Kompetenzen von besonderer Bedeutung. Diese werden im Rahmen empirischer Erhebungen ermittelt und bilden die Basis von Kernkompetenzmodellen. Ein Kernkompetenzmodell stellt somit ein spezifisches Anforderungsprofil dar, welches die erfolgsrelevanten Kompetenzen aus der Praxis beschreibt. Mit Hilfe solcher Modelle sollen Kompetenzen transparent, verhaltensnah und beurteilbar dargestellt werden. Sie fixieren organisationsweite Standards, können leicht kommuniziert werden und Grundlage von Motivationssteigerungen sowie Selbst- und Fremdeinschätzungen sein. Ein entsprechendes Kernkompetenzmodell für den Studiengang BWL-Banken an der FHTW soll anhand einer Befragung unter den betroffenen Studenten konstruiert werden. Anhand der Befragungsergebnisse musste ein vollständiges Kernkompetenzmodell konstruierbar und die Überprüfung von Hypothesen über dessen Beschaffenheit möglich sein. Ausgehend von diesem Projektziel und den aufgestellten Hypothesen wurde eine Gesamtkonzeption für die durchzuführende Studie konzipiert. Bausteine dieser Konzeption waren die Planung eines offenen Interviews, das Aufstellen des dazu notwendigen Interviewleitfadens, die Zusammenstellung eines entsprechenden Kriterienkatalogs als Grundlage für die spätere Auswertung, die Ziehung einer Stichprobe, die eigentliche Durchführung der Befragung sowie deren Auswertung mittels statistischer Verfahren und die Ableitung des Kernkompetenzmodells. Die einzelnen Bausteine der Untersuchung werden in dem vorliegenden Abschlussbericht erläutert.

2. Hypothesen

[...]


1 vgl. Brommer (1993), S. 87

2 Die Begriffe Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen werden in der Literatur häufig synonym verwendet.

3 vgl. Brommer (1993), S. 66; vgl. Lang (2000), S. 40


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