Scholary Paper (Seminar), 2003, 22 Pages
Author: Verena Klein
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Details
Institution/College: University of Koblenz-Landau (Sonderpädagogik)
Tags: Symbolsystem, BLISS, Seminar, Kommunikationsförderung, Symbolen
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20497-2
ISBN (Book): 978-3-638-68225-1
File size: 244 KB
anschaulich durch Symbole des Bliss-Systems
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Abstract
BLISS ist ein piktographisches und ideographisches Symbolsystem, bestehend aus etwa 3000 standardisierten Symbolen, die aus einer kleinen Anzahl grundlegender Symbole zusammengesetzt werden. Das System wurde von Charles K. Bliss entwickelt. Inspiriert durch die chinesische Bilderschrift, entwickelte er eine Symbolsprache, die als Universal- Bildersprache sowohl eine „systeminterne“ Logik haben sollte, als auch zur besseren Verständigung der Völker untereinander sowie zur Aufhebung der kulturellen Schranken dienen sollte. Vergleichbar ist BLISS mit Esperanto, unterscheidet sich aber dadurch, dass die Sprache eine universelle Lautsprache ist. Sein Werk wurde erstmals 1971 praktisch angewandt, als es bei den cerebralparetischen Kindern im Ontario Crippeld Children´s Centre in Toronto, Canada, eingeführt wurde.
Excerpt (computer-generated)
Universität Koblenz Landau
Institut für Sonderpädagogik
Seminar: Kommunikationsförderung mit Symbolen
Bliss
Verena Klein
WS 2002/2003
Inhaltsverzeichnis
1. BLISS- was ist das? 4
1.1 Einführung 4
1.2 Grundformen 5
2. Arten von Symbolen 7
2.1 Piktogramme im BLISS- System 7
2.2 Ideogramme 8
2.3 Andere Symbole 8
3. Zusammensetzung von BLISS- Symbolen 8
3.1 Einfache BLISS- Symbole 9
3.2 Zusammengesetzte BLISS- Symbole 9
3.2.1 Überlagerte Symbole 10
3.2.2 Gereihte Symbole 10
3.2.3 Kombinierte Symbole 11
4. Indikatoren 12
4.1 Indikator für Verben 12
4.2 Indikatoren für Adjektive 13
4.3 Ding-Indikator 13
4.4 Pluralindikator 14
5. Einsatzmöglichkeiten von BLISS 15
6. Grenzen und kritische Betrachtung von BLISS 16
6.1 Voraussetzungen für BLISS 16
6.2 Vorteile des BLISS- Systems 17
6.3 Nachteile des BLISS- Systems 18
6.4 Ziele der unterstützten Kommunikation mit BLISS 19
7. Ist BLISS für den Personenkreis der geistig behinderten Menschen sinnvoll anwendbar? 20
8. Literatur 22
1. BLISS- was ist das?
1.1 Einführung
BLISS ist ein piktographisches und ideographisches Symbolsystem, bestehend aus etwa 3000 standardisierten Symbolen, die aus einer kleinen Anzahl grundlegender Symbole zusammengesetzt werden. Das System wurde von Charles K. Bliss entwickelt. Inspiriert durch die chinesische Bilderschrift, entwickelte er eine Symbolsprache, die als Universal- Bildersprache sowohl eine „systeminterne“ Logik haben sollte, als auch zur besseren Verständigung der Völker untereinander sowie zur Aufhebung der kulturellen Schranken dienen sollte. Vergleichbar ist BLISS mit Esperanto, unterscheidet sich aber dadurch, dass die Sprache eine universelle Lautsprache ist. Sein Werk wurde erstmals 1971 praktisch angewandt, als es bei den cerebralparetischen Kindern im Ontario Crippeld Children´s Centre in Toronto, Canada, eingeführt wurde.
Anfang der siebziger Jahre wurde BLISS in Kanada bei Menschen, die nicht oder kaum verständlich sprechen konnten, als Mittel zur Kommunikation erprobt. Hauptsächlich bei nichtsprechenden Körperbehinderten, die über Gesten und schwer verständliche Laute wenig Möglichkeiten haben, sich mit ihrer Umwelt zu verständigen. Inzwischen werden BLISS- Symbole aber auch bei der Förderung von Geistigbehinderten, Mehrfachbehinderten, Sprechgestörten, Aphasikern und Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen sowie als Kommunikationsmittel für Menschen, die aus anderen Gründen nicht sprechen können, eingesetzt. In Deutschland wird diese Methode seit 1980 vorwiegend in Körperbehindertenschulen eingesetzt, um nichtsprechenden Schülern Mitteilungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die eine differenzierte Kommunikation mit Eltern, Lehrern und Mitschülern erlaubt.
(Gangkofer, 1993, S. 17f.)
Das BLISS System enthält viele piktografische Elemente und greift damit ein Prinzip auf, das in der Entstehungsgeschichte von großer Bedeutung war. Im BLISS System kann man dabei unterscheiden zwischen echten Piktogrammen, wie „Sonne“ oder „Stuhl“. Während Ersteres gleichzeitig Grundelement in BLISS ist, wird das Zweite aus solchen Grundelementen zusammengesetzt. Piktogramme werden so kombiniert und bilden dann einen neuen Begriff, der nicht piktografisch darstellbar ist. So besteht das Symbol für „Sprache“ aus den Symbolen „Mund“ und „Ohr“, d.h. es ist aus zwei echten Piktogrammen zusammengesetzt
(Becker, Gangkofer, 1994, S.12).
1.2 Grafische Grundformen
Bei einem Blick in das Handbuch der BLISS-Symbole1 fällt auf, dass sich alle Symbole auf sehr wenige Grundformen zurückführen lassen. In dieser Hinsicht ist BLISS mit alfabetischen Schriften vergleichbar, die ebenfalls auf eine begrenzte Anzahl von Zeichen zurückgreifen, die zu sinnvollen Wörtern kombiniert werden.
Beispiele für häufig auftretende Formen bei BLISS- Symbolen:
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