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Incoterms

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Nils-Tim Müller-Forte
Subject: Economics / Business: Trade and Distribution

Details

Event: Internationales Wirtschaftsrecht
Institution/College: University of Applied Sciences Essen
Tags: Incoterms, Internationales, Wirtschaftsrecht
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 1,4
Language: German
Archive No.: V15635
ISBN (E-book): 978-3-638-20695-2

File size: 832 KB

Abstract

Schon mit Beginn des industriellen Zeitalters entwickelte sich die systematische Bearbeitung von Auslandsmärkten durch die Unternehmen. Vor allem die vergangenen vier Jahrzehnte waren durch einen stetigen Anstieg der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit von Unternehmen gekennzeichnet. Die Ursachen für die Internationalisierung der Absatz- und Beschaffungsmärkte liegen insbesondere im technologischen Fortschritt und in den wirtschaftlich-politischen und soziokulturellen Integrationsprozessen in der Welt. Das Engagement der Unternehmen in unterschiedlichen Ländermärkten setzte, bzw. setzt eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den jeweils nationalen Handelsgewohnheiten voraus. Diese können sehr unterschiedlich sein und so zu stark von einander abweichenden Vertragsauslegungen führen. In der Vergangenheit verursachten die unterschiedlichen Rechtsverständnisse der Vertragspartner viele Missverständnisse und Rechtsstreitigkeiten. Um zur Lösung dieses Problems beizutragen entwickelte die International Chamber of Commerce (ICC) im Jahr 1936 internationale Regeln zur Auslegung von handelsüblichen Vertragsformeln. Diese Regeln wurden unter dem Namen „Incoterms 1936“ veröffentlicht. Der Begriff Incoterms ist eine Abkürzung für International Commercial Terms. Da die Incoterms den Anspruch haben, der internationalen Handelspraxis Rechnung zu tragen, wurde die Erstausgabe von 1936 bearbeitet und erweitert. Neue Fassungen wurden 1953, 1967, 1976, 1980, 1990 und 2000 von der ICC herausgegeben. Während die Erstausgabe 1936 noch wenig Beachtung fand, ist die aktuelle Version als weltweites Standardwerk etabliert. Die Incoterms gelten als die bekanntesten und verbreitesten Handelsklauseln.


Excerpt (computer-generated)

Incoterms

Nils-Tim Müller-Forte

 

G l i e d e r u n g

I. Einleitung

II. Die international Chamber of Commerce (ICC)

III. Umfang und Anwendung der Incoterms

IV. Rechtliche Einordnung der Incoterms

V. Incoterms 2000

1) Darstellung der Incoterms

2) Klauseln
2.1) E- Klausel
2.2) F-Klauseln
2.3) C-Klauseln
2.4) D-Klauseln

3) Die Klauselwahl in Abhängigkeit zum gewählten Transportmittel

4) Bedeutung der einzelnen Incoterms
4.1) EXW
4.2) FCA
4.3) FAS
4.4) FOB
4.5) CFR
4.6) CIF
4.7) CPT
4.8) CIP
4.9) DAF
4.10) DES
4.11) DEQ
4.12) DDU
4.13) DDP

VI. Fazit

 

I. E i n l e i t u n g

Schon mit Beginn des industriellen Zeitalters entwickelte sich die systematische Bearbeitung von Auslandsmärkten durch die Unternehmen. Vor allem aber die vergangenen vier Jahrzehnte waren durch einen stetigen Anstieg der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit von Unternehmen gekennzeichnet.

Die Ursachen für die Internationalisierung der Absatz- und Beschaffungsmärkte liegen insbesondere im technologischen Fortschritt und in den wirtschaftlich-politischen und sozio-kulturellen Intergrationsprozessen in der Welt.


[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
1Abb. 1: Regionale Struktur des Außenhandels

Das Engagement der Unternehmen in unterschiedlichen Ländermärkten setzte, bzw. setzt eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den jeweils nationalen Handelsgewohnheiten voraus. Diese können sehr unterschiedlich sein und so zu stark von einander abweichenden Vertragsauslegungen führen. In der Vergangenheit verursachten die unterschiedlichen Rechtsverständnisse der Vertragspartner viele Missverständnisse und Rechtsstreitigkeiten.2

Um zur Lösung dieses Problems beizutragen entwickelte die International Chamber of Commerce (ICC) im Jahr 1936 internationale Regeln zur Auslegung von handelsüblichen Vertragsformeln.

Diese Regeln wurden unter dem Namen „Incoterms 1936“ veröffentlicht. Der Begriff Incoterms ist eine Abkürzung für International Commercial Terms. Da die Incoterms den Anspruch haben, der internationalen Handelspraxis Rechnung zu tragen, wurde die Erstausgabe von 1936 bearbeitet und

erweitert. Neue Fassungen wurden 1953,1967,1976,1980,1990 und 2000 von der ICC herausgegeben.3

Während die Erstausgabe 1936 noch wenig Beachtung fand, ist die aktuelle Version als weltweites Standardwerk etabliert. Die Incoterms gelten als die bekanntesten und verbreitesten Handelsklauseln.

II. D i e I n t e r n a t i o n a l C h a m b e r o f C o m m e r c e ( I C C )

Die International Chamber of Commerce ist eine weltweite Organisation, die im Jahre 1919 auf privatrechtlicher Basis gegründet wurde. Ihr Ziel ist die Lösung von internationalen Wirtschaftsproblemen.4 Die ICC ist eine internationale Handelskammer und umfasst Verbände und Unternehmen aus aller Welt. In ihr sind sämtliche Wirtschaftszweige, mit Ausnahme der Landwirtschaft und des Handwerks, vertreten. Der Sitz der Organisation ist in Paris. 5

Die Leitung der ICC liegt in den Händen eines internationalen Rates, der aus ständigen Delegierten der verschiedenen Landesgruppen gebildet wird.6 Die Landesgruppen haben die Aufgabe die Wünsche ihrer Mitglieder (z. B. Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsverbände, Firmen und Einzelpersonen) zu erforschen und sie auf ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu prüfen. Relevante Wünsche leiten Sie an die zuständigen Ausschüsse weiter. Die Arbeiten, insbesondere an den Incoterms, haben der ICC zu großer Anerkennung verholfen. 7

Neben der Erarbeitung der Incoterms hat die ICC zur Beilegung wirtschaftlicher Streitigkeiten auf internationaler Ebene einen Schiedsgerichtshof gegründet und eine Schiedsklausel für Kaufverträge im zwischenstaatlichen Handel entworfen. Diese sog. Arbitrageklausel besagt, dass Streitigkeiten über die Beschaffenheit der Ware, u. ä. durch ein privates Schiedsgericht entschieden werden. Ziel und Zweck dieser Vereinbarung ist die Vermeidung von langwierigen Verfahren vor ordentlichen Gerichten.8 Der Sitz der deutschen Landesgruppe befindet sich in Köln.

I I I . U m f a n g u n d A n w e n d u n g d e r I n c o t e r m s

Die Grundlage für Incoterms sind Kaufverträge. Auf andere Verträge, z. B. Beförderungsverträge wirkt sich die Wahl eines Incoterms zwar indirekt aus, findet dort aber keine direkte Anwendung.

[....]


1 Vgl. Cezanne, Allgemeine Volkwirtschaftslehre, Seite 553
2 Vgl. ICC, Incoterms 2000, Seite 5
3 Vgl. ICC, Incoterms 2000, Seite 5
4 Vgl. www.ixpos.de/kooperationen_und_geschaeftsformen/ausschreibungen/abc/content/icc.html
5 Vgl. www.ixpos.de/kooperationen_und_geschaeftsformen/ausschreibungen/abc/content/icc.html
6 Vgl. www.ixpos.de/kooperationen_und_geschaeftsformen/ausschreibungen/abc/content/icc.html
7 Vgl. www.ixpos.de/kooperationen_und_geschaeftsformen/ausschreibungen/abc/content/icc.html
8 Vgl. www.ixpos.de/kooperationen_und_geschaeftsformen/ausschreibungen/abc/content/schiedsklausel.html


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