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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 21 Pages
Author: Michael Kaiser
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Institution/College: Technical University of Darmstadt (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft)
Tags: Moderne, Geheimsprachen, Seminar, Varietätenlinguistik
Year: 2002
Pages: 21
Grade: 1-
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-20995-3
File size: 199 KB
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Excerpt (computer-generated)
Moderne deutsche Geheimsprachen
von Michael Kaiser
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Die Sprache Drogenabhängiger 4
2.1. Zur sprachwissenschaftlichen Betrachtung 5
2.2. Befragung in Hamm und Dortmund 6
2.3. Ergebnisse 7
2.4. Der Wortschatz 8
2.5. Funktion der Drogensprache 9
3. Geheimsprachen unter Kindern und Jugendlichen 9
3.1. Die Löffelsprache 9
3.1.1. Verfremdungssystem der Löffelsprache 10
3.2. Ein literarisches Beispiel für eine Kindergeheimsprache 11
3.2.1. Verfremdungssystem der Räubersprache 12
3.3. Funktion der Kinder- und Jugendgeheimsprachen 13
4. Geheimsprache im CB-Funk 14
4.1. Zur Sprache im CB-Funk 14
4.2. CB-Funk unter Fernfahrern 15
4.3. Funktion der Geheimsprache unter CB-Funkern 16
4.4. Ein Lied über die Sprache im CB-Funk 17
5. Geheimsprache der Taxifahrer 17
6. Schluss 18
7. Literatur 19
8. Internetquellen 20
Moderne deutsche Geheimsprachen
1. Einleitung
Die meisten alten Geheimsprachen, wie beispielsweise das Rotwelsch, waren Sprachen sozialer Randgruppen, die ihre Sprache als Geheimsprache gebrauchten, um Dritte aus den verschiedensten Gründen vom Verständnis auszuschließen, meist erfunden und benutzt von Händlern und von Kleinkriminellen. Die Schöpfung von Geheimsprachen und deren Gebrauch mit dem Ziel der Verschlüsselung jedoch sind keine Besonderheiten der Vergangenheit. So existierten und existieren moderne deutsche Geheimsprachen, die in ihrer Funktion aktuell benutzt wurden oder werden: Sondersprachen also, die heute von bestimmten Sprechergemeinschaften mit der Absicht der Tarnung aktiv gebraucht werden. In der Drogenszene, bisweilen unter Kindern und Jugendlichen, unter Fernfahrern und im Funkverkehr von Taxiunternehmen scheinen eine Reihe von Codes zu existieren, die zur chiffrierten Verständigung untereinander benutzt werden können.
Durch die Befragung von letzten noch lebenden Sprechern alter Geheimsprachen kann - da schriftliche Quellen von Geheimsprachen bisweilen rar sind - heute wichtiges Sprachmaterial gesichert werden, bevor diese Sondersprachen mit ihren letzten noch lebenden Sprechern aussterben. Die Forschung hat aufgrund dieser Gefahr des Aussterbens zunächst die älteren, bisweilen beinahe vergessenen Geheimsprachen untersucht und dokumentiert, welche heute selten oder beinahe überhaupt nicht mehr aktiv in Gebrauch sind, da sich die Umstände geändert haben, die eine Geheimsprache von Nöten gemacht hatten (z. B. soziale Stellung der Sprecher). Diesem Umstand zufolge zerfielen Sprechergruppen bisweilen bis auf einzelne Sprecher. Ein Beispiel für eine historisch benutzte Geheimsprache ist das Welsch, das von bestimmten Einwohnern der Ortschaft Frammersbach im Spessart benutzt wurde und das heute von der Sondersprachenforschung mit Hilfe von noch lebenden Sprecherinnen und Sprechern dokumentiert werden kann. Die Forschungslage hinsichtlich moderner Geheimsprachen jedoch stellt sich aus diesen Gründen als spärlich dar. Eine Schwierigkeit für die Wissenschaft besteht zudem in dem Problem, Sprecher ausfindig zu machen, die bereitwillig Auskunft über ihre Sprache geben, die noch in Gebrauch ist und deren wichtigstes Merkmal daher in der Geheimhaltung besteht.
Die vorliegende Arbeit stellt Projekte und Ansätze zu möglichen Forschungsfeldern der sprachwissenschaftlichen Sondersprachenforschung im Hinblick auf moderne deutsche Geheimsprachen vor.
2. Die Sprache Drogenabhängiger
[...]
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