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Die KirchGruppe

Hauptseminararbeit, 2003, 24 Seiten
Autor: Sandra Urban
Fach: Wirtschaft - Sonstiges

Details

Veranstaltung: Interkulturelle Wirtschaftsstile
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Philosophische Fakultät)
Tags: KirchGruppe, Interkulturelle, Wirtschaftsstile
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 24
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V16800
ISBN (E-Book): 978-3-638-21532-9

Dateigröße: 216 KB


Textauszug (computergeneriert)


Friedrich-Schiller-Universität Jena
Philosophische Fakultät
Bereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation
Hauptseminar:
Interkulturelle Wirtschaftsstile
Sommersemester 2003

 

Die KirchGruppe

 

von Sandra Urban

 

Inhalt

1. Einleitung

2. Leo Kirch: Sein Leben und Werk 3
2.1 Der Aufstieg des Kirch-Imperiums 4
2.2 Der „findige“ Unternehmer Leo Kirch 6

3. Strukturen und Aufbau der KirchGruppe 7
3.1 Die KirchHolding 8
3.2 Die KirchMedia 8
3.3 Das KirchPayTV 10
3.4 Die KirchBeteiligung 11

4. Unternehmensgrundsätze und Visionen 11
4.1 Eigenständigkeit der Sendermarken 11
4.2 Mitarbeiterorientierung und Mitarbeiterintegration 12
4.3 Fokussierung auf Zuschauer, Erfahrungen und Leitmotive 12
4.4 Visionen 13

5. Kirchs ökonomische Vision 13
5.1 Vertikale Integration bei Medienunternehmen 14
5.2 Die Vorteile vertikaler Integration 14
5.3 Ergänzung der Vision durch horizontale Integration 15

6. Der Untergang des Kirch-Imperiums 16
6.1 Verlauf der Krise 16
6.2 Ursache des Scheiterns 18
6.3 Die aktuelle Lage der KirchGruppe heute 19

7. Fazit 20

8. Quellenangaben 22

 

 

 

1. Einleitung

Konvergenz und Entertainment: Das waren die Schlagworte mit denen sich die KirchGruppe in den letzten Jahren in Verbindung brachte. Mit ihrem fast märchenhaften Aufstieg und Etablierung auf dem deutschen sowie auch internationalen Medienmarkt machte sie so manchem Medienunternehmen Konkurrenz. Was war das für eine Vision, die Leo Kirch mit seiner KirchGruppe verfolgte? Konnte er sie auch nach seinen Vorstellungen realisieren und ist diese auch in der Unternehmenskultur wieder zu finden? Gerade durch die Insolvenz des ehemaligen Kirch-Imperiums und des erst kürzlich zustande gekommenen Verkaufs der ProSiebenSat.1 Media AG sind Aufstieg und Fall Kirchs, der die Medienlandschaft stark erschütterte, wieder in die Diskussion geraten. In dieser Seminararbeit soll der Wirtschaftsstil der KirchGruppe näher betrachtet werden. Dazu wird im Folgenden zunächst auf den Werdegang und die Person eingegangen, die hinter diesem Unternehmen steht: Leo Kirch. Im Anschluss daran wird der Aufbau der KirchGruppe die Unternehmensstrukturen dargestellt, da sie deren wahrnehmbaren Teil der Unternehmenskultur verkörpert, der zum Verständnis wichtig ist. Schließlich soll verstärkt auf die Unternehmensgrundsätze und Visionen der KirchGruppe eingegangen werden, in deren die Unternehmenskultur verankert ist. Gerade aber auch Kirchs Vision eines vertikal integrierten Unternehmens stellte die Basis seines Unternehmens dar und verdient deswegen eine Betrachtung. Um dieses Thema zu ergänzen wird zusätzlich auf den Untergang des Unternehmens eingegangen und versucht die Gründe für das Scheitern zu finden.

 

2. Leo Kirch: Sein Leben und Werk

Leo Kirch wurde am 21. Oktober 1926 als Sohn eines Winzers in Würzburg geboren.1 Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der Mathematik und Betriebswirtschaft in Würzburg und München. Im Anschluss an seine Promotion in München widmete er sich als Assistent an der Universität primär den elektronischen Medien.2 Zusammen mit einem ehemaligen Kommilitonen gründete er 1955 die Firma Sirius Film und Einkauf GmbH.3 Bereits ein Jahr später begann die rasante Entwicklung des Erfolgsunternehmens Kirchs, indem er die Kinorechte an Fellinis Film „La Strada” für 130.000 DM erwarb.4 Dieser Film blieb zunächst ein Flop in den Kinosälen, wurde später jedoch als Video zum Kultfilm, wodurch finanzielle Mittel in das Unternehmen Kirchs zurückflossen und der Grundstock mit zusätzlichen Filmrechten erweitert werden konnte. Dieser bildete letztendlich das Fundament seines Werkes.

 

2.1 Der Aufstieg des Kirch-Imperiums

Mit der Gründung der Tochterfirmen BetaFilm 1959 sowie der TaurusFilm 1963 stieg Kirch nicht nur aktiv in den Filmrechtehandel ein, sondern beteiligte sich ebenso in der Produktion im Fiktionsbereich.5 Schon im Jahre 1963 konnten mehr als 600 Filme zum Besitz Leo Kirchs gezählt werden. Kurze Zeit später waren es sogar schon über 2000.6 Zu dieser Zeit stellte das Zweite Deutsche Fernsehen einen auf persönlichen Beziehungen beruhenden Geschäftspartner dar, welcher einen wesentlichen Teil von Kirchs Filmarchiv für die Gestaltung des Programms kaufte.7

Mit der Gründung von Unitel stieg Kirch in die Produktion von klassischen Musikprogrammen ein, was einen ersten Schritt in eine vertikale Unternehmensintegration darstellte, da die KirchGruppe, wie sich später zeigen sollte, auf diesem Prinzip aufgebaut wurde. Dieses Ziel verfolgte Kirch auch mit der TaurusMediaTechnik, einem selbständigen Tochterunternehmen, welches 1975 als technisches Servicezentrum etabliert wurde.8 Das Expansionsvorhaben weitete sich in den 80er Jahren aus, indem Kirch Gesellschafter des Axel Springer Verlages sowie des Schweizer Pay-TV Senders Teleclub wurde. Zum ersten Mal investierte er im Bereich des deutschen Free-TV in den Sender Sat.1.9 Sein Engagement im Sportrechtehandel seit den frühen 90ern führte dazu, dass die erfolgreichsten Sportrechteagenturen zur KirchGruppe zuzuordnen sind, welche die Rechte an den populärsten und attraktivsten Disziplinen besitzen.10

[...]


1 Profil: Leo Kirch, >>http:// www.ftd.de/db/mu/2705246.html<< Stand: 21.11.2001.

2 Vgl. ebd.

3 Vgl. ebd.

4 Bleyer, Heinz: Medienmogul Leo Kirch!, >>http://www.positivenews.de/kirch.htm<< Stand 23.06.2003.

5 Vgl. ebd.

6 Vgl. ebd.

7 Vgl. ebd.

8 KirchGruppe: Pressemappe, S. 6.

9 Vgl. ebd., S. 6.

10 Vgl. ebd., S. 6.


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