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Aggressives Verhalten und Delinquenz

Termpaper, 2001, 16 Pages
Authors: Katharina Niehoff, Constanze Kleinert
Subject: Psychology - Developmental Psychology

Details

Event: Entwicklungs– und Pädagogische Psychologie
Institution/College: Leuphana Universität Lüneburg (Wirtschaftspsychologie)
Tags: Aggressives, Verhalten, Delinquenz, Entwicklungs–, Pädagogische, Psychologie
Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 16
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V17463
ISBN (E-book): 978-3-638-22038-5

File size: 168 KB


Excerpt (computer-generated)

Aggressives Verhalten und Delinquenz

 

 

Constanze Kleinert und Katharina Niehoff

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen

2.1. Familiärer und erzieherischer Einfluss

3. Entwicklung aggressiven Verhaltens

4. Verringerung der Risikofaktoren

5. Delinquenz

6. Risikofaktoren und Schutzfaktoren

7. Delinquenz und Lebensalter

7.1. Jugenddelinquenz
7.2. Risiken der Jugenddelinquenz
7.3. Präventive und korrektive Maßnahmen

8. Meinung und Kritik

9. Gewalt unter Jugendlichen - Ein aktuelles Problem!

10. Literaturverzeichnis




1. Einleitung

Aggression beschreibt ein Verhalten, das darauf gerichtet ist, eine andere Person direkt oder indirekt zu schädigen. Peterman und Peterman (1995) unterscheiden zwischen fünf verschiedenen Ausdrucksformen von Aggression:

- offen - gezeigte versus verdeckt - hinterhältige Aggression
- körperliche versus verbale Aggression
- aktiv ausgeübte versus passiv erfahrene Aggression (Täter - Opfer)
- direkte versus indirekte Aggression (direkt = Schädigung einer Person, indirekt = Schädigung einer Person, indem man deren Besitz zerstört oder stiehlt)
- nach außen gewandte versus nach innen gewandte Aggression (nach innen gewandt = Autoaggression)

Da es viele verschiedene Arten der Aggression gibt, ist es für die richtige Bewertung dieser notwendig das Ziel zu erkennen, auf welches die jeweilige Aggression gerichtet ist. Eine wichtige Unterscheidung muss zwischen Hyperaktivität und egoistisch - motivierter Aggression getroffen werden. Während Hyperaktivität ein störendes Verhalten beschreibt, das nicht beabsichtigt erfolgt (z.B. einem Grundschulkind fällt es schwer sein Sozialverhalten zu kontrollieren) stellt die egoistisch - motivierte Aggression ein Verhalten dar, das der bloßen Selbstbehauptung dient und zielgerichtet schädigend ist. Diese Form der Aggression ist stark von Alter und Geschlecht abhängig. In Studien zur kindlichen Aggression wurde festgestellt, dass die egoistisch - motivierte Aggression bei Jungen und Mädchen im Verhältnis 5:1 auftritt (Warschburger & Petermann, 1994). Ein weiterer Unterschied, der im Vergleich der Geschlechter auffiel, ist die Art und Weise wie Aggressionen ausgeführt werden. Während Jungen bis zum 15. Lebensjahr überwiegend durch körperliche Aggressionen auffallen (Schlagen, Treten) wenden Mädchen hingegen eher manipulative Techniken über dritte Personen an, um anderen Schaden zuzufügen. Hier wird also der Unterschied zwischen offen - gezeigter (Jungen) und versteckt - hinterhältiger Aggression (Mädchen) deutlich. Darüber hinaus können Aggressionen auch dazu dienen, übertriebene Ängste zu steuern und diese durch expressive Wutausbrüche zu bewältigen. Kinder, die diese Technik anwenden, nehmen Bedrohung häufig übersensibel wahr und versuchen, durch einen "Wutausbruch" das Bedrohungserleben und die damit verbundene Angst zu regulieren. Diese Kinder neigen in zweideutigen sozialen Situationen dazu, anderen eine negative Absicht zu unterstellen. Es handelt sich hierbei um ein Defizit der sozialen Informationsverarbeitung, was wiederum verzerrte Selbst- und Fremdwahrnehmung bei den Kindern bewirkt.

Die Auftretenshäufigkeit aggressiven Verhaltens nimmt bei Kindern bis zur Pubertät ständig zu. Aggression stellt ein äußerst stabiles Verhalten dar, das nur schwer beeinflussbar ist. Aufgrund dieser Verhaltensstörung nehmen immer mehr Familien psychologische und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch. Weisen Kinder schon im frühen Entwicklungsverlauf Verhaltensprobleme auf, so ist es sehr wahrscheinlich, dass sich diese im Schulalter bereits zu Verhaltensstörungen manifestiert haben.

2. Ursachen

[...]


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