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Diploma Thesis, 2003, 68 Pages
Author: Thomas Pampel
Subject: Health Science
Details
Tags: Inhalte, Besonderheiten, Prozesse, Wohlfahrtsverband
Year: 2003
Pages: 68
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 40 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23267-8
ISBN (Book): 978-3-638-70031-3
File size: 470 KB
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Abstract
In der heutigen Zeit, in der es im sozialen Sektor zu gravierenden Veränderungen kommt, weil die Solidarsysteme nicht mehr finanzierbar sind, ist es auch für Wohlfahrtsvereine überlebensnotwendig, ökonomisch zu denken und zu handeln. Die Rahmenbedingungen, in denen Non Profit Organisationen tätig werden, sind aktuell als schwierig zu bezeichnen. Der Gesetzgeber fördert eine Liberalisierung des sozialen Dienstleistungsmarktes, private Anbieter drängen auf den Markt und nicht zuletzt verstärkt sich die Konkurrenz zwischen den Wohlfahrtsverbänden. Aufgrund dieser Tatsachen setzt sich der Autor in der vorliegenden Arbeit mit Charakteristika in Wohlfahrtsvereinen auseinander. Anhand des Praxisbeispiels des DRK-KV Zwickau e.V. werden die Handlungsfelder und Möglichkeiten der Dienstleistungserbringung im Non Profit Bereich beschrieben. Verbunden ist dies mit einem Abwägen von Chancen und Risiken in diesem Tätigkeitsbereich. Die Notwendigkeit der Implementierung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, verknüpft mit Ansätzen zur Einführung dieser, werden anschließend aufgezeigt. Mögliche Problembereiche bei der Integration betriebswirtschaftlicher Prozesse in Wohlfahrtsverbände werden am Schluss der Abhandlung dargestellt und Lösungsvarianten angeboten. Am konkreten Praxisbeispiel der Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements in den DRK-KV Zwickau e.V. wird der Nutzen von Steuerungsinstrumenten im Non Profit Sektor, aber auch die damit verbundenen Schwierigkeiten und Problemfelder aufgezeigt.
Excerpt (computer-generated)
BERUFSAKADEMIE SACHSEN
Staatliche Studienakademie in Plauen
Studienrichtung „Management im Gesundheitswesen“
„Inhalte und Besonderheiten betriebswirtschaftlicher
Prozesse in einem Wohlfahrtsverband“
Diplomarbeit zur Erlangung
des Grades Diplombetriebswirt (BA)
in der Studienrichtung „Management im Gesundheitswesen“
eingereicht von
Thomas Pampel
15.07.2003
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen und Symbole ... 6
1 Einleitung ... 7
2 Die Spezifika betriebswirtschaftlicher Prozesse in einem Wohlfahrtsverband ... 10
2.1 Merkmalsausprägungen von Non Profit Organisationen, dargestellt am Beispiel des DRK Kreisverbandes Zwickau e.V. ... 14
2.1.1 Der Tätigkeitsbereich des Kreisverbandes und der gemeinnützigen GmbH ...18
2.1.2 Die Leistungsempfänger des DRK Kreisverbandes Zwickau e.V und der gemeinnützigen GmbH ... 20
2.1.3 Abgrenzung der Rechtsform des eingetragenen Vereines und der gGmbH mit den damit verbundenen Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handelns für den Kreisverband ... 22
2.2 Der Einsatz der Portfolioanalyse als eine mögliche Strategie zur langfristigen Sicherung der Erträge in Non Profit Organisationen ... 25
2.3 Einsatz eines effektiven Personalmanagements als Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in Wohlfahrtsverbänden ... 30
3 Die Notwendigkeit der Implementierung eines Controllingsystems in einem Wohlfahrtsverband ... 33
3.1 Ausgewählte betriebswirtschaftliche Instrumente, die zur erfolgreichen Steuerung von Non Profit Organisationen beitragen können ... 35
3.2 Die Budgetierung als Grundlage für eine wirtschaftliche Dienstleistungserbringung in Wohlfahrtsverbänden ... 40
3.3 Charakterisierung der wirtschaftlichen Situation des Kreisverbandes Zwickau mittels geeigneter Kennzahlen ... 42
4 Problembereiche bei der Integration von betriebswirtschaftlichen Prozessen in Non Profit Organisationen ... 48
4.1 Erläuterung der Zielkonflikte in einem Wohlfahrtsverband ... 50
4.2 Eine Möglichkeit der Einführung eines bereichsübergreifenden Qualitätsmanagementsystems in Non Profit Organisationen ... 53
4.2.1 Begründung für den Nutzen der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in Wohlfahrtsverbänden ... 57
4.2.2 Darstellung möglicher Probleme bei der Umsetzung des Systems in der Praxis ... 59
5 Schlussbetrachtung ... 62
Literaturverzeichnis ... 65
1 Einleitung
In vielen Wohlfahrtsverbänden, oder auch Non Profit Organisationen (NPO)1) genannt, ist heute im 21. Jahrhundert immer noch nicht bekannt, dass sie sich verstärkt auf mehr Wettbewerb und wirtschaftliches Handeln einstellen müssen.2) So wird zum Beispiel von seiten des Gesetzgebers ein verstärkter Wettbewerb unter den Anbietern von sozialen Dienstleistungen gefordert und gefördert.3) Damit soll wahrscheinlich verstärkt bei den freigemeinnützigen Wohlfahrtsverbänden eine intensive Auseinandersetzung mit den Fragen der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Erhöhung der Dienstleistungsqualität und Senkung der Kosten vorangetrieben werden.
Aber nicht nur vom Gesetzgeber kommen verstärkt Forderungen nach wirtschaftlicher Dienstleistungserbringung auf die Non Profit Organisationen zu. Die allgemein bekannten Probleme der demographischen Entwicklung4), das heißt die Überalterung unserer Gesellschaft, die sich ständig verknappenden öffentlichen Mittel und nicht zuletzt die Öffnung des Dienstleistungsmarktes für private Anbieter verstärken den Druck auf Wohlfahrtsverbände, sich des betriebswirtschaftlichen Instrumentariums zu bedienen.
Aufgrund der vorher beschriebenen Tatsachen wird vom Autor noch Handlungsbedarf im Einsatz betriebswirtschaftlicher Elemente in Wohlfahrtsvereinen vermutet. Deshalb setzt sich diese Arbeit mit der Erarbeitung von Inhalten und eventuellen Eigenarten betriebswirtschaftlicher Prozesse in Wohlfahrtsverbänden auseinander.
Im konkreten Fall bedeutet dies, den Versuch zu unternehmen, für den Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Kreisverband Zwickau e.V., die Grundlagen für ein mögliches Controllingsystem5) zu erarbeiten und damit einen Ansatz für ein die Wettbewerbsfähigkeit sicherndes betriebswirtschaftliches Instrumentarium aufzuzeigen.
Zu Beginn werden ausgewählte Spezifika von Non Profit Organisationen dargestellt und diese am konkreten Beispiel des DRK-Kreisverbandes Zwickau e. V. deutlich gemacht. Das geschieht anhand der Beschreibung von Merkmalsausprägungen, dem Tätigkeitsbereich, den Leistungsempfängern und der Abgrenzung der Rechtsform des eingetragenen Vereins und der gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH), bezogen auf den Kreisverband Zwickau e.V. Damit verknüpft werden der mögliche Einsatz des betriebswirtschaftlichen Instruments der Portfolio-Analyse und des effektiven Personalmanagements als Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in Wohlfahrtsverbänden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist der Versuch einer Begründung für die Notwendigkeit der Implementierung von Controllinginstrumenten in Wohlfahrtsverbänden. Konkretisiert wird dieser Arbeitsschwerpunkt durch die Darstellung möglicher geeigneter betriebswirtschaftlicher Instrumente, die zu einer erfolgreichen Steuerung von Non Profit Organisationen beitragen können. Dies sind im einzelnen die Budgetierung und der Einsatz von Kennzahlensystemen.
Am Schluss der Arbeit werden eventuelle Problembereiche bei der Implementierung von betriebswirtschaftlichen Prozessen in Wohlfahrtsverbänden diskutiert. Dabei wird auf die Darstellung und mögliche Lösung von Zielkonflikten in Non Profit Organisationen eingegangen. Am konkreten Praxisbeispiel der Einführung eines bereichsübergreifenden Qualitätsmanagementsystems im DRK-Kreisverband Zwickau e.V. werden die Möglichkeiten der Implementierung, der Nutzen und mögliche Probleme bei der Umsetzung eines solchen Systems aufgezeigt.
Dies dient als Beispiel aus der Praxis für die Komplexität und Problematik bei der Integration von notwendigen betriebswirtschaftlichen Prozessen in Wohlfahrtsverbände.
Im Schlussteil sind die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit noch einmal zusammengefasst.
2 Die Spezifika betriebswirtschaftlicher Prozesse in einem Wohlfahrtsverband
In diesem Abschnitt soll es um das Herausarbeiten spezieller betriebswirtschaftlicher Charakteristika gehen, die einen Wohlfahrtsverband von einem nach Gewinnmaximierung strebenden Profitunternehmen unterscheiden.
[...]
1) In der Literatur bestehen eine Vielzahl von Synonymen für Non Profit Organisationen. So werden auch noch Wohlfahrtsverbände, Dienstleistungsunternehmen, Organisationen des tertiären Sektors, Dienstleistungsorganisationen, Sozialorganisationen etc. genannt. Im Rahmen dieser Arbeit wird sich auf die Begriffspaare der Non Profit Organisation beziehungsweise im spezielleren auf Wohlfahrtsverbände/ Wohlfahrtsvereine beschränkt
2) vgl. Schubert, Hans-Joachim: Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Neuwied, Luchterhand Verlag 2003, S. 11
3) ebenda, S. 12
4) vgl. Sommer, Bettina: Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis 2050, Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 2000, S.21 Tabelle 1
5) In der Literatur existieren Unzählige Definitionen des Begriffs Controlling bzw. Controllingsystem. Daher wird in dieser Arbeit unter Controlling der Prozess der Planung, Steuerung, Informationsversorgung und Kontrolle mit geeigneten betriebswirtschaftlichen Mitteln verstanden
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