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Termpaper, 2003, 22 Pages
Author: Oliver Pipping
Subject: Art - Architecture / History of Construction
Details
Institution/College: University of Freiburg (Institut für Kunstgeschichte)
Tags: Dresdner, Zwinger, Baugeschichte, Erscheinung, Funktion, Architektur, Bildkünste, Barock
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23471-9
ISBN (Book): 978-3-638-72343-5
File size: 257 KB
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Abstract
Es handelt sich beim „Dresdner Zwinger“ um einen repräsentativen Festplatz der von Galerien und Pavillons umsäumt ist. Zu Zeiten August Friedrichs I diente er als theatralische Kulisse für prunkvolle Staatsempfänge und aufwendig gestaltete Festlichkeiten aller Art. Auch Wagenrennen und Militäraufmärsche wurden hier abgehalten. Der Dresdner Zwinger, der als Orangerie gedacht und angelegt war1, wurde von August Friedrich I in Auftrag gegeben. Als Baumeister ist mehrfach der damalige Hofarchitekt Matthes Daniel Pöppelmann bezeugt.2 Er stellte den Zwinger im Jahre 1719 nach einer Bauzeit von über 10 Jahren und zahlreichen Entwurfsänderungen offiziell fertig.3 Die tatsächliche Bauzeit des Zwingers dauerte allerdings wesentlich länger.4 Das Bauwerk kann wohl mit Recht als Höhepunkt des sächsischen Barocks angesehen werden. Heute sind verschiedene Museen in den Zwingergebäuden untergebracht. So findet der Besucher hier die Porzellansammlung August Friedrichs I, den sogenannten Mathematisch-Physikalischen Salon und einen Teil des Naturkundemuseums. Im angrenzenden großen Semperbau befindet sich die Gemäldegalerie und die Rüstkammer.5
Excerpt (computer-generated)
Der Dresdner Zwinger
vorgelegt von Oliver Pipping
1. Baubeschreibung: S.3
1.1. Einleitung S.3
1.2. Standort S.4
1.3. Was hat es mit dem Namen „Zwinger“ auf sich? S.4
1.4. Überblick S.5
1.5. Die Langgalerie mit dem Kronentor S.6
1.6. Der Wallpavillon S.7
1.7. Die Eckpavillons S.9
2. Der Bauherr: August der Starke S.10
3. Der Hofarchitekt: Matthes Daniel Pöppelmann S.12
4. Der Zwinger einst und heute: S.14
4.1. Die Baugeschichte des Zwingers S.14
4.2. Die einstige Farbigkeit des Zwingers S.17
4.3. Die Malerein in den Pavillons S.18
4.4. Die Regie beim Zwingerbau S.19
5. Versuch eines Schlusskommentars S.20
Literaturverzeichnis S.21
1. Baubeschreibung
1.1. Einleitung
Es handelt sich beim „Dresdner Zwinger“ um einen repräsentativen Festplatz der von Galerien und Pavillons umsäumt ist. Zu Zeiten August Friedrichs I diente er als theatralische Kulisse für prunkvolle Staatsempfänge und aufwendig gestaltete Festlichkeiten aller Art. Auch Wagenrennen und Militäraufmärsche wurden hier abgehalten. Der Dresdner Zwinger, der als Orangerie gedacht und angelegt war1, wurde von August Friedrich I in Auftrag gegeben. Als Baumeister ist mehrfach der damalige Hofarchitekt Matthes Daniel Pöppelmann bezeugt.2 Er stellte den Zwinger im Jahre 1719 nach einer Bauzeit von über 10 Jahren und zahlreichen Entwurfsänderungen offiziell fertig.3 Die tatsächliche Bauzeit des Zwingers dauerte allerdings wesentlich länger.4 Das Bauwerk kann wohl mit Recht als Höhepunkt des sächsischen Barocks angesehen werden.
Heute sind verschiedene Museen in den Zwingergebäuden untergebracht. So findet der Besucher hier die Porzellansammlung August Friedrichs I, den sogenannten Mathematisch-Physikalischen Salon und einen Teil des Naturkundemuseums. Im angrenzenden großen Semperbau befindet sich die Gemäldegalerie und die Rüstkammer.5
1.2. Standort
Der Zwinger wird nördlich von dem Taschenbergpalais mit dem dahinterliegenden Opernplatz, südlich vom Postplatz, westlich vom Zwingerteich und östlich von der Sophienstrasse eingegrenzt. Heute steht der Zwinger also mitten im Stadtzentrum von Dresden in unmittelbarer Nähe zur Semperoper und der Elbbrücke. Das war nicht immer so, wie es im Namen „Zwinger“ möglicherweise schon anklingen mag.
1.3. Was hat es mit dem Namen „Zwinger“ auf sich?
Hört man den Namen dieses Bauwerks, ohne zu wissen worum es sich damit genau handelt, so wird man dabei nicht unbedingt an eine Orangerie oder gar an einen prächtigen Barockbau denken. Dieser Umstand rührt daher, dass mit „Zwinger“ keinesfalls der Charakter des Bauwerks gemeint ist, sondern vielmehr sein Standort. Es stellt sich einem also somit zunächst die Frage, woher überhaupt die Bezeichnung „Dresdner Zwinger“ herrührt. Schlägt man im Lexikon nach6, so findet man heraus, dass unter einem Zwinger ein bestimmter Bereich einer Befestigungsanlage gemeint ist, nämlich der zwischen dem äußeren und inneren Befestigungswall, der im Normalfall unbebaut blieb. Als Zwinger wurde dieser Bereich deswegen bezeichnet, weil man dort früher wilde Tiere und Hunde eingesperrt hat, welche die Sicherheit der Anlage zusätzlich erhöhen sollten, indem sie etwaige Eindringlinge angriffen oder einfach durch lautes Gebell Alarm schlugen. Die Pläne August Friedrichs hatten vorgesehen, genau in diesen unbebauten Bereich, in das sogenannte „scharfe Eck“ an der westlichsten Spitze des Walls eine Orangerie einzufügen.7 Dieses Vorgehen Lustgärten in die vorspringenden Spitzen von Bastionen einzufügen, war in der Zeit des Barock keineswegs so ungewöhnlich. Ganz ähnlich ist man beispielsweise bei der Parkanlage des Würzburger Schlosses verfahren.8 Der Zwinger war also keineswegs schon immer mitten im Kern Dresdens gelegen, sondern die Stadt ist vielmehr erst langsam um ihn herumgewachsen.
1. 4. Überblick
[...]
1 Sächsisches Landeshauptarchiv Dresden, Loc. 2095, Vol 200, Bl. 168, Briefwechsel König Augusts von Polen mit Graf Wackerbarth 1714-1727; (entnommen aus: Eberhard Hempel, „Der Zwinger zu Dresden“, Berlin, 1961, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft E. V.)
2 Eberhard Hempel, „Der Zwinger zu Dresden“, Berlin, 1961, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft E. V.; S. 9-10
3 Harald Marx „Matthäus Daniel Pöppelmann - Der Dresdner Zwinger“, Frankfurt am Main, 2000, Fischer Taschenbuch Verlag, S. 21, Z.16
4 Harald Marx „Matthäus Daniel Pöppelmann - Der Dresdner Zwinger“, Frankfurt am Main, 2000, Fischer Taschenbuch Verlag, S. 22, Z. 6
5 Harald Marx „Matthäus Daniel Pöppelmann - Der Dresdner Zwinger“, Frankfurt am Main, 2000, Fischer Taschenbuch Verlag; S.6
6 Grosses Universal-Lexikon der Wissenschaften und Künste, Band 64, Johann Heinrich Zedler, Halle, 1750 (entnommen aus: Harald Marx „Matthäus Daniel Pöppelmann - Der Dresdner Zwinger“, Frankfurt am Main, 2000, Fischer Taschenbuch Verlag; S.7, Z.11)
7 M.D. Pöppelmann, Das Zwinger-Kupferstichwerk, 1729, Zwingergrundriss, signiert vom Stecher: ´´Grav: par C F Boethius´´, Inschrift: ´´PLAN GENERAL DE L´ORANGERIE ROYALE´´; Kupferstich, 900 mal 488 mm, Dresden, Kupferstichkabinett (entnommen aus: Eberhard Hempel, „Der Zwinger zu Dresden“, Berlin, 1961, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft E. V.; S.9)
8 Eberhard Hempel, „Der Zwinger zu Dresden“, Berlin, 1961, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft E. V, S.10, Z. 14
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