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Termpaper, 2003, 29 Pages
Author: Nadia Kristin Fricke
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institution/College: University of Kassel (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Existenzgründung, Franchisesystemen, Projekt, Selbständigkeit
Year: 2003
Pages: 29
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24111-3
File size: 348 KB
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Excerpt (computer-generated)
Existenzgründung mit Franchisesystemen
vorgelegt von Nadia Kristin Fricke
INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
1. Grundlagen und begriffliche Abgrenzung
1.1 Definition
1.2 Geschichtliche Entwicklung des Franchising
1.3 Formen des Franchising
1.3.1 Waren- oder Produktfranchising
1.3.2 Leistungsprogrammfranchising
2. Der Franchisevertrag
2.1 Pflichten des Franchisegebers
2.1.1 Gebietsschutz
2.1.2 Werbung
2.1.3 Liefergarantie
2.1.4 Geschäftseinrichtung und Grundausstattung
2.1.5 Überlassung eines Lagers
2.1.6 Allgemeine Beratung und System-Handbuch
2.1.7 Finanzberatung
2.1.8 Weitere Pflichten des Franchisegebers
2.2 Pflichten des Franchisenehmers
2.2.1 Warenbezugsbindung
2.2.2 Erschließung des Vertragsgebietes
2.2.3 Richtlinien zur Einhaltung der Einheitlichkeit
2.2.4 Informationspflicht
2.2.5 Arbeitszeit
2.2.6 Kontrolle von Belegen
2.2.7 Zahlungspflichten und Entgeltregelungen
2.2.8 Weitere Pflichten des Franchisenehmers
3. Franchising als Möglichkeit zur Existenzgründung
3.1 Die Auswahl des geeigneten Franchisegebers
3.2 Vorteile für einen Existenzgründer
3.3 Nachteile für einen Existenzgründer
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
Einleitung
Immer mehr Personen die sich als Unternehmensgründer selbständig machen wollen, vertrauen auf ein System der Kooperation. Das Konzept des Franchising ist inzwischen in fast allen Ländern präsent. Weltweit sind es bereits über 800.000 Franchisenehmer die mit über 12.000 Franchisegebern zusammenarbeiten. Die USA liegt mit mehr als 500.000 Franchisesystemen dabei an der Spitze. Aber auch in Deutschland gibt es einen rapiden Zuwachs und das in sämtlichen Marktbranchen. Selbst durch die allgemeine Konjunkturschwäche im letzten Jahr zeigte sich die Franchisewirtschaft relativ unberührt.1 Zunehmend entdecken Grossunternehmen wie Siemens, Swatch/Daimler Chrysler und Quelle die Vertriebsform des Franchising, um im globalen Wettbewerb zu bestehen und sich in neuen Märkten zu etablieren.2 An dieser Stelle stellt sich die Frage was ein Franchisekonzept so attraktiv macht für ein Unternehmen. Vorteile gibt es viele.
Für Unternehmen bietet das Franchising eine relativ sichere Form der Expansion die einen zentralen Vorteil darstellt. Eine Sicherstellung von Leistungsstandards ist allerdings nur möglich, wenn geeignete Kooperationspartner gefunden werden. Anders als zum Beispiel bei der Erweiterung über Filialen gehen Franchisenehmer in der Regel mit sehr hoher Motivation und entsprechend hohem Einsatz an die Arbeit. Denn je höher der Umsatz, desto höher auch der Gewinn für den Franchisenehmer. Ein weiterer Vorteil für den Franchisegeber ist die Kontrolle über den Kurs seines Unternehmens und der große Handlungsspielraum, die der Franchisegeber weiterhin durch verbindliche Vorgaben behält. Die Erfolgsaussichten dabei sind abhängig von Geschick des Franchisegebers bei der Vertragsgestaltung und dem ständigem Kontakt zu dem Franchisenehmer. Laufende Betriebskosten sind für den Franchisegeber gering und durch die Standardisierung von Gebäuden, Waren und Dienstleistungen, Betriebsführungsmethoden etc. können erhebliche Rationalisierungseffekte erzielt werden.3
Um diese Vorteile voll zu nutzen ist es wichtig, so eng und harmonisch wie möglich mit dem Franchisepartner zusammen zu arbeiten. Denn je enger ein Unternehmen mit seinen Partnern zusammenarbeitet, desto kräftiger tritt das gesamte System als Einheit im Markt auf. Gerade durch die Vielzahl der kooperierenden Unternehmen wird es auf dem Markt immer schwieriger, sich gegen Mitbewerber zu behaupten.4 Wo liegen hingegen die Vorteile für einen Unternehmensgründer, sich mit einem Franchisesystem selbständig zu machen? Jede Kooperation bedeutet schließlich auch eine Aufgabe von Autonomie und Freiheitsgraden. Um eine Kooperation einzugehen, bedarf es der Überzeugung, dass man bestimmte Aufgaben innerhalb einer Kooperation besser bewältigen kann als allein. Franchising beruht hier im Wesentlichen auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit, dies ist das Rückgrat einer funktionsfähigen Kooperation. Jeder gibt dabei ein Stück seiner Selbständigkeit und jeder erbringt Leistungen. Die Kooperation muss allen Beteiligten wirtschaftliche Vorteile bringen.5
Die Fragestellungen, die es in dieser Arbeit zu untersuchen gilt ist, für wen sich solch eine Art der Kooperation auszahlt und ob das Franchising für jeden geeignet ist der den Sprung in die Selbständigkeit wagen möchte. Dazu werden zunächst Definitionen und die geschichtliche Entwicklung näher betrachtet. Anschließend wird eine Einteilung des Franchising in verschiedene Formen des Systems vorgenommen. Der zweite Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit dem Franchisevertrag, was einhergeht mit der Herausarbeitung der verschiedenen Pflichten, die die Vertragspartner erfüllen müssen. Im dritten Teil werden schließlich Aspekte der Existenzgründung im Franchising näher betrachtet und die daraus folgenden Vor- und Nachteile für einen Existenzgründer.
1. Grundlagen und begriffliche Abgrenzung
1.1 Definition
[...]
1 Vgl. Branchenbrief 120: Franchising, S. 1; Deutscher Franchise-Verband (1999), S. 3
2 Vgl. Deutscher Franchise-Verband (1999), S. 3
3 Vgl. Tietz (1991), S. 27f.
4 Vgl. Tietz (1991), S. 3
5 Vgl. Tietz (1991), S. 4
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