Der Islam und die Demokratie - ein Widerspruch ?

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Titel: Der Islam und die Demokratie - ein Widerspruch ?
Autor: Jonathan Kern
Fach: Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Veranstaltung: Hauptseminar: Weltreligionen im Religionsunterricht: Islam, Geschichte und Theologie; Stellung der Frau
Institution/Hochschule: Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau (Institut für Theologie und Religionspädagogik)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 24
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 270 KB
Archivnummer: V20165
ISBN (E-Book): 978-3-638-24126-7
ISBN (Buch): 978-3-638-64655-0
Anmerkungen :
In dieser Arbeit geht es um die Frage, ob der – hierzulande von vielen Menschen als Religion von „Feuer und Schwert“ eingeschätzte – islamische Glauben grundsätzlich mit der Staatsform der Demokratie kompatibel ist. Dabei werde ich zunächst die Begriffe „Islam“ und „Demokratie“ definieren und versuche im Folgenden die Gründe für das doch relativ weitverbreitete Misstrauen muslimisch geprägter Staaten gegenüber dem sogenannten Westen beleuchten.

Zusammenfassung / Abstract

In dieser Arbeit geht es um die Frage, ob der hierzulande von vielen Menschen als Religion von Feuer und Schwert eingeschätzte islamische Glauben grundsätzlich mit der Staatsform der Demokratie kompatibel ist. Dabei werde ich zunächst auf die islamische Religion und den Demokratiebegriff eingehen und versuche im Folgenden die Gründe für das relativ weit verbreitete Misstrauen muslimisch geprägter Staaten gegenüber dem Westen beleuchten.

Textauszug (computergeneriert)

Der Islam und die Demokratie - ein Widerspruch ?




Jonathan Kern

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Was ist der Islam ?
2.2. Was heisst Demokratie ?

3. Ursachen für das Mißtrauen Islamischer Staaten gegenüber dem "Westen" und der Demokratie

4. Thesen gegen die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie

5. Unterschiedliche Positionen zur Frage nach der Kompatibilität von Islam und Demokratie

5.1. Die Scharia
5.2. Was sagt der Koran ?
5.3. Was sagen liberale Muslime ?
5.4. Was sagen Islamisten / Fundamentalisten?
5.5. Was sagen Muslime in Deutschland ?

6. Der Politisch- Ideologisierte Islam

7. Sind Islamische Demokratien Möglich ?

7.1. Theoretische Ansätze
7.2. Wie sieht die Praxis aus ?

8. Voraussetzungen für die Vereinbarkeit des Islam mit einer demokratischen Grundordnung

9. Fazit

10. Quellenverzeichnis

10.1. Literaturverzeichnis
10.2. Elektronische Quellen
10.3. Weitere Quellen

 

 

 

 

 

 

1. Vorwort

Im Laufe des theologischen Hauptseminars "Weltreligionen im Religionsunterricht: Islam; Geschichte und Theologie, Stellung der Frau" habe ich viel über die Geschichte sowie die Theologie der jüngsten der Weltreligionen, das Leben und Wirken des Propheten Muhammad, sowie die Stellung der Frau im Islam gelernt. Als politisch interessierter Mensch und Student der Politikwissenschaften habe ich mir, auch vor dem Hintergrund der verheerenden Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten von Amerika, immer wieder die Frage gestellt, ob der - hierzulande von vielen Menschen als Religion von "Feuer und Schwert" eingeschätzte - islamische Glauben grundsätzlich mit der Staatsform der Demokratie kompatibel ist. Ich halte diese Frage für sehr schwierig aber dennoch berechtigt, denn nicht selten wurden die Anschläge vom 11. September als Angriffe auf unsere "zivilisierte Welt" und die freiheitlich-demokratische Grundordnung gewertet. Im Folgenden möchte ich daher versuchen, eine Antwort zu finden. Dabei werde ich zunächst die Begriffe "Islam" und "Demokratie" definieren und versuche im Folgenden die Gründe für das doch relativ weitverbreitete Misstrauen muslimisch geprägter Staaten gegenüber dem sogenannten Westen beleuchten.

Im weiteren Verlauf möchte ich einige der doch sehr unterschiedlichen Positionen zur Frage der Demokratiekompatibilität des Islam einander gegenüber stellen. Dabei interessieren mich besonders die Aussagen der primären Quellen des Islam, sowie die Meinung von Muslimen. Auch auf die Entstehung und Entwicklung des politisch- ideologisierten Islam möchte ich kurz eingehen. Der Schlussteil meiner Arbeit umfasst die Untersuchung theoretischer und praktischer Möglichkeiten islamischer Demokratien, sowie die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit des Islam mit einer demokratischen Grundordnung.

2. Begriffsbestimmungen

Zunächst möchte ich die beiden Begriffe bestimmen, um dann im weiteren Verlauf näher auf die Frage nach der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie einzugehen. Interessant ist hierbei sicherlich, dass zwei Begriffe unterschiedlicher Kategorien einander gegenübergestellt werden. Während der Islam eine Religion ist, und zwar die mit etwa 1,2 Milliarden Anhänger weltweit zweitgrößte, meint der Begriff der Demokratie ein Regierungssystem (LpB 2001, 193). Von daher sind die beiden Termini zumindest auf "einer sprachlich-analytischen Ebene" unvereinbar (Schlumberger 2001, 205).

2.1. Was ist der Islam ?

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