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Diploma Thesis, 2002, 72 Pages
Author: Nina Kämpken
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Aussteigen, Programm, Probleme, Bekämpfung, Jugendlichen, Rechtsextremismus, Deutschland
Year: 2002
Pages: 72
Grade: 3,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24137-3
File size: 300 KB
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Excerpt (computer-generated)
Hochschule Niederrhein
Fachbereich Sozialwesen
Studiengang Sozialarbeit
"Aussteigen mit Programm" -
Probleme der Bekämpfung des Jugendlichen
Rechtsextremismus in Deutschland
Diplomarbeit
vorgelegt von:
Nina Wienand
Sommersemester 2002
Inhaltsverzeichnis
1. Teil: Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen ... 3
Einleitung ... 4
1.1 Grundbegriffe und Gegenstandsbereiche in der gegenwärtigen Diskussion ... 5
1.1.1 Rechtsextremismus und -radikalismus ... 5
1.1.2 Neonazis/Neonazismus ... 6
1.1.3 Entstehung und Entwicklung der Skinhead-Bewegung ... 8
1.1.4 Aktuelle Skinhead-Szene ... 10
1.1.5 Rechtsextremistische Parteien ... 12
1.1.6 Politische Ziele und Kampagnen des Rechtsextremismus nach 1945 ... 17
1.1.7 Rechtsextremistische Gewalt und Bedrohung ... 19
1.1.8 Antisemitismus ... 21
1.2 Zugänge und Erklärungsansätze ... 23
1.2.1 Rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ... 23
1.2.2 Das Geschlechterverhältnis in der rechten Jugendszene ... 27
1.2.3 Rechtsextremismus als soziale Protestbewegung ... 28
1.2.4 Der Übergang zur modernen "Risikogesellschaft" -ein Rückfallrisiko nach rechts? ... 29
1.3. Gesellschaft und Politik in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus ... 32
1.3.1 Prävention und Repression ... 32
1.3.2 Möglichkeiten und Grenzen schulischer und außerschulischer Prävention ... 37
1.3.3 Zur Praxis der pädagogischen Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen ... 42
1.3.4 Zur Rolle und Verantwortung der Medien ... 45
2. Teil: Aussteigerprogramme und Unterstützungen für rechtsorientierte Jugendliche ... 47
Einleitung ... 48
2.1 Das Projekt Exit ... 49
2.1.1 Die Entstehung ... 49
2.1.2 Die Aufgaben ... 51
2.1.3 Die Ergebnisse ... 53
2.2 Das Aussteigerprogramm des Bundesamtes für Verfassungsschutz und andere Hilfen ... 57
2.2.1 Entstehung und Aufgaben ... 57
2.2.2 Die Ergebnisse ... 59
2.2.3 Vor den Aussteigerprogrammen ... 61
2.3 Die Entwicklung einer Beratungsstelle für rechtsorientierte Jugendliche ... 66
2.3.1 Die Entstehung einer Idee ... 66
2.3.2 Die Umsetzung ... 68
Literaturverzeichnis ... 70
1. Teil: Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen
Einleitung
Diese drei theoretischen Kapitel sollen dem Leser Einblicke gewähren, wie die rechtsextremistische Szene aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Es soll deutlich werden, warum so viele Jugendliche sich dieser Szene anschließen und was zu tun ist, um es nicht so weit kommen zu lassen.
Dabei soll nicht das Ziel sein, Verständnis beim Leser zu erwecken, sondern nur ein gewisses Maß an Verstehen zu erzeugen.
1.1 Grundbegriffe und Gegenstandsbereiche in der gegenwärtigen Diskussion
1.1.1 Rechtsextremismus und -radikalismus
Im alltäglichen Sprachgebrauch vermischen sich die Begriffe Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus sehr häufig miteinander. Doch laut Verfassungsschutz ist nur der Begriff des Rechtsextremismus verfassungsschutzrelevant, da dieser sich gegen Teile der freiheitlich demokratischen Grundordnung richtet.
Eine konkrete Definition von Rechtsextremismus existiert nicht, weder auf gesetzlicher, noch auf soziologischer oder politischer Ebene.
Der Rechtsextremismus ist des Weiteren auch kein einheitlich ideologisches Phänomen. "Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Strömungen, ideologischen Ausrichtungen und Organisationen. Dennoch lassen sich gewisse Gemeinsamkeiten fast aller Spielarten des Rechtsextremismus benennen." (Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Nordrhein-Westfalen, Innenministerium NRW: 2001, S.6)
Grundlegendes Element des Rechtsextremismus ist "die Ablehnung des Gleichheitsgrundsatzes und die dem Grundgesetz zugrunde liegende Vorstellung von der Gleichwertigkeit aller Menschen, die alle mit der gleichen Menschenwürde ausgestattet sind." (Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Nordrhein-Westfalen, Innenministerium NRW:2001, S.6)
"Rechtsradikalismus kann man gewiss als Sammelbegriff für all jene Bestrebungen verwenden, die mit nationalistischen, ethnozentristischen Denkmustern die politische und soziale Demokratie einschränken wollen." (JASCHKE, 2001, S.27)
Sowohl im allgemeinen Sprachgebrauch, als auch in der öffentlichen Debatte ist der Begriff Rechtsradikalismus zu einem unverbindlichen Wort geworden, das man für alle Strömungen von rechtsextremistischen Gedankengut einsetzen kann.
1.1.2 Neonazis/ Neonazismus
"Als Neonazis gelten jene zumeist männlichen Aktivisten des rechtsextremen Spektrums, die sich offen in die Tradition des Nationalsozialismus stellen - ideologisch-programmatisch und/oder über Symbolik und Gruppenverhalten." (JASCHKE, 2001, S.37)
Ende des Jahres 2000 gab es in Deutschland 144 rechtsextremistische Organisationen und Personenzusammenschlüsse. Die Zahl ihrer Mitglieder, sowie der nichtorganisierten Rechtsextremisten lag in diesem Zeitraum bei 50.900.
[...]
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