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Die Ermordung John F. Kennedys

Termpaper, 2003, 27 Pages
Author: Kristina Maul
Subject: Politics - International Politics - Region: USA

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 27
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V20627
ISBN (E-book): 978-3-638-24455-8
ISBN (Book): 978-3-638-84228-0
File size: 313 KB
Notes :
Die Arbeit beschäftigt sich mit Verschwörungstheorien, die sich um die Ermordung Kennedys ranken, dem "Mythos Kennedy" und dessen Entstehung. Sie behandelt ebenfalls wichtige Veröffentlichungen (Buch und Film) zum Thema Kennedy.


Abstract

„Kennedy Slain by CIA, Mafia, Castro, LBJ, Teamsters, Freemasons: President Shot 129 Times from 43 Different Angles” (Knight: 91) titelte die amerikanische Satirezeitung „The Onion“ vor einigen Jahren. Diese Schlagzeile illustriert eindrucksvoll die Tatsache, dass die Ermordung Kennedys wahrscheinlich das mit Abstand am meisten untersuchte Ereignis in jüngeren oder sogar der gesamten Amerikanischen Geschichte ist. Folglich lässt sich die Zahl selbst der mehr oder weniger „ernstzunehmender“ Theorien nicht mehr festlegen, geschweige denn überblicken. Innerhalb von 36 Monaten nach der Ermordung Kennedys waren bereits mehr als 200 Bücher und Artikel veröffentlicht, sie sich mit diesem Thema befassten (Goldberg: 106). Im Gegensatz zu den meisten anderen Verschwörungstheorien sind Hypothesen um die Ermordung des 35. US-Präsidenten (meist) nicht mit abstrakten Zielen, wie Erlangung der Weltherrschaft oder Stigmatisierung, im Extremfall auch Ausrottung, einer gesamten Rasse oder Religionsgemeinschaft, verbunden. Sie konzentrieren sich vielmehr darauf eine Gruppe als Schuldige auszumachen, die für Kennedys Tod verantwortlich gemacht werden kann. Jedoch auch hier gibt es Ausnahmen. So sieht zum Beispiel die John Birch Society Weltverschwörer hinter der Ermordung Kennedys, die selbstverständlich systematisch die Übernahme der amerikanischen Regierung vorbereiten (Goldberg: 110). Anders auch als viele andere Ereignisse, die im Laufe der Geschichte Gegenstand von Verschwörungstheorien waren, waren Hypothesen um die Hintergründe und „wahren Fakten“ im Zusammenhang mit Kennedys Tod nie, beziehungsweise immer nur für kurze Zeit, ein Phänomen einer Randgruppe. Vielmehr waren sie meist Teil des Mainstreams der amerikanischen Kultur, und sind es bis heute.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Politologie
Hauptseminar "Amerikanische Verschwörungstheorien"
Wintersemester 2002/2003

Die Ermordung John F. Kennedys

Kristina Maul

Inhalt

1. Einleitung 3

2. Tatsachen 4

3. Mögliche Entstehungsgründe für Verschwörungstheorien 6

4. Die Warren Commission 9
4.1 Die wichtigsten Ergebnisse der Warren Kommission 9
4.2 Zweifelhafte Ergebnisse der Warren Commission 10
4.3 Die "Magic Bullet Theory" 12

5. "Lone Gunman" Theorie 13

6. Verschwörungstheorien 14

7. Haupttheorien: 16
7.1 Fidel Castro hat Kennedy ermordet (Tucket:91) 16
7.2 Die Rüstungsindustrie hat Kennedy ermordet (Tucket: 95) 16
7.3 Die Regierung hat Kennedy ermordet (Tucket: 90) 17
7.4 Der CIA hat Kennedy ermordet (Tucket: 94) 17
7.5 Die Ölindustrie hat Kennedy ermordet ((Davis: Buchanan: 349) 18
7.6 Die Mafia hat Kennedy ermordet (Tucket: 93) 19
7.7 Der KGB / die Kommunisten haben Kennedy ermordet (Tucket: 96) 19

8. Verschwörungswellen und einige der wichtigsten Veröffentlichungen 20

9. Konklusion 26

10. Literatur 27



1. Einleitung

"Kennedy Slain by CIA, Mafia, Castro, LBJ, Teamsters, Freemasons: President Shot 129 Times from 43 Different Angles" (Knight: 91) titelte die amerikanische Satirezeitung "The Onion" vor einigen Jahren. Diese Schlagzeile illustriert eindrucksvoll die Tatsache, dass die Ermordung Kennedys wahrscheinlich das mit Abstand am meisten untersuchte Ereignis in jüngeren oder sogar der gesamten Amerikanischen Geschichte ist.
Folglich lässt sich die Zahl selbst der mehr oder weniger "ernstzunehmender" Theorien nicht mehr festlegen, geschweige denn überblicken. Innerhalb von 36 Monaten nach der Ermordung Kennedys waren bereits mehr als 200 Bücher und Artikel veröffentlicht, sie sich mit diesem Thema befassten (Goldberg: 106).
Im Gegensatz zu den meisten anderen Verschwörungstheorien sind Hypothesen um die Ermordung des 35. US-Präsidenten (meist) nicht mit abstrakten Zielen, wie Erlangung der Weltherrschaft oder Stigmatisierung, im Extremfall auch Ausrottung, einer gesamten Rasse oder Religionsgemeinschaft, verbunden. Sie konzentrieren sich vielmehr darauf eine Gruppe als Schuldige auszumachen, die für Kennedys Tod verantwortlich gemacht werden kann. Jedoch auch hier gibt es Ausnahmen. So sieht zum Beispiel die John Birch Society Weltverschwörer hinter der Ermordung Kennedys, die selbstverständlich systematisch die Übernahme der amerikanischen Regierung vorbereiten (Goldberg: 110).
Anders auch als viele andere Ereignisse, die im Laufe der Geschichte Gegenstand von Verschwörungstheorien waren, waren Hypothesen um die Hintergründe und "wahren Fakten" im Zusammenhang mit Kennedys Tod nie, beziehungsweise immer nur für kurze Zeit, ein Phänomen einer Randgruppe. Vielmehr waren sie meist Teil des Mainstreams der amerikanischen Kultur, und sind es bis heute.

2. Tatsachen

Es gibt nur wenige bis überhaupt keine "Tatsachen" auf die sich alle Verschwörungstheoretiker einigen können. Die Uneinigkeit geht sogar soweit, dass einige bestreiten sogar die Tatsache bestreiten, dass John F. Kennedy nicht mehr am Leben ist. Mehrere "Experten" behaupten er lebe bis heute auf einer Farm in der Nähe von Moskau.
Dennoch werde ich im Folgenden den Versuch unternehmen, einige Fakten darzustellen, die mir unzweifelhaft erscheinen.
Am 22. November 1963 fuhr John F. Kennedy entgegen des Rates des Secret Service in einem offenen Lincoln convertible. Um 12.30, fünf Minuten später als geplant (Groden: 18) , erreichte die Autokolonne die Dealey Plaza. Kurz darauf fallen mehrere Schüsse, die John Kennedy und den vor ihm sitzenden Governor John Connally treffen. Der Secret Service reagiert vorerst nicht, bis schließlich Jacqueline Kennedys persönlicher Bodyguard Clint Hill auf den Kofferraum der Limousine springt.
Bis hierhin hält Abraham Zapruder, ein Zuschauer, der eigentlich nur die Kolonne des Präsidenten sehen wollte, alles mit seiner privaten Kamera fest. Seine Auszeichnungen werden später als "Zapruder Film" in die Geschichte eingehen. Anschließend bringt Kennedys Chauffeur alle Insassen der Limousine zum Dallas Parkland Hospital.

[...]


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