Supervision - Was ist das?

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Achim Heinrichs
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Veranstaltung: Blockseminar Supervision
Institution/Hochschule: Universität der Bundeswehr München (Fakultät für Pädagogik)
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 256 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-11307-6
Die Arbeit bietet einen kompakten Überblick über das Thema Supervision: Definition, Geschichte, Ausgangssituation, Ziele, Verfahren, Formen und Ablaufmodelle von Supervision.371 KB
Textauszug (computergeneriert)
Universität der Bundeswehr München
Fakultät für Pädagogik
Supervision
- Was ist das? -
Hausarbeit zum Blockseminar ,,Supervision"
im Frühjahrtrimester 2001
von
Achim Heinrichs
PÄD ´98
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 3
2.1 Definition 3
2.1.1 Allgemeine Definition 3
2.1.2 Definition der DGSv 4
2.1.3 Weitere Definitionen 4
2.2 Geschichte der Supervision 5
2.3 Ausgangssituation 6
2.4 Ziele der Supervision 6
2.5 Zielgruppen 7
2.6 Verfahren 8
2.7 Formen der Supervision 8
2.7.1 Einzelsupervision 9
2.7.2 Gruppensupervision 9
2.7.3 Supervision in Organisationen 9
2.7.3.1 Teamsupervision 9
2.7.3.2 Organisationsberatung 10
2.7.3.3 Coaching 10
2.7.3.4 Intervision 10
2.8 Ablaufmodelle 11
2.8.1 Die ,,Phasen einer Supervisionssitzung" nach Harald Pühl 11
2.8.2 Die ,,Stufentechnik der Supervision" nach Heigel-Evers 12
2.8.3 Das Modell der ,,Kollegialen Supervision" nach Jugert 12
3. Schluß 13
4. Quellenverzeichnis 14
1. Einleitung
Im Rahmen des Studiums der Soziapädagogik/Sozialpolitik an der Universität der Bundeswehr München fand im Themenbereich Handlungskompetenzen ein zweitägiges Blockseminar mit dem Thema Supervision bei Herrn Dr. Thomas Giernalczyk statt.
In dieser Hausarbeit werde ich nun die dort besprochenen Themen anhand einschlägiger Literatur und Informationsmaterialien zentraler Institutionen aufarbeiten und versuchen einen definitorischen Gesamtüberblick über das Thema Supervision zu geben.
2. Hauptteil
2.1 Definition
2.1.1 Allgemeine Definition
Das Wort Supervision stammt ab vom lateinischen supervidere was bedeutet, etwas von oben überblicken.
Eine andere, aber sinngemäße Wortherkunft läßt sich auch aus dem Englischen herleiten: super (engl.) bedeutet höchst oder hervorragend; vise (engl.) bedeutet beaufsichtigen. Super-vision wäre demnach (wörtlich übersetzt) die Ober-Aufsicht, der Supervisor (engl.) der Inspektor.1
,,Supervision ist die erforderliche Distanz zum eigenen Tun. »Was wir dringend brauchen, ist konstruktive Kritik von Menschen, die wir respektieren!« (Warren Bennis)"2
Die Brüder Gonschorrek erklären Supervision wie folgt :
Als Ausgangsproblem nennen sie die Furcht deutscher Führungskräfte, jemand könne annehmen, sie hätten Führungsprobleme. Die Lösung (Supervision) soll daher Führungskräften helfen, sich ihrer Probleme anzunehmen und geeignete Problemlösungsstrategien zu entwickeln.
,,Supervision soll durch Anstoßen, Organisieren und Moderieren dazu beitragen, daß sich Arbeitsvorgänge verbessern, indem mehr Wissen, Professionalität und Reflexion (= Überdenken) darin vorkommen. Dabei sollen auch soziale und situative Probleme gelöst werden, die den Arbeitsvorgang erschweren und belasten."3
2.1.2 Definition der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv)
Die Deutsche Gesellschaft für Supervision definiert Supervision in ihrem Konzept von 1996 wie folgt:
„Supervision ist eine Beratungsmethode, die zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt wird.
Supervision bezieht sich dabei auf psychische, soziale und institutionelle Faktoren.“4 Supervision hat dabei Szenen, Probleme und Konflikte des beruflichen Alltages zum Gegenstand. Sie fördert in gemeinsamer Suchbewegung das Lernen von Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen und verbessert dabei deren Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Sie arbeitet selbstreflexiv, das heißt sie instruiert oder schult nicht.
Supervision nützt des weiteren der Personalentwicklung, der Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit, der emotionalen Entlastung, der Persönlichkeitsentwicklung sowie dem professionellen Umgang mit Klienten und Kunden. Somit unterstützt Supervision die Entwicklung von Konzepten, die Begleitung von Strukturveränderungen und die Entwicklung der eigenen Berufsrolle.5
2.1.3 Weitere Definitionen
In der Literatur sind ebenfalls etliche Definitionen zu finden. Ich werde an dieser Stelle einige wenige anführen, um einen Überblick zu verschaffen, und Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Autoren zu verdeutlichen:
„Supervision ist eine Methode auf dem Gebiet der Ausbildung und Kompetenzerweiterung und als solche ist sie auf das Lernen selbstständig und integrativ zu arbeiten bei der Ausübung eines dienstleistenden Berufes gerichtet, wobei die Beziehungsaspekte eine wichtige Rolle spielen. Supervision spezifiziert sich als Methode durch seine Zielsetzung, Grundstruktur und methodischen Ausgangspunkte, die miteinander in Zusammenhang stehen.“6
„Supervision ist berufsbezogene Beratung im Spannungsfeld von Person–Institution– Klientel.“7
2.2 Geschichte der Supervision
Die Geschichte der Supervision ist eng verknüpft mit der Geschichte der Sozialarbeit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bilden sich in Nordamerika gemeinnützige Wohlfahrtsorganisationen, die zur Anleitung, Führung und Beratung ihrer ehrenamtlichen Helfer spezielle Mitarbeiter einsetzen. Der Grundstein für Supervision ist gelegt.
[...]
1 Vgl. Gonschorrek, Ulrich: Managementpraxis von A bis Z ..., Frankfurt a.M., 1999, S. 359
2 ebenda
3 ebenda
4 Homepage der DGSV: www.dgsv.de
5 vgl. Homepage DGSv, hier die Verbände Nürnberg, Region Weser-Ems, Mainfranken.
6 Frans Siegers: Professionalisierung von Supervision, in: Harald Pühl, Handbuch der Supervision (Bd.1): Beratung und Reflexion in Ausbildung, Beruf und Organisation, Berlin, 1990, S.37
7 Peter Becker: Externe Supervision – Interne Supervision, in: Harald Pühl: Handbuch der Supervision (Bd.2), Berlin 1994, S. 344
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: