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John Stuart Mill: Considerations on Representative Government

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 25 Pages
Author: Andreas Schlatter
Subject: Law - Public Law / Constitutional Law / Basic Rights

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 25
Grade: Gut (CH: 5; D: 2)
Language: German
Archive No.: V22012
ISBN (E-book): 978-3-638-25471-7

File size: 253 KB
Notes :
Gemäss Bewertung des Seminarleiters eine der besten eingereichten Arbeiten.



Excerpt (computer-generated)

John Stuart Mill: Considerations on
Representative Government

 


von: Andreas Schlatter

Inhaltsverzeichnis

1 HINTERGRUND 4

1.1 Geschichtlicher Hintergrund – England im 19. Jahrhundert 4
1.2 Mills Werdegang 5

2 CONSIDERATIONS ON REPRESENTATIVE GOVERNMENT 7

2.1 Vom Befürworter einer reinen zum Anhänger einer gemässigten Form von Demokratie (Einfluss Toquevilles) 7
2.2 Mills Kriterien einer guten Regierungsform 9
2.3 Repräsentativregierung als anzustrebende Regierungsform 10
2.4 Gefahren und Schwächen der Repräsentativverfassung 12
2.5 Absicherung gegen die Gefahren der Repräsentativregierung 13

2.5.1 Wahlsystem nach Thomas Hare 13
2.5.2 Wahlrechtsausschlüsse als Ausnahmefälle 15
2.5.3 Pluralstimmrecht 16
2.5.4 Der Verwurf des geheimen Wahlrechts 18
2.5.5 Freies Mandat für die Repräsentanten 19
2.5.6 Bildung für alle als Grundlage der staatlichen Ordnung 19

3 GEDANKEN ZU MILLS IDEE DER WAHLRECHTSBESCHRÄNKUNG 20

3.1 Missbrauch von Mills Idee der Bildungsqualifikation („literacy tests“ in den USA) 20
3.2 Argumente für eine Einschränkung des allgemeinen Wahlrechts? 22
3.3 Schlussbemerkungen 23

LITERATURVERZEICHNIS 25

 

 

 


1 Hintergrund

1.1 Geschichtlicher Hintergrund – England im 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert war in England das Zeitalter der umfassenden Reformen: Die industrielle Revolution, die gesellschaftliche Neuordnung der Klassen durch die Stärkung des Mittelstandes und der Arbeiterschaft sowie zwei Parlamentsreformen führen zu weitreichenden Umwälzungen, welche schliesslich das „Viktorianische Zeitalter“ einläuten.

Die schnelle Industrialisierung des damaligen Agrarstaates verbundenen mit einem überproportionalen Bevölkerungswachstum führten zur Bildung eines grossen städtischen Proletariats und damit einhergehend zu erhöhter Arbeitslosigkeit und Armut. Maschinenrevolten, ein gescheiterter Generalstreik und menschenverachtende Frauen- und Kinderarbeit unter heute unvorstellbaren Bedingungen waren Begleiterscheinungen dieser rasanten Veränderungen. Diese unterprivilegierten Bevölkerungsschichten - von der politischen Herrschaft ausgeschlossen - organisierten sich in politischen Vereinen und Gewerkschaften, welche aber zunächst von der Regierung unterdrückt werden. Die Forderung: Beschneidung der aristokratischen Macht und Einführung einer absoluten Gleichheit und Gleichberechtigung aller Klassen.1 Erst allmählich passt sich die englische Aristokratie den neuen sozialen Gegebenheiten an. So wird durch die Parlamentsreformen von 1831 und 1867 unter anderem das Wahlrecht auf die Mittelklasse und einen Teil der Arbeiterschaft ausgedehnt.

Das Ergebnis der Parlamentsreformen und des daraus resultierenden wachsenden Wohlstandes, der nun alle Gesellschaftsschichten erreicht, ist das Viktorianische Zeitalter, welches durch ein die Gesamtgesellschaft durchdringendes Gemeinschaftsgefühl mit gewissen über alle Schichten hinweg geltenden „Volkstugenden“ wie Fleiss, feste moralische und sittliche Grundsätze und einen gemeinsamen Glauben an den beständigen Fortschritt geprägt ist.2 Das Viktorianische Zeitalter bringt für das englische Volk einerseits die relative Einflusslosigkeit des Staates auf das Privatleben des einzelnen: wenig Steuern, kein reguliertes Sozialleben, eine öffentliche Gewalt fast ohne Zwang – eine Zeit des Friedens und Wohlstandes. Auf der anderen Seite waren die gesellschaftlichen und sozialen Normen und Werte derart fest verankert und dominierend, dass Andersdenkende automatisch in eine Aussenseiterstellung gedrängt wurden. Das Denken über Wissenschaft und Technik war orthodox und einseitig, die Sittenmoral sehr strickt und prüde.

1.2 Mills Werdegang

[...]


1 Vgl. Maier, Rausch, Denzer, S. 204
2 Vgl. Jacobs, S. 9


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