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Hauptseminararbeit, 2002, 27 Seiten
Autor: Markus Tiefensee
Fach: Theologie - Praktische Theologie
Details
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Katholisch-Theologische Fakultät)
Tags: Einnisten, Ruppel, Rose), Biblische, Anlehnungen, Musikalische, Struktur, Interpretation, Hauptseminar, Kirchenjahr, Kirchenlied
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-25571-4
ISBN (Buch): 978-3-638-64741-0
Dateigröße: 242 KB
Analyse des Liedes "Einnisten will ich mich" von Paul Ernst Ruppel und Kurt Rose. Inklusive Notation und musikalischer Betrachtung.
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Zusammenfassung / Abstract
Musik hat im Christentum wie im Judentum schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Die Heilige Schrift ist reich an Stellen, die dies belegen. Egal, ob sie dem Lob Gottes (vgl. Ps 33; Ps 150; Kol 3,16) oder der Klage (vgl. 2 Chr 35,25; Klgl) dient, sich im Tanz als Ausdruck der Freude niederschlägt (vgl. Ex 25,20) oder im Gottesdienst Verwendung findet (vgl. Eph 1,3-14; Kol 1,12-20) – Glaube und Musik liegen eng beieinander. Luther bezeichnet die Musik als die höchste aller Künste, da sie der Theologie am nächsten stünde. Johann Walter nennt sie sogar die Schwester der Theologie. In der Kirche wurde die Musik von Anfang an als wesentliches und notwendiges Element des Gottesdienstes angesehen. Das Zweite Vatikanische Konzil schließlich widmet ihr in der Konstitution über die heilige Liturgie "Sacrosanctum Concilium" das gesamte sechste Kapitel (SC 112-121). Das Konzil bescheinigt ihr, als der mit dem Wort verbundene gottesdienstliche Gesang ein notwendiger und integrierender Bestandteil der feierlichen Liturgie zu sein. Von dem Schriftsteller Kurt Rose und dem Komponisten Paul Ernst Ruppel stammt das evangelische Osterlied „Einnisten will ich mich“ von 1987, in dem es um die endzeitliche Auferstehung der Toten geht. Wie die beiden diese zentrale christliche Botschaft in Text und Musik umsetzen, wird in dieser Arbeit untersucht.
Textauszug (computergeneriert)
„Einnisten will ich mich“ (P.E. Ruppel / K. Rose)
Biblische Anlehnungen. Musikalische Struktur. Interpretation.
von: Markus Ophey
Inhalt
Einleitung 3
1 Kurzbiographien 5
1.1 Der Texter Kurt Rose 5
1.2 Der Komponist Paul Ernst Ruppel 5
2 Der Text 7
2.1 Einführung 7
2.2 Die Struktur 7
2.3 Biblische Anlehnungen und ihre Bedeutung 8
2.3.1 Die erste Strophe .. 8
2.3.2 Die zweite Strophe 10
2.3.3 Die dritte Strophe 11
3 Die Musik 13
3.1 Einführung 13
3.2 Musikalische Struktur 15
3.2.1 Der Aufbau 15
3.2.2 Die Rhythmik 15
3.2.3 Die Melodie 15
3.2.4 Tonart und Modulationen 16
4 Die Einheit von Text und Musik 18
4.1 Einführung 18
4.2 Die Beharrlichkeit des Sängers 18
4.3 Der Spiralenwirbel des Mantels Christi 19
4.4 Ganzheit und Fülle 20
4.5 Gott als Ziel und Höhepunkt des Liedes 20
5 Interpretation und Beurteilung 21
5.1 Interpretation 21
5.1.1 Ein kühner Wunsch 21
5.1.2 Der Sänger als Zeuge der endzeitlichen Auferstehung 22
5.1.3 Das Ziel der Gläubigen: Das Angesicht Gottes 22
5.2 Beurteilung 23
5.2.1 Unerhörtes und Ungehörtes 23
5.2.2 „Einnisten will ich mich“ – ein Osterlied? 24
5.2.3 Praktische Verwendung 25
5.2.4 Zusammenfassung 26
Literaturverzeichnis 27
Einleitung
Musik hat im Christentum wie im Judentum schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Die Heilige Schrift ist reich an Stellen, die dies belegen. Egal, ob sie dem Lob Gottes (vgl. Ps 33; Ps 150; Kol 3,16) oder der Klage (vgl. 2 Chr 35,25; Klgl) dient, sich im Tanz als Ausdruck der Freude niederschlägt (vgl. Ex 25,20) oder im Gottesdienst Verwendung findet (vgl. Eph 1,3-14; Kol 1,12-20) – Glaube und Musik liegen eng beieinander. Luther bezeichnet die Musik als die höchste aller Künste, da sie der Theologie am nächsten stünde.1 Johann Walter nennt sie sogar die Schwester der Theologie.2
In der Kirche wurde die Musik von Anfang an als wesentliches und notwendiges Element des Gottesdienstes angesehen.3 Die Wurzeln der Kirchenmusik liegen im jüdischen Synagogalgesang4, wobei man sich sowohl jüdischer Gesänge (z.B. Psalter) als auch hellenistischer Formen (Hymne und Ode) bediente.5 Wurde sie zunächst von Ordinierten und Gemeinde gemeinsam getragen, so kam ihr mit Beginn der Mehrstimmigkeit im 12. Jahrhundert allerdings nur noch liturgiebegleitende Funktion zu6. Das Zweite Vatikanische Konzil schließlich spricht der Kirchenmusik selbst wieder liturgischen Vollzug zu7 und widmet ihr in der Konstitution über die heilige Liturgie "Sacrosanctum Concilium" das gesamte sechste Kapitel (SC 112-121). Das Konzil bescheinigt ihr, als der mit dem Wort verbundene gottesdienstliche Gesang ein notwendiger und integrierender Bestandteil der feierlichen Liturgie zu sein.8 Es heißt sogar:
„Ihre vornehmste Form nimmt die liturgische Handlung an, wenn der Gottesdienst feierlich mit Gesang gehalten wird“.9 Ihr Ziel sei die Ehre Gottes und die Heiligung der Gläubigen10, und sie müsse „mit größter Sorge bewahrt und gepflegt“ werden11. Und so ordnet das Konzil an: „Die Kirchenmusiker mögen [...] sich bewußt sein, daß es ihre Berufung ist, die Kirchenmusik zu pflegen und deren Schatz zu mehren. Sie sollen Vertonungen schaffen, welche [...] die tätige Teilnahme der ganzen Gemeinde der Gläubigen fördern.“12
Diesen Auftrag haben Kirchenmusiker bis in die jüngste Zeit hinein auf die verschiedensten Weisen erfüllt. Von dem Schriftsteller Kurt Rose und dem Komponisten Paul Ernst Ruppel stammt das evangelische Osterlied „Einnisten will ich mich“ von 1987, in dem es um die endzeitliche Auferstehung der Toten geht. Wie die beiden diese zentrale christliche Botschaft in Text und Musik umsetzen, wird in dieser Arbeit untersucht. Im folgenden soll zunächst kurz auf die Biographien von Rose und Ruppel eingegangen werden. Hieran schließt sich eine ausführliche Behandlung des Liedes „Einnisten will ich mich“ hinsichtlich Text und Musik an. Den Abschluß bildet eine Interpretation und Beurteilung.
1 Kurzbiographien
1.1 Der Texter Kurt Rose
[...]
1 Vgl. Blankenburg, Walter: Kirche und Musik. Gesammelte Aufsätze zur Geschichte der gottesdienstlichen Musik. Zu seinem 75. Geburtstag hrsg. von Erich Hübner und Renate Steiger, Göttingen 1979, 317.
2 Vgl. ebd.
3 Vgl. Musch, Hans: Musik im Gottesdienst, in: Derselbe (Hrsg.): Musik im Gottesdienst. Ein Handbuch zur Grundausbildung in der katholischen Kirchenmusik, Bd.1, Regensburg 21983, 7.
4 Vgl. Massenkeil, Günther: Kirchenmusik II, in: 3LThK 6, 28.
5 Vgl. Schuberth, Dietrich: Kirchenmusik, in: 2TRE 18, 651.
6 Vgl. Massenkeil, 28-30.
7 Vgl. ebd., 30.
8 Vgl. SC 112.
9 SC 113; zit. n.: Rahner, Karl / Vorgrimler: Kleines Konzilskompendium. Sämtliche Texte des Zweiten Vatikanums, Freiburg i. Breisgau 261994.
10 Vgl. SC 112.
11 Vgl. SC 114.
12 SC 121.
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