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Augustus und der Senat

Scholary Paper (Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Lukasz Sokolowski
Subject: Law - Philosophy, History and Sociology of Law

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 12
Language: German
Archive No.: V22646
ISBN (E-book): 978-3-638-25927-9

File size: 162 KB


Excerpt (computer-generated)

Augustus und der Senat

 


von: Lukasz Sokolowski

Gliederung

I. Einführung 1

II. Hauptteil 2

1. Die scheinbare Wiederherstellung der Republik 2
2. Neuverteilung der Kompetenzen  3
3. Nomination und Commendation  5
4. Der Zensus und die Regelung des Zugangs zum Senat 6
5. Senatoren im Dienst des Prinzeps 9
6. Consilium des Augustus 11
7. Richterliche Befugnisse des Senats  12
8. Die Legitimation der Macht des Augustus  13

III. Zusammenfassung 17

 

 



I. Einführung

Aus den Wirren des römischen Bürgerkriegs mitsamt der Ermordung Caesars ging mit Octavian ein Herrscher hervor, dessen politisches Handeln die Phantasie der Forscher bis heute anregt. Durch den Sieg bei Actium war Octavian der unangefochtene Führer in der römischen Welt. Sein verfassungsrechtlicher Status hingegen war unsicher. Noch war Rom eine Republik mit 2 Konsuln und einem Senat als Machtträger, aber eine freiwillige Beschränkung oder Zurücklegung der Macht, kam bei Octavian nicht in Frage. Eine Einigung mit dem Senat musste unbedingt herbeigeführt werden. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage, wie es dem Octavian gelungen ist, die Autorität des Senats wieder zu neuem Leben zu erwecken und auf diesem Grund die Fundamente des Staates zu legen, die die Zeit überdauern werden. Wir setzen uns mit dem Thema Augustus und der Senat auseinander und wir erstellen eine Beschreibung der Verhältnisse, die zur Entstehung eines einheitlichen und in sich geschlossenen Systems beigetragen haben.

Wir erläutern die Rolle der Senatoren im Dienst des Prinzeps, die Neuverteilung der Kompetenzen und zum Schluss machen wir Bemerkungen zu den ständigen Versuchen der Legitimation von Macht des Augustus. Behilflich bei unseren Überlegungen wird Monumentum Ancyranum – der Tatenbericht des Augustus sein.

II. Hauptteil

1. Die scheinbare Wiederherstellung der Republik

Am 13.Januar 27 v. Chr, im Jahre seines siebten Konsulats, kündigte Augustus in einer Rede vor dem Senat seine Absicht an, res publica zurückzugeben, also sämtliche Vollmachten aufzugeben und Privatmann zu werden. Octavian hätte damit die wichtigste offizielle Basis seiner Macht aufgegeben. Er hatte den Senat offensichtlich verblüfft, was er beabsichtigt haben dürfte. Um die gewünschten Reaktionen zu erhalten, hatte er seine Freunde von seinem Plan in Kenntnis gesetzt. Sie spendeten ihm für seine Ansprache lebhaften Beifall. Bei der großen Mehrheit der Senatoren herrschte jedoch Verwunderung, aber niemand wagte in dieser Situation, offen seine Meinung zu dem Gesagten zu äußern. 1

Der Senat, dem Oktavian Augustus im Januar 27 v. Chr. die res publica zurückgab, war nicht mehr der Senat des Jahres 44 v. Chr. In den vergangenen 17 Jahren hatte sich die hohe Körperschaft wesentlich verändert. Im Dezember 43 v. Chr. gab es in Rom nur 17 Consulare, von denen die meisten politisch keine große Bedeutung hatten. Bald sank die Zahl der Consulare noch weiter und im Jahre 40 v. Chr., gab es außer der Triumvirn höchstens noch 12 Konsuln. Der Senat, der im Jahre 27 v. Chr. den jüngeren Caesar als Augustus grüßte, zählte jedoch wieder an die vierzig Consulare. Diese Zahl kam durch die Bestellung der neuen Leute – homines novi – zustande.2 Der Neubau von Staat musste scheitern, wenn es nicht gelang, eine kaisertreue politische Elite heranzubilden. 3

[...]


1 Dettenhofer S. 73-74
2 Kienast S. 126
3 Vittinghoff S. 58


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