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Nationale Interessen und Wirtschaftsinteressen und ihr Einfluß auf die Irakpolitk europäischer Staaten und der USA

Scholary Paper (Seminar), 2003, 22 Pages
Author: Tobias Senzig
Subject: Politics - Political Systems - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V23112
ISBN (E-book): 978-3-638-26300-9

File size: 415 KB
Notes :
Irak, Erdöl, Golfkrieg, Arabien, wirtschaftsinteressen



Excerpt (computer-generated)

Nationale Interessen und Wirtschaftsinteressen und ihr
Einfluß auf die Irakpolitk europäischer Staaten und der USA

 


von: Tobias Senzig

INDEX

1. Einleitung 3

2. Der Irak  4

2.1 Geographischer, historischer und ökono mischer Überblick 4

2.1.1 Geographisches  4
2.1.2 Historisches 4
2.1.3 Politisches System  5
2.1.4 Ökonomisches 6

2.2 Ethnischer Überblick  7

2.2.1 Die sunnitische arabische Bevölkerung 7
2.2.2 Die schiitische persische Bevölkerung  7
2.2.3 Die kurdische Bevölkerung  8

3. Exogene Wirtschaftsinteressen im Irak seit 1903 8

3.1 Von der ‚Turkish Petroleum Company’ bis zur ‚Iraqi Petroleum Company’  8
3.2 Die Verstaatlichung des irakischen Erdölsektors  10
3.3 Waffenlieferungen während des Ersten Golfkriegs 11
3.4 Interessenbeeinflussung und Ölpolitik verschiedener Länder im Zweiten und Dritten Golfkrieg  13

3.4.1 Vereinigte Staaten von Amerika und Großbritannien 13
3.4.2 Frankreich und Rußland  16
3.4.3 Deutschland  18

4. Schluß  19

5. Quellenangaben  20

 


 

 

1. Einleitung

Im Jahre 1980 umriß der damalige US-Präsident Jimmy Carter die Position der Vereinigten Staaten wie folgt: „Jeder Versuch einer fremden Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu erlangen, wird als Angriff auf die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen und mit allen erforderlichen Mitteln, einschließlich militärischen, abgewehrt werden.“1 Die irakische Bevölkerung hat - wie die des gesamten Mittleren Ostens - mit derartigen Doktrinen seit 100 Jahren zu kämpfen. Anstatt ihr materiellen Reichtum und Frieden zu bringen, manövrieren die enormen Bodenschätze die Region ständig in Konflikte mit Weltmächten und Kolonialherren - gerade der Blick auf das aktuelle politische Geschehen macht dies wieder deutlich. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist dem Irak seine politische Eigenständigkeit nur aus rohstoffpolitischen Gründen verwehrt worden. Erst das despotische Regime der Baath-Partei schaffte es, das Land dem Einfluß der Kolonialherren und deren riesigen Ölgesellschaften zu entziehen. Wie weit spielen sicherheitspolitische Erwägungen der Industriestaaten Westeuropas und Nordamerikas eine Rolle im Mittleren Osten? Wie groß ist der Einfluß von Interessengruppen auf die Außenpolitik dieser Länder? Können Wirtschaftsinteressen so relevant werden, daß deshalb Kriege geführt werden? Ist der Einfluß von Interessengruppen noch mit den allgemeinen Funktionen von Interessengruppen – Interessenartikulation, -aggregation, -selektion und politische Integration – vereinbar? Am Beispiel des Iraks wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. An dieser Stelle sei noch anzumerken, daß es sich als sehr schwierig herausstellte, geeignete statistische Daten über Ex- und Importe von Waren und Gütern in und aus dem Irak zu finden. Selbst im zu Rate gezogenen ‚UNCTAD Handbook of Statistics’, daß eigentlich einen groben aber kompletten Überblick über den Handel verschiedener Länder miteinander liefern soll, ist der Irak oft mit einem ‚Sternchen’ versehen, daß auf fehlende Daten hinweist. So kam es, daß sämtliche in dieser Arbeit angeführte wirtschaftliche Daten aus (angeführter) Sekundärliteratur entnommen wurde.

2. Der Irak

2.1 Geographischer, historischer und ökonomischer Überblick

2.1.1 Geographisches

Das Kernland des Iraks bilden die von Euphrat und Tigris eingeschlossenen Gebiete im Landesinneren. An der Grenze zum Nachbarn Iran ist das Zagros-Gebirge zu finden, westlich beginnt die arabische Wüste. Die wichtigsten Städte des Landes sind Mosul im Norden (570.000 Einwohner), die Hauptstadt Bagdad (4 Mio. Einwohnern) in der geographischen Mitte des Landes und im Süden die Hafenstadt Basrah (620.000 Einwohner). Die jährliche Regenmenge im Bereich der Flüsse reicht in der Regel nicht für die Landwirtschaft aus, deshalb werden die Gebiete darum seit dem Altertum künstlich mit Wasser versorgt.

2.1.2 Historisches

[...]


1 Zit. n. Woodward, Bob (1991): Die Befehlshaber, Köln.


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