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Hausarbeit, 2003, 20 Seiten
Autor: Manuel Rauschenberg
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation
Details
Tags: Bedeutung, Personalrisikomanagements
Jahr: 2003
Seiten: 20
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-28694-7
ISBN (Buch): 978-3-638-76030-0
Dateigröße: 191 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Fluktuation in Call Centern ist nicht gerade gering. Wie aber sieht es aus, wenn wichtige Entscheidungsträger das Haus verlassen und dabei vielleicht wertvolle Mitarbeiter mitnehmen? Oder wenn frustrierte Mitarbeiter sich nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren und nur „Dienst nach Vorschrift“ machen? Das ökonomische Umfeld von Unternehmen ist geprägt von einer schnell fortschreitenden Dynamisierung des Wettbewerbes und einer zunehmenden Globalisierung der Märkte. Ein rascher Wandel ist immer mit Risiken verbunden. Die Mitarbeiter, als wichtigste Ressource eines Unternehmens , blieben bisher weitestgehend außer Betrachtung. Da die Ignoranz von Personalrisiken aber zu erheblichen Kosten führen kann, ist es sehr lohnenswert sich damit zu beschäftigen. Es besteht noch ein großer Nachholbedarf hinsichtlich einer effizienten Nutzung des Potenzials der eigenen Mitarbeiter. Beispielsweise haben ca. 20 bis 25 Prozent aller Mitarbeiter innerlich gekündigt. Die Behandlung von Personalrisiken umfasst die Frage, welche Leute in Zukunft gebraucht werden, wie man sie für das Unternehmen gewinnt, sie im Unternehmen entwickelt, hält und dauerhaft motiviert. Die einzelnen Risiken müssen dabei identifiziert und greifbar gemacht werden. Nur wer seine Risiken und mögliche Auswirkungen kennt, kann negative Entwicklungen frühzeitig realisieren und denen mit bestimmten Maßnahmen entgegnen.
Textauszug (computergeneriert)
Bedeutung des unternehmerischen
Personalrisikomanagements
von: Manuel Rauschenberg
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 1
2 Begriffsbestimmungen 2
2.1 Risiko 2
2.2 Risikomanagement 2
3 Die Personalrisiken 3
3.1 Fehlende Leistungsträger (Engpassrisiko) 3
3.1.1 Bedarfslücken 3
3.1.2 Potentiallücken 4
3.1.2.1 Externe Personalrekrutierung 4
3.1.2.2 Interne Potenzialentwicklung 5
3.2 Austritt von Leistungsträgern (Austrittsrisiko) 6
3.2.1 Problem der Fluktuation 6
3.2.2 Know-how-Risiken 6
3.2.3 Arbeitszufriedenheit 7
3.3 Falsch qualifizierte Mitarbeiter (Anpassungsrisiko) 8
3.3.1 Schneller Wandel 9
3.3.2 Flexibilität 9
3.3.3 Personalentwicklung als präventive Maßnahme 11
3.4 Zurückgehaltene Leistung von Mitarbeitern (Motivationsrisiko) 12
3.4.1 Motivation 12
3.4.2 Innere Kündigung 12
3.4.3 Fehlzeiten 13
3.4.4 Burn-Out-Effekt und ältere Mitarbeiter 13
3.4.5 Führung als präventiver Ansatz 14
3.4.5.1 Verfechter von Mitarbeiter-Anliegen werden 14
3.4.5.2 Kooperative Führung 15
3.4.6 Unternehmenskultur 15
4 Abschließende Beurteilung 16
Literaturverzeichnis 18
1 Einführung
Die Fluktuation in Call Centern ist nicht gerade gering. Wie aber sieht es aus, wenn wichtige Entscheidungsträger das Haus verlassen und dabei vielleicht wertvolle Mitarbeiter mitnehmen? Oder wenn frustrierte Mitarbeiter sich nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren und nur „Dienst nach Vorschrift“ machen? Das ökonomische Umfeld von Unternehmen ist geprägt von einer schnell fortschreitenden Dynamisierung des Wettbewerbes und einer zunehmenden Globalisierung der Märkte. Ein rascher Wandel ist immer mit Risiken verbunden. Die Human Resources, als wichtigste Ressource eines Unternehmens , blieben bisher weitestgehend außer Betrachtung. Da die Ignoranz von Personalrisiken aber zu erheblichen Kosten führen kann, ist es sehr lohnenswert sich damit zu beschäftigen. Es besteht laut Kobi noch ein großer Nachholbedarf hinsichtlich einer effizienten Nutzung des Human Resources. Beispielsweise hätten 20 bis 25 Prozent aller Mitarbeiter innerlich gekündigt.1 Die Behandlung von Personalrisiken umfasst die Frage, welche Leute in Zukunft gebraucht werden, wie man sie für das Unternehmen gewinnt, sie im Unternehmen entwickelt, hält und dauerhaft motiviert. Die einzelnen Risiken müssen dabei identifiziert und greifbar gemacht werden. Nur wer seine Risiken und mögliche Auswirkungen kennt, kann negative Entwicklungen frühzeitig realisieren und denen mit bestimmten Maßnahmen entgegnen.
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Risiko
Ein Manager muss heutzutage viele zukunftsgerichtete Entscheidungen unter Unsicherheit treffen. Die Unsicherheit besteht in dem Mangel an gesichertem Wissen über entscheidungs- und handlungsrelevante zukünftige Ereignisse und Entwicklungen. Nicht selten kann jedoch aufgrund langjähriger Erfahrungen der Eintritt möglicher zukünftiger Entwicklungen zumindest mit einer (subjektiven) Wahrscheinlichkeit prognostiziert werden.2 Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer positiven oder negativen Abweichung der tatsächlichen von den geplanten Konsequenzen einer Entscheidung. Eine positive Diskrepanz wird auch als „Chance“ bezeichnet, eine negative als Risiko „im engeren Sinne“. Hier soll jedoch, wie in der Praxis üblich, die einseitige Betrachtung der ungünstigen Veränderung als Risiko bezeichnet werden. Ackermann definiert Risiko als Möglichkeit, dass sich geplante oder vorausgesetzte Ziele und Strategien eines Unternehmens, eines einzelnen Geschäftsbereiches oder eines einzelnen Entscheidungsträgers aufgrund von Störfaktoren nicht erfüllen lassen, sofern die mögliche Abweichung von den angestrebten Zielen negativ ist.3
2.2 Risikomanagement
Das Risikomanagement zielt allgemein auf die Erhaltung und erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens ab. Es umfasst sämtliche Maßnahmen, die darauf gerichtet sind: -potentielle Gefahren einer Erfolgsminderung zu identifizieren und zu bewerten, - den Eintritt von Risiken zu verhindern oder abzuschwächen Erfolgspotentiale des Unternehmens lassen sich durch eine Stärken-Schwächen- Analyse, die eine Risiko-Chancen-Analyse integriert, nachhaltig sichern. Damit kommt die strategische Bedeutung des Risikomanagements als Führungsaufgabe zum Vorschein. 4
3 Die Personalrisiken
3.1 Fehlende Leistungsträger (Engpassrisiko)
Laut Kobi werden in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter in allen Bereiche fehlen. Dies hat zur Folge, dass bestimmte Projekte und Entwicklungen nicht umgesetzt werden können, weil das notwendige Know-how nicht vorhanden ist.5 Seit August 2000 gibt es beispielsweise eine Green Card für ausländische Software- Ingenieure, um so Spezialisten ins Land zu holen und die Lücke an Fachleuten zu schließen6. Ebenso wie fehlendes Know-how, können fehlende personelle Kapazitäten dafür verantwortlich sein, dass ganze Projekte nicht stattfinden können, ohne eine personelle Anpassung durchzuführen.7 So dehnte die Volkswagen AG, die im November 1993 die 28,8 –Stunden-Woche eingeführt hatte, die Arbeitszeit in dreien ihrer Werke bereits im Mai 1994 wieder aus, weil sich die Auftragslage unerwartet günstig entwickelt hatte.8 Die Friedrichshafen AG geriet in eine ähnliche Situation: Sie musste im Mai 1994 ihre Produktionsplanung nach oben korrigieren und machte daraufhin 165 im Dezember entlassenen Mitarbeitern ein Wiedereinstellungsangebot. 9 Kobi unterscheidet allgemein Bedarfslücken und Potentiallücken.
3.1.1 Bedarfslücken
[...]
1 Vgl. Kobi, J-M. (2002) S.22
2 Vgl. hierzu und im folgenden Büschgen (1993) S. 735
3 Vgl. Ackermann (1999) S. 48
4 Vgl. Büschgen (1993) S. 736
5 Kobi, J.-M. (2002) S. 35
6 www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,257250,00.html
7 Kobi,J-M. (2002) S. 14
8 Süddeutsche Zeitung 19.05.1994
9 Vgl. Schneider, M (1998) S. 25
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