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Veranstaltung: Globalisierung - Fluch oder Segen?
Institution/Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Emden (FB Sozialwesen)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 208 KB
Archivnummer: V27359
ISBN (E-Book): 978-3-638-29431-7

Textauszug (computergeneriert)

Globalisierung und ihre Alternativen

von: Peter Niemeier

 


Inhaltsangabe

1. Einleitung 3

2. Der Globalisierungsprozess 4

3. Geschichte der Globalisierung  5

4. Erläuterung des Begriffs „Globalisierung“ 6

5. Absichten und Folgen im „Sinne der Globalisierung“ 9

6. Geschichte des „Globalen Widerstandes“ 12

7. Wer sind die Kritiker der Globalisierung?  14

8. Kritik an der neoliberalen Globalisierung 15

9. Alternativen zur neoliberalen Globalisierung 17

10. Epilog  19

11. Literaturverzeichnis 20

12. Internetadressen  21


 

 

1. Einleitung

Durch das Zeitalter der Globalisierung ist es zu einer Menge Veränderungen und Prozessen in der Weltwirtschaft gekommen. Die Globalisierung wird, von seinen Befürwortern, als eine Methode angepriesen, die zur Verbesserung der weltwirtschaftlichen Lage führen soll. Durch die angebliche Liberalisierung der Handelsstrukturen in den verschiedenen Nationen und Ländern sollen die Handelsbedingungen erleichtert werden, um somit die Marktwirtschaft anzukurbeln. Organisationen und Institutionen, wie z.B. die Welthandelsorganisation (WTO), Weltbank und das Weltwirtschaftsforum waren es, die dem Schlagwort „Globalisierung“ Leben einhauchten und somit auch für die Methoden und den Ablauf einer solchen Globalisierung verantwortlich sind. Es handelt sich hierbei um ein Wirtschaftssystem, das angeblich nur die kapitalistischen Interessen der Großkonzerne vertritt. Doch nicht jeder profitiert von dem System der Globalisierung. Es haben sich im Laufe der Zeit viele Kritiker und Gegner aufgetan und ihre klaren Ansichten gegen eine Globalisierung in ihrer jetzigen Form ausgesprochen. Laut ihren Aussagen wurde die Globalisierung von den Lakaien des Großkapitals als Wohlstandsbringer verkauft, und dennoch wächst die Armut in der einfachen Bevölkerung. Die großen Konzerne jedoch machen unglaublich hohe Gewinne. Die Marktwirtschaft blüht durch die Folgen der Globalisierung wie nie zuvor auf, und die Großindustrieellen verdienen sich ihre „goldene Nase“. Für die einfache Arbeitnehmerschaft ist diese Entwicklung aber gewiss kein Segen. Sie darf sich mit Lohnkürzungen und einer immer mehr steigenden Produktivität (mehr Arbeitsstunden) abfinden. Der Facharbeiter wird zum Dumpingpreisarbeiter, damit der Arbeitgeber, in seinen profitmaximierenden Absichten, mit den anderen kapitalistischen Konkurrenten mithalten kann. Was genau ist Globalisierung? Wie ist sie entstanden und was für Ziele verfolgt sie? Was für positive und negative Auswirkungen hat sie auf unsere Gesellschaft und was Bezwecken die Globalisierungskritiker und Gegner? Und was gibt es aus Sicht der Kritiker und Gegner für Alternativen zur jetzigen Form der Globalisierung? Mit diesen Fragen möchte ich mich in meiner Hausarbeit näher auseinander- setzen, um etwas mehr Licht in dieses aktuelle und wichtige Thema zu bringen.

2. Der Globalisierungsprozess

Mit am bedeutendsten ist der Globalisierungsprozess für die transnationalen Konzerne, sie gehören mit zu den wichtigsten Akteuren. Dies beschränkt sich nicht nur auf den Wachstum der Konzerne (internationale Ausbreitung, finanziell größere Gewinne), sondern auch auf ihren Strategien und Strukturveränderungen. Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Hochphase des Welthandels, diese wurde jedoch durch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise (1929) ständig unterbrochen. Im Jahre 1947 kam es mit der Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und das Welthandelsabkommen GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) zu einer schleppenden, aber beständigen Wiederbelebung. In den 80er Jahren wurde ein großes Ausmaß der Welthandelsintegration erreicht, der sich noch steigern sollte.

Die Globalisierung ist als politische und wirtschaftliche Krisenstrategie zu sehen, die aus dem Hintergrund der binnen- und weltwirtschaftlichen Krisenerscheinung Ende der 60er – Mitte der 70er Jahre entstanden ist. Die Krisenzeit beinhaltete eine Sättigung der Märkte für standardisierte Massengüter, zunehmende internationale Konkurrenz, Wachstumsschwankungen, Grenzen der Produktivitätssteigerung aufgrund der Übersättigung, sowie weltwirtschaftliche Turbolenzen, wie die Krise des Dollars als Weltgeld und die Ölkrise. Bei vielen Ländern ist die Erwerbslosigkeit und die Staatsschulden stark angestiegen. 1 Die Globalisierungsidee führte zu einer Hinwendung zur angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, zu einer Deregulierung der Arbeitsverhältnisse, der Privatisierung staatlicher Unternehmen und der Liberalisierung des grenzüber- schreitenden Waren- und Kapitalverkehrs. Die Marktwirtschaft sollte sich wieder frei entfalten können und neue Gewinne erwirtschaften. Jedoch wurde nicht getreu dem Motto: „Umbau des zu teuren und ineffizienten Sozialstaats“ gehandelt, sondern eher ein Abbau der sozialen Staatsaufgaben betrieben. Die Idee zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit in der internationalen Standortkonkurrenz lief auf den Versuch einer Lösung der wirtschaftlichen Probleme auf Kosten Anderer hinaus (z.B. Dritte- Welt- Länder und Arbeitnehmer).2

3. Geschichte der Globalisierung

[...]


1 Vgl. www.int-protest-action.tripod.com/id22.htm

2 Vgl. Plate, B., v.: „Grundzüge der Globalisierung“: in: „Informationen zur politischen Bildung – Globalisierung“, bpb, Bonn, 3. Quartal 2003, S.5

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