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Schreibentwicklung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Magistra artium Yvonne Rudolph
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V27531
ISBN (E-book): 978-3-638-29561-1

File size: 232 KB


Excerpt (computer-generated)

Schreibentwicklung

von: Yvonne Manske

 


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Vorbemerkung S. 3
1.2 Tendenzen der Schreibentwicklung S. 3

2.0 Erläuterung der Modelle C. Bereiters und H. Feilkes

2.1 Das Schreibentwicklungsmodell Modell C. Bereiters S. 4
2.2 Das Schreibentwicklungsmodell Modell H. Feilkes S. 7

3.0 Analyse eines Schülertextes

3.1 Deutung nach C. Bereiters und H. Feilkes Modell S. 12
3.2 Revidierung der entwicklungspsychologischen Sicht S. 13
3.3 Fazit S. 16

4.0 Alternativen zum entwicklungspsychologischen Ansatz

4.1 Der philologische Blick S. 17
4.2 Der lernsensitive Blick S. 18

5.0 Abschließende Beobachtung S. 18

6.0 Bibliographie S. 20


 

 

1.0 Einleitung

1.1 Vorbemerkung

Die vorliegende Hausarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die Schreibentwicklungsmodelle C. Bereiters und H. Feilkes im Hinblick darauf zu untersuchen, inwiefern eine entwicklungspsychologische Deutung der Modelle, wie sie Augst und Faigel unternommen haben, Erkenntnisse über den Entwicklungsstand eines Schülers zulässt, oder an ihre Grenzen stoßen kann. Hierzu sollen Bereiters und Feilkes Theorien vorgestellt und empirisch, anhand eines Schülertextes, überprüft werden. In diesem Kontext wird ein Exkurs über „Mündlichkeit und Schriftlichkeit“ erfolgen, der ein grundlegendes Problem von Schülern im Umgang mit schriftlicher und mündlicher Sprache thematisiert. Abschließend geht es darum, einige Alternativen zum entwicklungspsychologischen Ansatz zu nennen und in einer Schlussbeobachtung die Essenz der Studie zusammenzufassen.

1.2 Tendenzen der Schreibentwicklung

Bis in die 70`er Jahre hinein wurde Schreibentwicklung eher statisch betrachtet; man versuchte durch Klassifizieren von Grammatik und Orthographie der Schülertexte, Aussagen über den Schreibentwicklungsstand der Schreiber zu treffen. 1 Modelle von Bereiter, sowie von Flowers und Hayes zählen zu den wichtigsten Vertretern der neuen Richtung der Schreibentwicklungsforschung, welche mit den 80`er Jahren einsetze. Bis heute sind diese Theorien relevant, da sie Schreiben als einen dynamischen Prozess verstehen und die kognitiven Operationen während des Schreibens reflektieren, sowie die einzelnen Stadien auf dem Weg zu gelungenem Schreiben definieren. Zeitgenössischer Theorie zufolge ist der Schriftspracherwerb „in den letzten Jahren in zunehmendem Maße als Untersuchungsgegenstand und zentrales Aufgabenfeld der Deutschdidaktik in den Blick gerückt.“2 Eine angemessene schriftsprachliche Kompetenz ist Voraussetzung für eine „erfolgreiche Biographie.“3 Derzeit befindet sich „Schreiben im Umbruch“, was bedeutet, dass auch die Schreibentwicklung und die entsprechende wissenschaftliche Perspektive von Veränderungen geprägt sein wird.4

2.0 Erläuterung der Modelle C. Bereiters und H. Feilkes

2.1 Das Schreibentwicklungsmodell C. Bereiters

C. Bereiter hat in seinem Artikel „Development in writing“ sechs verschiedene Wissens- und Fähigkeitsbereiche definiert, die Ausdruck von Schreibkompetenz sein können. Dazu gehören: „fluency in producing language, fluency in generating ideas, mastery of written conventions (…), literary appreciation and discrimination and reflektive thought”5

Das Interessante an Bereiters Modell ist, dass er die kognitiven Fähigkeiten des Schreibers als Bedingung für gelingendes Schreiben betrachtet. Allerdings meint Bereiter mit dem Begriff „kognitiv“, (wie häufig missverstanden) nicht eine „allgemeine, geistige, moralische, soziale oder auch sprachliche Entwicklung“6, die außerhalb des Schreibens geschieht. Stattdessen bezieht er sich auf Formen von Denkoperationen während des Schreibprozesses, die bislang wenig erforscht wurden, da man bis in die 70èr Jahre das Textprodukt im Sinne „syntaktischer Komplexität“ und „Altersachse“7 nicht aber den Schreibprozess selbst beurteilt und untersucht hat. Daher argumentiert Swantje Weinhold:

„Nur wenn Schreibentwicklung die speziellen Kognitionen der Schreibbedingungen untersucht, sind schreibrelevante Aussagen über Entwicklung möglich.“8 Um die Wirkung der einzelnen Schreibfähigkeiten zu benennen, hat Bereiter die „Stufe“ als eine Organisationsform des Schreibprozesses eingeführt. Wichtig ist, dass diese jeweils nicht „statisch und homogen“ ist „sondern vorangegangene Formen in sich birgt“9 Am Anfang der Schreibentwicklung steht das auf den „Prozess“ konzentrierte „Assoziative Schreiben“ als wenig geordnete Form der ersten gedanklichen Strukturierung. Der Schreiber schreibt „solange ihm etwas einfällt“. 10

[...]


1 Vgl. Weinhold, Swantje : Text als Herausforderung. Zur Textkompetenz am Schulanfang mit 296 Schülertexten aus Klasse 1. Freiburg: Fillibach, 2000, S. 37-56.

2 Deutschdidaktik aktuell. Hrsg. von G. Lange, K. Schuster u. W. Ziesenis. Hohengehren, 2000.

3 Vgl. Ott, Margarete: „Schreiben in der Sekundarstufe I....In: Deutschdidaktik aktuell. Hohengehren,, 2000, S. 16.

4 Siehe H. Feilke / P. Portmann (Hrsg.): Schreiben im Umbruch. Schreibforschung und schulisches Schreiben. Stuttgart, 1996.

5 Weinhold, Swantje 2000, S. 37.

6 Ebd.

7 Vgl. ebd.

8 Ebd.

9 Ders. S. 41.

10 Ders., ff.


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