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Autor: Christin Mosebach
Fach: Gesundheitswissenschaften
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (IGTW Fachrichtung Gesundheit)
Tags: Bandscheibenvorfall, Anatomie, Physiologie, Pathologie
Jahr: 2004
Seiten: 41
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2214 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-30565-5
Es gab für diese Arbeit keine konkrete Benotung, aber als Einschätzung ein sehr gut.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Hamburg
IGTW – Fachrichtung Gesundheit
Gesundheits-Krankheitslehre GKL V (APP V)
Karl-Georg Dorst
Wintersemester 2003/2004
Die Wirbelsäule
- Der lumbale Bandscheibenvorfall -
vorgelegt von:
Christin Mosebach
7. Semester GWL Gesundheit / Wirtschaft
Inhalt
1. Einleitung 5
2. Physiologische Anatomie 6
2.1 Die Wirbelsäule als Ganzes 6
2.1.1 Einteilung der Wirbelsäule 6
2.1.2 Form der Wirbelsäule 7
2.1.3 Funktion der Wirbelsäule 8
2.1.4 Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule 8
2.2 Aufbau der Skelettelemente der Wirbelsäule 9
2.2.1 Allgemeiner Aufbau eines Wirbels 9
2.2.1.1 Besonderheiten des Halswirbels 11
2.2.1.2 Besonderheiten des Brustwirbels 12
2.2.1.3 Besonderheiten des Lendenwirbels 12
2.2.2 Aufbau des Kreuzbeins 13
2.2.3 Aufbau des Steißbeins 14
2.3 Verbindungen innerhalb der Wirbelsäule 14
2.3.1 Wirbelbogengelenke 14
2.3.2 Bänder 15
2.3.3 Bandscheiben 16
2.3.3.1 Aufbau der Bandscheiben 16
2.3.3.2 Ernährung der Bandscheiben 17
2.3.3.3 Funktion der Bandscheiben 18
2.3.4 Wirbelkanal 20
2.3.5 Zwischenwirbelloch 20
2.4 Autochthone Rückenmuskulatur 21
3. Mechanik des lumbosakralen Übergangs 22
4. Bandscheibenvorfall 23
4.1 Pathophysiologie 23
4.2 Symptomatik und Klinik 26
4.2.1 Lumbago 26
4.2.2 Lumboischialgie 27
4.2.2.1 Wurzelreizerscheinungen 27
4.2.2.2 Wurzelausfallerscheinungen 28
4.2.3 Kaudakompression 29
4.3 Diagnostik 30
4.3.1 Körperliche Untersuchung 30
4.3.2 Röntgendiagnostik 31
4.3.2.1 Röntgenaufnahme der LWS 31
4.3.2.2 Kernspintomografie und Kernspinmyelografie 32
4.3.2.3 Computertomografie der LWS 32
4.3.2.4 Lumbale Myelografie und Myelo-CT 32
4.3.2.5 Discografie 33
4.4 Differentialdiagnose 33
4.5 Therapie 33
4.5.1 Konservative Behandlung 33
4.5.2 Operative Behandlung 36
4.5.3 Operationsmethoden 37
4.5.4 Komplikationen 38
5. Schlussbetrachtung 38
6. Quellenverzeichnis 39
6.1 Literatur 39
6.2 Internet 40
7. Anhang 41
Abbildungen
Abb.1: Aufbau der Wirbelsäule 6
Abb.2 Physiologische Krümmungen der Wirbelsäule 7
Abb.3 Die Aufrichtung der Wirbelsäule im Laufe der normalen Entwicklung 7
Abb.4 Die Extension und Flexion der Wirbelsäule 8
Abb.5 Aufbau eines Wirbels (Lendenwirbel – Ansicht von oben) 9
Abb.6 Halswirbel – Ansicht von oben 11
Abb.7 Halswirbel – Seitenansicht 11
Abb.8 Brustwirbel – Ansicht von oben 12
Abb.9 Brustwirbel – Seitenansicht 12
Abb.10 Lendenwirbel – Ansicht von oben 12
Abb.11 Lendenwirbel – Seitenansicht 12
Abb.12 Kreuzbein – Ansicht von oben 13
Abb.13 Kreuzbein – Seitenansicht 13
Abb.14 Wirbelbogengelenk 14
Abb.15 Bandapparat der Wirbelsäule – dargestellt im medianen Durchschnitt 15
Abb.16 Bandscheibe mit Wirbel 16
Abb.17 Druck- und Zugbelastungen der Bandscheibe 18
Abb.18 Bewegung im Wirbelgelenk 20
Abb.19 Der lumbosakrale Übergang 22
Abb.20 Druckbelastung auf die Bandscheibe in unterschiedlichen Positionen 24
Abb.21 Verhältnis Bandscheibe-Nervenwurzel 25
Abb.22 Prüfung des Lasègueschen Zeichens 30
Abb.23 Messung des Finger-Boden-Abstandes 31
Abb.24 Stufenbettlagerung 34
Abb.25 Differentialdiagnose von Rückenschmerzen 41
1. Einleitung
Rückenschmerzen sind in den letzten Jahren in den westlichen Industrienationen zu einem Volksleiden geworden. Der Anteil derjenigen, die wenigstens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen leiden, liegt bei 80 bis 90 %.
In Deutschland leidet fast jeder Dritte ständig unter Rückenschmerzen. Nur jeder fünfte Erwachsene bleibt zeitlebens verschont.
Am stärksten betroffen sind Menschen mittleren Alters zwischen 30 und 50 Jahren. Die Zahl der unter 30jährigen nimmt jedoch besonders stark zu. Bei 65 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren wurden bereits Haltungsschäden unterschiedlicher Ausprägung festgestellt.
Verschiedenste Erkrankungen von Wirbelsäule und Rücken verursachen jährlich 3,7 Millionen Krankschreibungen, die sich auf insgesamt 75,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage summieren. Bei vorsichtiger Schätzung machen die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten von Rückenschmerzen knapp 15 Mrd. Euro pro Jahr aus. Diese nüchternen Zahlen belegen die Bedeutung von Rückenschmerzen in unserer Gesellschaft. Das seelische Leid und die Beeinträchtigung der Lebensqualität, die sie verursachen, können durch Zahlen nicht ausgedrückt werden.1
Rückenschmerzen können vielseitige Ursachen und Folgen haben. Ich möchte mich in meiner Arbeit ausschließlich mit dem lumbalen Bandscheibenvorfall beschäftigen, da der Kreuzschmerz einen der häufigsten Beschwerdekomplexe in der orthopädischen Praxis darstellt.2 Aber nicht nur Orthopäden, sondern auch Internisten, Chirurgen, Neurologen und Neurochirurgen haben mit den Folgen von lumbalen Bandscheibenerkrankungen zu tun.
Die Diagnostik wird entscheidend erschwert durch die Vielgestaltigkeit des Geschehens, das sich aus ganz unterschiedlichen Ursachen und Wirkungen zusammensetzen kann, welche sich untereinander vermischen und eskalieren können. Nur die genaue Auswertung der Anamnese, die Analyse der Schmerzqualität und die exakte Interpretation der klinischen und röntgenologischen Untersuchungsergebnisse führen zur Diagnose.
Um mich dieser anzunähern, werde ich mich zuerst in meiner Arbeit mit den anatomischen Grundlegen der Wirbelsäule und ihren Einzelheiten befassen.
2. Physiologische Anatomie
2.1 Die Wirbelsäule als Ganzes
2.1.1 Einteilung der Wirbelsäule
Die Wirbelsäule (Columna vertebralis) bildet das Achsenskelett des Menschen und sie misst in ihrem gesamten Ausmaß etwa 2/5 der gesamten Körperlänge. Sie ist aus knöchernen (Wirbel) und bindegewebigen (Bandscheiben) Einzelelementen aufgebaut.
Bei etwa 50% der Menschen besteht die Wirbelsäule aus 33 Wirbeln (Vertebrae), seltener aus 32 oder 34 Wirbeln.1
Die Wirbelsäule hat folgende fünf Abschnitte:
Abb.1: Aufbau der Wirbelsäule2
[in Downloaddatei enthalten]
- die Halswirbelsäule (HWS) mit 7 Halswirbeln (Vertebrae cervicales) (C31 – C7),
- die Brustwirbelsäule (BWS) mit 12 Brustwirbeln (Vertebrae thoracicae), die mit den Rippen gelenkig verbunden sind (Th41 – Th12),
- die Lendenwirbelsäule (LWS) mit 5 Lendenwirbeln (Vertebrae lumbales) (L1 – L5),
- das Kreuzbein (Os sacrum) mit 5 Sakralwirbeln (Vertebrae sacrales), die zu einem kompakten Knochen verschmolzen sind und
- das Steißbein (Os coccygis) mit 4 verkümmerten Steißwirbeln (Vertebrae coccygis).5
[....]
1 Vgl.:http://www.barmer.de/barmer/web/Site/Contentsatellit/Inhalt/Gesund_20leben_20_26_20 vorsorgen/Physio-R_C3_BCcken-Guide/Physio-R_C3_BCcken-Guide.html (Zugang am 15.05.2002)
2 Vgl.: Venbrocks, Rolf: Medikamentöse Therapie in der Orthopädie. Stuttgart, 1991, S. 35
1 Die Kreuzwirbel verschmelzen bis zum 20. Lebensjahr vollständig zum Kreuzbein (Os sacrum) und die Steißbeinwirbel, die von der Anzahl von 3 biss 5 Wirbeln variieren, verschmelzen zum Steißbein (Os coccygis). Diese Wirbel werden, da sie verschmelzen auch als „falsche Wirbel“ bezeichnet.
2 http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/wirbelsaeule.shtml
3 Cervix = Hals
4 Thorax = Rumpf, Brustkorb
5 Vgl.: Moll, Karl-Josef / Moll, Michaela: Anatomie. Kurzlehrbuch zum Gegenstandskatalog. München, Jena, 2002, S. 386
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