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Kent Bach - Context ex machina

Hauptseminararbeit, 2004, 16 Seiten
Autor: Daniel Schüler
Fach: Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik

Details

Veranstaltung: Logik des Behauptens
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tags: Kent, Bach, Context, Logik, Behauptens
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V29600
ISBN (E-Book): 978-3-638-31070-3

Dateigröße: 155 KB


Textauszug (computergeneriert)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main
Sommersemester 2004
Seminar: Logik des Behauptens

Kent Bach: Context ex machina

von

Daniel Schüler

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung  Seite 03

I. Allgemeine Begriffseinführung zum klassischen Verständnis von Semantik und Pragmatik  Seite 04

II. Darstellung von Bachs Argumentation gegen die Kritik am traditionellen Bild der Semantik-Pragmatik-Unterscheidung  Seite 06

III. Bewertung der Argumentation Bachs  Seite 15

Literaturverzeichnis  Seite 16

 

Einleitung

Die hier vorliegende Arbeit behandelt Kent Bachs1 Aufsatz „Context ex machina“. In diesem Aufsatz verteidigt Kent Bach die klassische beziehungsweise traditionelle Bild der Semantik-Pragmatik-Unterscheidung gegen nicht näher spezifizierte Kritik2, die offenbar eine traditionell vorgenommene Unterscheidung der Felder Semantik und Pragmatik mangels klarer Abgrenzung ablehnt.
Zu diesem Zweck formuliert Bach zehn Thesen, in denen er seine Argumente darlegt. Nach einer kurzen und verkürzten Begriffsdarstellung der Semantik und Pragmatik werden in dieser Arbeit die Argumente Bachs zunächst dargestellt und anschließend einer begründeten Bewertung unterzogen.

Die Vorgehensweise dieser Arbeit ist die textimmanente Bearbeitung von Bachs Aufsatz, weshalb auf Sekundärliteratur – abgesehen von Punkt I – verzichtet wird. Genau auf diesen Aufsatz Bachs bezogene Sekundärliteratur scheint aber ohnehin nicht zu existieren, ebenso wenig wie eine deutsche Übersetzung von „Context ex machina“, weshalb alle Begriffe vom Verfasser eigenhändig ins Deutsche übertragen werden, inklusive der möglicherweise daraus entstehenden Probleme.

I. Allgemeine Begriffseinführung zum klassischen Verständnis von Semantik und Pragmatik

Semiotik, Semantik, Pragmatik – drei Begriffe, die zur Linguistik gehören. Inwieweit sie sich im klassischen Verständnis voneinander abgrenzen oder aber deckungsgleich sind, soll als Einstieg zu Bachs Erwägungen kurz erläutert werden.
Semiotik ist die Lehre von den Zeichen und Symbolen und kann als Oberbegriff für die Teilgebiete Syntax, Semantik und Pragmatik bzw. Semiologie3 gesehen werden. Als Hilfe für die Einteilung kann folgende Grafik4 dienen:


[Darstellung in Downloaddatei enthalten]

Semantik ist die Bedeutung von Zeichen. Genauer gesagt: "Semantik" heißt ein Regelwerk (Maschine), mit welchem die durch Produktionsregeln produzierte Syntax eingeschränkt wird, in dem das Vorhandensein von semantischen Merkmalen geprüft wird. Sie ist innersprachlich: Die Semantik legt fest, welche Ausdrücke in welchem Kontext durch welche Umschreibungen ersetzt werden können. Hervorgegangen aus der Lexikologie, der Etymologie und der Rhetorik, kann man zwischen Wort-, Satz- und Textsemantik – in der auf Methoden der mathematischen Logik zurückgegriffen wird – unterscheiden.

Man kann ebenfalls zwischen verschiedenen Arten der Untersuchung in der Semantik unterscheiden: neben der Traditionellen Grammatik (Bedeutung des Einzelworts) und der strukturellen Semantik (Wortbedeutungen im System der Einzelsprache) ist für diese Arbeit vor allem die generative Semantik (Satzbedeutungen) und die praktische Semantik (Bindeglied zur Pragmatik; Sprechen als soziale Interaktion) wichtig. Wenn man Semantik also außersprachlich interpretiert, könnte man sie möglicherweise synonym mit Pragmatik verwenden.

[....]


1 Tätig am Institut für Philosophie der San Francisco State University, Kalifornien, USA

2 Bach erwähnt auf Seite 2 den Kontextualismus und die Wahrheitsbedingte Pragmatik

3 Als synonym verwendeter Begriff

4 nach Morris


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