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Lean Production

Hauptseminararbeit, 2004, 24 Seiten
Autor: Jan Kranemann
Fach: Wirtschaft - Industriebetriebslehre

Details

Institution/Hochschule: Universität Dortmund
Tags: Lean, Production
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 24
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 26  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V29987
ISBN (E-Book): 978-3-638-31359-9

Dateigröße: 300 KB


Textauszug (computergeneriert)

Lean Production

von: Jan Kranemann

 


Inhaltübersicht

1. Einleitung S. 1

2. Grundlagen über Lean Production S. 1

2.1 Definition S. 1
2.2 Entstehung von Lean Production S. 2
2.3 Ergebnisse der MIT – Studie S. 2
2.4 Ziele von Lean Production S. 3

3. Prinzipien von Lean Production S. 3

3.1 Primat der Qualität S. 4
3.2 Vermeidung von Verschwendung S. 5
3.3 Konzentration auf Kernkompetenzen S. 6
3.4 Kundenorientierung S. 6
3.5 Humanzentrierung S. 7

4. Bausteine der Lean Production S. 8

4.1 Gruppenarbeit S. 8
4.2 Qualitätsbezogene Bausteine S. 9

4.2.1 Kaizen S. 9
4.2.2 Total Quality Management (TOM) S. 10

4.3 Produktionsbezogene Bausteine S. 11

4.3.1 Just in Time S. 11
4.3.2 Kanban S. 12

4.4 Simultaneous Engineering S. 12
4.5 Wertschöpfungspartnerschaften S. 13

5. Kritische Würdigung S. 15

5.1 Thesen zur Übertragbarkeit S. 15

5.1.1 Globalisierungsthese S. 15
5.1.2 Kontingenzthese S. 16

5.2 Soziokulturelle Wertunterschiede S. 16
5.3 Kritische Auseinandersetzung der Arbeitsbedingungen S. 17
5.4 Kritische Betrachtungen der Beschaffung S. 18

6. Fazit S. 18
 


 

1. Einleitung

Die ausbleibende konjunkturelle Belebung, sowie die gestiegene Konkurrenzintensität mit Unternehmen aus den so genannten Billiglohnländern, wie China aber auch den neuen EU – Beitrittsländer zwingt nun auch den Mittelstand seine Managementsysteme und Produktionssystem zu überdenken und zu überarbeiten. Denn der europäische Binnenmarkt bewirkt zwar einerseits wirtschaftliches Wachstum, andererseits wird der Verdrängungswettbewerb sich enorm verschärfen. Hieraus resultierend muss es Ziel der Unternehmen sein, innovativ, qualitätsstark und kostengering zu produzieren. Dabei führt im Zusammenhang mit verkürzten Produktlebenszyklen nur eine Kombination aus den Zielfaktoren höhere Qualität, schnellere Marktreife und geringere Kosten zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit. Dass dieses mit den herkömmlichen Organisationsformen der tayloristischen Massenfertigung heute nicht mehr zu erreichen ist, muss nun auch von Mittelstand erkannt werden.1 Lean Production ist ein modernes Management und Produktionskonzept, welches in der Lage ist Güter mit erheblich geringerem Aufwand in vorzüglicher und kundengerechter Qualität zu produzieren. Zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit mit den Zielen der Zeit- und Kostenminimierung sowie der Qualitäts- und Innovations- führerschaft müssen deshalb, mehr Unternehmen die Abkehr von der Massenfertigung hin zu einer Lean Production durchführen, wie es die amerikanische und europäische Automobilindustrie als Vorreiter in unserem westlich geprägten Kulturkreis vorgemacht haben.2

2. Grundlagen über Lean Production

2.1 Definition

Der Begriff Lean Production wurde erstmals in der Literatur von Krafcik im Rahmen des weltweiten International Motor Vehicle Programm des Massachusetts Institut of Technologie (MIT) verwendet. „Lean Production“ bedeutet wörtlich übersetzt „Schlanke Produktion“. Zu bemerken ist, dass im amerikanischen Wortgebrauch mit production das ganze Unternehmen gemeint ist, und im deutschen mit Produktion meist nur die Fertigung gemeint ist. Deshalb hat sich alternativ der Begriff „Lean Management „ durchgesetzt. Dieser Begriff hat in beiden Sprachen vergleichbare Bedeutung und gibt vielleicht am besten die hinter diesem Begriff stehende Philosophie wieder.3

2.2 Entstehung von Lean Production

Die Ursprünge von Lean Production entstanden in den 50er Jahren und wurden von Toyota entwickelt. Die vom Krieg zerstörte japanische Wirtschaft hatte keine großen Kapital- und Devisenreserven, auf die sie hätte zurückgreifen können. 4 So konnte Toyota das System der tayloristischen Massenproduktion nicht einfach kopieren, sondern entwickelte in der Folge ein Produktionssystem, welches kostengünstiger und effizienter war.5 Durch die MIT (Massachusetts Institute of Technologie) Studie von 1984 bis 1989 wurde die Produktionsweise von Toyota analysiert und mit Automobilwerken aus Europa und Amerika verglichen. Erst dieser Studie gelang es eine ganzheitliche Darstellung der Toyota Produktion zu erstellen.6

2.3 Ergebnisse der MIT-Studie

Die MIT-Studie kam zu den Ergebnissen, dass die schlanke Produktion im Vergleich zu Fließbandfertigung entscheidende Vorteile hat. Durch die konsequente Anwendung des Lean Ansatzes konnten diese Unternehmen mit der Hälfte der Produktionsfläche als auch mit der Hälfte des Fabrikpersonals produzieren. Darüber hinaus brauchten sie nur die Hälfte der Entwicklungszeit für neue Produkte und weit weniger als die Hälfte des notwendigen Lagerbestandes. Dieses System führte zu viel weniger Fehlern und produziert dabei noch eine größere und noch wachsende Vielfalt von Produkten.7 Die Studie stellte aber auch heraus, dass das System der Lean Production über Japan hinaus übertragbar ist. Erkenntlich ist dies aus der erfolgreichen Umstellung der Produktion in dem GM-Werk NUMMI bei Fremont. In diesem Werk wurde die Produktion nach Anleitung von Toyota aufgebaut und hatte eine ähnliche Produktivität, wie die japanischen schlanken Produzenten.8 Tab.1: Vergleich von General Motors Framingham, Toyota Takaoka und NUMMI Fremont, 19879 [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]

2.4 Ziele von Lean Production

[...]


1 Vgl. Horschitz 1994, S. 41-45

2 Vgl. Horschitz 1994, S. 45-46

3 Vgl. Schultheiß 1995, S.17

4 Vgl. Mählck/Panskus, 1995, S. 24

5 Vgl. Jeziorek 1994, S. 3

6 Vgl. Schultheiß 1995, S. 14

7 Vgl. Schultheiß 1995, S.15

8 Vgl. Jeziorek 1994, S.6

9 entnommen aus: Jeziorek 1994, S. 6


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