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Scholarly Essay, 2004, 15 Pages
Author: Dipl. Sportlehrer, stud. med. Mario Heinrichs
Subject: Medicine
Details
Institution/College: DHFK Leipzig (RSB)
Tags: Spirometrie, Labordiagnostik, Erkrankung, Organe
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-31413-8
ISBN (Book): 978-3-638-76084-3
File size: 167 KB
Hiermit liegt Ihnen eine umfassende Arbeit über die Spirometrie vor, die Themen der Funktionsweise, Bau, Fehlerquellen und Anwendungen aufzeigt.
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Abstract
Es liegt ihnen hierbei eine wissenschaftliche Abhandlung ueber die Anwendung der apparativen Labordiagnostik der Spirometrie vor. Besprochen werden Themen des Aufbaus, der exakten Funktionsweise, der Geschichte, der Durchfuehrungskriterien, sowie der Messparameter. Des Weiteren werden auf Anwendungsmoeglichkeiten im Bereich der Therapie und des Leistungssportes hingewiesen. Die Arbeit liegt im DVS-Format fuer wissenschaftliches Arbeiten vor.
Excerpt (computer-generated)
Die Spirometrie als apparative Labordiagnostik
von: Mario Heinrichs
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Geschichte der Spirometrie
3 Methodik der Ergospirometrie
4 Ergospirometrische Messparameter
4.1 Sauerstoffaufnahme
4.2 Kohlendioxidabgabe
4.3 Respiratorischer Quotient
4.4 Atemzugvolumen At
4.5 Atemfrequenz Af
4.6 Atemminutenvolumen Ve
4.7 Totraum-Ventilation zu Atemzugvolumen VD/VT
4.8 Sauerstoffpuls VO²/Herzfrequenz
4.9 Aerobe Kapazität
4.10 Atemäquivalenz für O² Ve/Vo²
4.11 Atemäquivalenz für CO² Ve/VCo²
4.12 Endexpiratorischer PO²:PETO²
4.13. Endexpiratorischer PCO²:PETCO²
4.14 Respiratorische anaerobe Schwelle
4.15 Zusammenfassungen der Messparameter und der durch Gerätekopplung ermittelbaren Messparameter
5 Durchführung einer ergospirometrischen Untersuchung
6 Fehlermöglichkeiten der Messung
7 Auswertung und Beurteilung spirometrischer Messdaten
8 Portable Spirometer
9 Zusammenfassung und Ausblick
10 Literatur
1 Einleitung
Ich möchte Ihnen mit dieser Arbeit die Spirometrie vorstellen, wobei es sich um eine apparative Diagnostik handelt, welche sich vorwiegend mit pneumologischen Problemen, aber auch mit kardialen Problemen beschäftigt. Ich werde Ihnen im Laufe dieser Arbeit versuchen näherzubringen, wie das Gerät aufgebaut ist, wie es funktioniert, welche Meßdaten es erheben kann und mit welche anderen apparativen Techniken man es koppeln und erweitern kann. Zusätzlich möchte ich einen kleinen Ausblick geben, welche Möglichkeiten die Spirometrie vielleicht in ferner Zukunft bieten kann.
2 Geschichte der Spirometrie
Die Anfänge der Spirometrie liegen in der Ergospirometrie und gehen auf das Jahr 1929 zurück. Damals erprobten Knipping, Venath und Hollmann das erste Mal eine Ergospirometriegerät bei Gesunden und Kranken im damaligen Köln. Zum ersten Male wurden Daten gemessen und in alterstypische Normwerte formatiert. In den darauf folgenden Jahren wurde die Ergospirometrie wieder verdrängt und durch andere Gerätschaften ersetzt die metabolische Werteparamter mißt, wie zum Bei-spiel der Laktatmessung. Erst 1944 wurde der modernen Ergospirometrie durch Wasserman und Mitarbeiter (44), der sogenannten Wasserman`schen Arbeitsgruppe auch klinisch zum Durchbruch verholfen. Dies brachte die Wissenschaft zu vielfältigen Einblicken physiologischer, sowie pathophysiologischer Daten der körperlichen Belastung. Wasserman beschreibt daraufhin die respiratorisch anaerobe Schwelle, die mit Hilfe der gleichzeitigen Messung von Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe bestimmt werden kann. Mit Hilfe sich rasch entwickelnder Gasanalysatortechnik, sowie moderner Computertechnik war es möglich sogar atemzugsweise die Atemgase und andere Meßdaten zu bestimmen und sie zu do-kumentieren. Wasserman und Mitarbeiter entwickelten damit Rampenprogrammen für die Ergospirometrie, die vorwiegend bei kardiovaskulär kranken Patienten zur Anwendung kam. Dabei sollte maximale, sowie submaximale Anstrengungen vermieden werden und der Patient lediglich ein maximales Training von 10 Minuten absolvieren. Mehr hielt man für kontraproduktiv. Als wesentlicher wissenschaftlicher Beitrag dieser Gruppe gilt die Erstellung alters-, geschlechts- und gewichtsbezoge-nen Normalwerte, die eine adäquate Beurteilung der ermittelten Daten zuläßt.
Weber und Janicki (1946) führten daraufhin umfangreiche Untersuchungen bei herzkranken Patienten durch. Sie nutzten dafür die Laufbandergospirometrie. Gleichzeitig machten sie erste Vergleichsmessungen zwischen er Laufbandergospirometrie und der Einschwemm-Katheder-Untersuchung, so dass genaue Rückschlüsse über die Korrelation zwischen ergospirometrischen Daten und invasiv gewonnenen hämodynamischen Befunden möglich wurde. Zusätzlich zeigten sie das Patienten mit eingeschränkter kardiopulmonaler Leistungsfähigkeit auf eine signifikant reduzierte Herzfrequenzreserve hinweist. Dies war damals ein wahrer Durchbruch und man befand sich auf völlig neuem wissenschaftlichem Terrain. „Des weiteren entwickelten beide Wissenschaftler die sogenannte Weber Klassifikation, die der NYHA Klassifikation nachempfunden, eine Beurteilung der reduzierten kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit, auf den ergospirometrischen Befunden anaerobe Schwelle und maximale Sauerstoffaufnahme basierend, ermöglicht.“ (Winter, 1994, S.58). Nachdem die Ergospirometrie in den 70er Jahren fast in Vergessenheit geriet findet sie nun heute in der Gegenwart eine zunehmende Verbreitung in der klinischen Medizin, vor allem in im kardiopulmonalen Bereichen. Alle großen heutzutage durchgeführten Herzinsuffizienzstudien beinhalten heute selbstverständlich Verlaufsprotokolle der Ergospirometrie. Man kann damit festhalten, dass das Interesse der Kliniker in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. (Vgl. Winter, 1994, S. 56ff.)
3 Methodik der Ergospirometrie
Eine moderne Ergospirometrie-Anlage besteht im Wesentlichen aus folgenden Bestandteilen: Einem computergestützten Ergometer, einem Flussmesser bzw. Pneumotachographen, Gasanalysatoren für Sauerstoff und Kohlendioxid, einer Recheneinheit und einem Farbdrucker. Wasser benutzte erfahrungsgemäß ein Ergometer, bei dem man sitzt. Grundsätzlich lässt sich auch ein Ergometer verwenden, bei dem man in Schräglage fährt. In kompletter Liegelage sollte die Messung nicht stattfinden, da noch nicht ausreichende bekannt ist wie sich diese Körperlage auf das Beanspruchungsverhalten auswirkt. Weber und Janicki (46) wenden hingegen die Laufbandspirometrie an. Es ist selbstverständlich immer unterschiedlich, welche Methode bevorzugt wird. Im Allgemeinen kann man sagen, dass dies abhängig vom Belastungsgrad des Patienten ist und von der Erfahrung des Arztes oder Testleiters.
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