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Hauptseminararbeit, 2000, 16 Seiten
Autor: Stefanie Theil
Fach: Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Institut für Romanistik)
Tags: Definition, Bedeutung, Mythen, Seminar, Literatur, Alejo, Carpentier
Jahr: 2000
Seiten: 16
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-31480-0
Dateigröße: 169 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Universität Leipzig, Institut für Romanistik
Seminar: Literatur von Alejo Carpentier
5. Fachsemester
Definition und Bedeutung von Mythen
von: Stefanie Theil
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung 3
2. Versuch einer Definition 4
3. Bedeutung im Christentum, in traditionalen Gesellschaften und heute 5
3.1. Das Christentum 5
3.2. Die traditionalen Gesellschaften 6
3.3. Die moderne Gesellschaft 6
4. Entstehung und Idee des Mythos 7
5. Merkmale des Mythos 9
6. Funktion der Mythen 10
7. Unterteilung der Mythen 10
8. Die Mythen der modernen Welt 13
9. Schlußwort 15
10. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung:
Für den normalen, modernen Bürger ist es nicht einfach, die Handlungsweisen traditionsbewußter Völker nachzuvollziehen, gerade wenn es um Menschen und Tiere geht, die einem Gott geopfert werden, wenn Indianer ihre Gesichter mit dicker Farbe versehen, oder wenn bis zur Ekstase Tänze aufgeführt werden. Um dem Weltverständnis dieser Völker ein Stück näher zu kommen, leisten Ethnologen, Soziologen und Religionshistoriker einen wichtigen Beitrag: Sie betreiben Mythenforschung, damit ungewöhnliche Verhaltensweisen verschiedener Stämme verstanden und erklärt werden können. Toleranz gegenüber uns fremden Sitten und Bräuchen ist dabei von eminenter Wichtigkeit. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den obengenannten Mythen. Anlaß dazu gab das Literaturwissenschaftsseminar „Aspekte des erzählerischen Schaffens von Alejo Carpentier“. Im Rahmen dieses Seminars beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit dessen Werk „El reino de este mundo“. Dieser Roman vermittelt dem Leser einen Einblick in die Mythenwelt der Negersklaven, die von der Küste Westafrikas stammen. Es wird versucht, den Begriff Mythos zu definieren, die Idee des Mythos’ zu vermitteln, die Mythen einzuteilen und zu erklären und damit eine erste Grundlage zum Verständnis der Mythenwelt zu schaffen.
2. Versuch einer Definition
Für den Begriff „Mythos“ existieren zahlreiche Definitionsversuche, die in dieser Arbeit unmöglich alle berücksichtigt werden können. Deshalb finden an dieser Stelle nur die konkretesten, treffendsten Definitionen Erwähnung. Allen Definitionen vorangestellt sei: Das Wort Mythos entstammt dem Griechischem und bedeutet soviel wie „Wort“ und „Idee“1. Die umfassendste Definition liefert das Lexikon Bertelsmann. Es definiert Mythos als „Götter- und Heroengeschichte der Frühkulturen, Produkt der Stämme und Siedlungsgemeinschaften.“ und beschreibt ihn als „Weltauslegung und Lebensdeutung in erzählerischer Berichtform, gesättigt von Symbolen, Visionen und fabulierenden Darstellungen.“ Der Begriff „Mythos“ wird, laut Lexikon Bertelsmann „nicht nur als vor-rationale Kulturstufe verstanden, sondern auch als eigentümliches Erkenntnismittel divinatorischer Einblicke in das Wesen von Welt und Mensch, also als eine über-rationale Ausdrucksform, die in Bildern und Metaphern erzählt.“2 Das Lexikon Brockhaus definiert „Mythos“ als „die dem ursprünglich-naiven Empfinden als zeitlose Gegenwart erscheinende Aussage über die Zusammenhänge der Welt mit seiner eigenen Existenz, im ersten Sinne eine rational nicht beweisbare Aussage über Göttliches, der doch ein Wahrheitsanspruch eigen ist.“3 Die einfachste und verständlichste Definition liefert das Neue große Lexikon. Es bezeichnet den Mythos als „frühste in Worte gefaßte Überlieferung eines Volkes in Götter-, Tier- und Heldensagen sowie in Weltentstehungs- und Weltuntergangsgeschichten“4.
Aristoteles grenzt Mythologie von Philosophie und Mythos von Logos ab. Unter Philosophie versteht er „die Rede derer, die in Beweisen sprechen“. Mythen sind für ihn „Erzählungen, Verkündigungen und konkrete Vorstellungen.“5 Walter J. Hollenweger ist der Auffassung, daß man den Mythos als solchen gar nicht konkret definieren kann. Unter Mythen versteht er „Zusammenhangsworte. Sie fassen zusammen, was logisch und definitorisch nicht immer unter einen Begriff gefaßt werden kann.“6 Sie sind für die Sprache „unaufgebbar“, denn sie sind ein „Instrument, um uns unsere Erfahrungen verständlich zu machen, ein Set von Ideen, das dem Alltagsleben transzendente Sinnhaftigkeit einhaucht.“ Der Mythos ist „ein Weg, um die Wirklichkeit zu interpretieren, eine Methode, um die letzte Wahrheit auszudrücken, er spricht eine für alle Menschen verständliche Sprache: Er ist Menschheitssprache. Er hat die einzigartige und notwendige Funktion in der Beschreibung von anderweitig unbeschreibbaren und unverständlichen Ereignissen. Der Mythos ist ein Wort, ein Kommunikationssystem, eine Botschaft,“7
3. Bedeutung im Christentum, in traditionalen Gesellschaften und heute
3.1. Das Christentum:
[...]
1 Lexikon Bertelsmann
2 Lexikon Bertelsmann
3 Lexikon Brockhaus
4 Neues großes Lexikon
5 Lexikon Brockhaus
6 Hollenweger, Walter J.: Umgang mit Mythen, S.70
7 Hollenweger, Walter J.: Umgang mit Mythen, S.70
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