Termpaper, 2001, 45 Pages
Authors: Dipl. Betriebswirtin, MBA Sandra Burgemeister, Judith Boban
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: Reutlingen University (FB Betriebswirtschaft)
Tags: Nike, Robinson
Year: 2001
Pages: 45
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11902-3
File size: 362 KB
Kurze Erklärung von Unternehmenskultur im Allgemeinen mit anschliessender Veranschaulichung anhand der Beispielunternehmen Nike und Robinson.
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Unternehmenskultur
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.2. Entstehung der Unternehmenskultur
2.1. Der Begriff "Unternehmenskultur"
2.3. Unternehmenskulturtypen
2.3.1. Allgemeiner Typologisierungsansatz
2.3.2. Die Typologie von Deal/Kennedy
2.3.3. Die Typologisierung nach Pümpin
3. Elemente der Unternehmenskultur
3.1. Eigenschaften der Unternehmenskultur
3.1.1. Unternehmenskultur hat Geschichte
3.1.2. Unternehmenskultur ist sozial
3.1.3. Unternehmenskultur ist verhaltenssteuernd und erlernbar
3.1.4. Unternehmenskultur muss anpassungsfähig sein
3.2. Werte
3.3. Überzeugungen
3.4. Ausdrucksformen (Sprache, Handlungen, Symbole)
3.4.1. Sprachliche Ausdrucksformen
3.4.2. Interaktionale Bestandteile (Handlungen)
3.4.3. Kulturgüter/ Symbole
4. Effekte einer Unternehmenskultur
4.1. Positive Effekte
4.2. Negative Effekte
5. Veränderungen der Unternehmenskultur
6. Führung
6.1. Führungsstil
6.2. Wirkung auf die Unternehmenskultur
6.3. Rolle der Unternehmensspitze
6.4. Kommunikations- und Informationsverhalten
7. "Gelebte" Unternehmenskultur
7.1. Beispiel Nike
7.2. Beispiel Club Robinson
8. Resümee
9. Quellennachweis
"Ich stelle mir eine Unternehmenskultur gerne als ein Flussufer vor: Die Verhaltensweisen in einem Unternehmen werden durch den Fluss symbolisiert, der durch das Ufer begrenzt wird. Im Lauf der Zeit wird das Flussbett immer tiefer, weil das Wasser immer denselben Weg nimmt. Ebenso wird die Kultur immer weiter gefestigt, wenn die Verhaltensweisen festgeschrieben werden, die in der Vergangenheit zum Erfolg führten."
(Geoffrey James)
1. Einleitung
Was ist Kultur?
Kultur leitet sich aus dem Lateinischen cultura ab. Dabei bezog sich cultura ursprüngliche nur auf die agrarische Tätigkeit des Ackerbaus im Sinne von pflegen, hegen, bebauen. In der wechselvollen Wortgeschichte des Begriffes finden sich erst bei Herder Ansätze zum modernen Kulturbegriff. Kultur wird danach als "eine beginnende, sich abwandelnde, sich vollendende und auflösende Lebensgestalt und -form von Nationen, Völkern, Gemeinschaften" begriffen.1
Im Englischen bezeichnet der Begriff "culture" nach Oxford′s Dictionary "the way people live" - also die Art und Weise wie Menschen leben.
Im Gegensatz zur Natur (die ohne Zutun des Menschen existiert) ist Kultur damit immer ein Werk von Menschen. Der Begriff Kultur bezieht sich auf alles, was der Mensch als gesellschaftliches Wesen bzw. die Menschen aller Völker zu den verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichster Weise produktiv bearbeitet oder gestalterisch hervorgebracht haben. In diesem Sinne ist die Kultur einerseits Bedingung und andererseits Ergebnis des denkenden und handelnden Menschen auf der Suche nach den jeweils passenden Lösungen seines gesellschaftlichen Seins. Wobei zu beachten ist, dass in jedem menschlichen Tun auch zerstörerisches Potenzial stecken kann.
In einer eingeschränkten Weise versteht man auch unter dem Begriff Kultur alle die Bereiche, die der menschlichen Bildung dienen: vor allem das Umfeld von Literatur, Kunst und Musik, von Philosophie, Theologie und Wissenschaft. Mit dem Wort Kultur wird auch ein gewisses Maß an gesellschaftlich akzeptiertem Lebensstil verbunden (Eß-, Schlaf-, Wohnkultur); im Hinblick auf die unmittelbare zwischenmenschliche Kommunikation bezeichnet Kultur die Fähigkeit, sich mit anderen in einer Art und Weise auseinanderzusetzen, die zu produktiven Ergebnissen führt, unter anderem Gesprächs-, Konflikt-, Streitkultur.
Bei all diesen Definitionsversuchen spürt man nachgerade die Bedeutung des Kulturbegriffs für den wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, wo er heute vor allem unter dem Begriff Unternehmenskultur Eingang gefunden hat.
[...]
1 Vgl. Historisches Wörterbuch der Philosphie, Band 4, 1976, S. 1309
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