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Diploma Thesis, 2004, 69 Pages
Author: Stephan Pierer
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Tags: Freihandelszonen, Dubai, Diversifizierungsstrategien, Landes
Year: 2004
Pages: 69
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 79 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32998-9
ISBN (Book): 978-3-638-72017-5
File size: 490 KB
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Abstract
Dubai konnte seit dem 30jährigen Bestehen der VAE einen enormen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen. Gleichzeitig gelang es der Regierung in der letzten Dekade, die Abhängigkeit von der Ressource Öl als einzige Einnahmequelle deutlich zu vermindern. Der Grundstein für diese vielversprechende Diversifikationspolitik wurde aber bereits zu Beginn der ersten Ölexporte gelegt. Die Vision des damaligen Herrschers Sheikh Rashid war es, den Nachkommen seines Volkes auch für eine Zeit nach dem Ölreichtum ein geregeltes Einkommen zu garantieren. Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich speziell mit den Freihandelszonen Dubais und ihrer Bedeutung im Rahmen der angestrebten Diversifizierung des Landes weg vom Öl.
Excerpt (computer-generated)
Freihandelszonen in Dubai
Diversifizierungsstrategien eines erdölproduzierenden Landes
Diplomarbeit
im Studiengang der Volkswirtschaftslehre
in der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der
OTTO-FRIEDRICH-UNIVERSITÄT BAMBERG
Verfasser:
Stephan Pierer von Esch
8. Semester
Abgabetag: 15. Juli 2004
Gliederung ... I
Verzeichnis der Abbildungen und Anhänge ... II
Abkürzungsverzeichnis ... III
1. Einleitung ... 1
2. Die Vereinigten Arabischen Emirate ... 4
2.1. Allgemeine Landesinformationen ... 4
2.2. Einwohnerstruktur ... 5
2.3. Politisches System ... 6
2.4. Verhältnis zwischen Abu Dhabi und Dubai ... 7
3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Dubais ... 10
3.1. Historische Entwicklung ... 10
3.2. Binnenwirtschaft ... 11
3.3. Außenwirtschaft ... 13
4. Die Entwicklungsstrategie ... 15
4.1. Entwicklungsprobleme erdölproduzierender Länder ... 15
4.2. Analyse möglicher Diversifizierungsstrategien ... 19
4.3. Entwicklungspolitik Dubais ... 23
5. Freihandelszonen ... 28
5.1. Definition und Ziele ... 28
5.2. Freihandelszonen in Dubai ... 32
5.3. Erfolgsfaktoren ... 39
5.4. Ökonomische Effekte der Freihandelszonen ... 44
6. Ausblick ... 50
Anhang ... 53
Literaturverzeichnis ... 56
Internetquellen ... 61
Vorträge und Interviews ... 64
Verzeichnis der Abbildungen und Anhänge
Abb. 1: Karte Vereinigte Arabische Emirate ... 4
Abb. 2: Non-Oil Industries Contribution to Dubai’s GDP ... 12
Abb. 3: UAE Oil Revenues und World Oil Prices: 1970-2000 ... 18
Abb. 4: The Worldwide Development of Free Zones: 1975-2002 ... 31
Abb. 5: Dubai Growth Strategy ... 33
Abb. 6: Dubai′s Exports on Non-Oil Products: 1975-2002 ... 49
Anhang 1: Dubai′s Trade on Non-Oil Products ... 53
Anhang 2: Foreign Trade – Dubai 1999: Top 5 product categories ... 53
Anhang 3: Ölreserven der Golfstaaten 2003 ... 54
Anhang 4: Growth of Population in Dubai ... 54
Anhang 5: Free Zones – The Evolution of Terminology ... 55
Anhang 6: Soft Incentives offered by different Free Zones ... 55
Abkürzungsverzeichnis
AED United Arab Emirates Dirham (Landeswährung der Emirate)
APO Asian Productivity Organization
DAC Development Assistant Committee
DCCI Dubai Chamber of Commerce and Industry
DTCM Department of Tourism and Commerce Marketing
EFTA European Free Trade Association
ILO International Labour Office
IMF International Metalworkers Federation
FZ Free Zone
GCC Gulf Cooperation Council
GDP Gross Domestic Product
HSBC Hongkong and Shanghai Banking Corporation
k.A. keine Angabe
NAFTA North American Free Trade Agreement
OECD Organization for Economic Cooperation and Development
OPEC Organization of Petroleum Exporting Countries
TECOM Dubai Technology, E-Commerce and Media Free Zone
UNCTAD United Nations Conference on Trade and Development
UNCTC United Nations Centre on Transnational Corporations
UNIDO United Nations Industrial Development Organization
USAID United States Agency for International Development
USD US-Dollar
VAE Vereinigte Arabische Emirate
WEPZA World Export Processing Zone Association
1. Einleitung
Dubai hat seit seinem Beitritt zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) im Jahr 1971 eine einzigartige Entwicklung durchlaufen. Aus einem kleinen Dorf von Perlentauchern und Fischern ist innerhalb kürzester Zeit eine Handelsmetropole mit knapp einer Millionen Einwohner entstanden. Einhergehend mit diesem raschen Wachstum nahm auch die Lebensqualität und der Wohlstand der Bevölkerung stark zu. Moderne Hochhäuser, Golfplätze inmitten der Wüste, Luxushotels und Bauprojekte wie Palm Island1 haben Dubai zu einem Staat der Superlative gemacht. Darüber hinaus zählt das Emirat heute mit einem pro Kopf Einkommen von fast 20.000 US-Dollar zu einem der reichsten Länder der Welt.2
Besonders beeindruckend ist dabei die Art und Weise, wie Dubai diesen Entwicklungsprozess bestritten hat. Im Unterschied zu seinem reichen Nachbarn Abu Dhabi oder vielen anderen Staaten der Golfregion war die Regierung seit jeher darauf bedacht, alternative Einnahmequellen zu den Erdölerlösen aufzubauen. Dabei setzte sich sehr früh die Erkenntnis durch, dass Öl als die Basis der Prosperität nicht unbegrenzt nutzbar sein würde. Dubai verfügt derzeit nur noch über nachgewiesene Ölreserven von zwei bis drei Jahren. Für eine Zeit nach dem Öl ist aber bereits vorgesorgt. Im Rahmen eines Diversifizierungsprozesses und dem hierfür verwendeten Konzept der Freihandelszone konnte die Abhängigkeit von der Ölindustrie deutlich gesenkt werden. Anfang der 80er Jahre lag der Anteil der Öleinnahmen am Gross Domestic Product (GDP) noch bei über 50 Prozent. Mittlerweile konnte dieser Anteil auf unter 10 Prozent gesenkt werden.3
Der Handel ist neben dem Tourismus und dem Bankwesen der derzeit wichtigste und wachstumsstärkste Sektor des Landes. Dubai gilt neben Singapur und Hongkong als eine der bedeutendsten Handelsdrehscheiben unserer Zeit. Über 125 Schiff- und 100 Fluglinien frequentieren regelmäßig das Land. Weit über 4.000 internationale Unternehmen operieren aus den verschiedenen Freihandelszonen des kleinen Emirats. Das Handelsvolumen ist dabei heute das drittgrößte der Welt. Aufbauend auf dem traditionell starken Handel, ist Dubai aber in den letzten Jahren auch zu einem Zentrum der sogenannten New Economy geworden. Eine Vielzahl von IT- und Multimediaunternehmen haben sich in spezialisierten Clustern zusammengefunden. Diese Branchen läuten nun ein neues Zeitalter für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes ein.4
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich speziell mit den Freihandelszonen Dubais und ihrer Bedeutung im Rahmen der angestrebten Diversifizierung des Landes weg vom Öl.
Nach der Einleitung erfolgt zunächst eine Übersicht über die VAE. Dubai ist nämlich eines von sieben mehr oder weniger gleichgestellten Emiraten, die zusammen die VAE bilden, und verfügt außenpolitisch über keine eigenen diplomatischen Beziehungen. Das zweite Kapitel gibt daher einen allgemeinen Überblick über die Rahmenbedingungen der VAE. Außerdem wird die Abhängigkeit Dubais von der Landesregierung und das Verhältnis zu seinem reichen Nachbarn Abu Dhabi näher untersucht.
Das dritte Kapitel beschreibt die historische und wirtschaftliche Entwicklung Dubais seit Beginn des letzten Jahrhunderts. Dabei wird besonders auf die lange Tradition der Stadt als Handelszentrum des Mittleren Ostens eingegangen.
Die beiden nächsten Kapitel bilden den eigentlichen Hauptteil dieser Arbeit. Zunächst werden im vierten Kapitel generell die Entwicklungsprobleme erdölproduzierender Länder analysiert und mögliche Lösungsansätze herausgearbeitet. Es wird hierbei gezeigt, dass die Errichtung von Freihandelszonen hinsichtlich der benötigten strategischen Neuausrichtung dieser Staaten ein überaus geeignetes Instrument darstellt. Nach dieser eher theoretischen Herleitung erfolgt dann eine konkrete Beschreibung der Entwicklungspolitik in Dubai, die in den letzten Jahren genau in das Konzept der Freihandelszone eingemündet ist.
Das fünfte Kapitel gibt eine Übersicht über die weltweit bestehenden Freihandelszonen und deren Funktionsweise. Darüber hinaus werden Dubais Free Zones und deren besondere Investitionsanreize ausführlicher beschrieben. Abschließend sollen noch die positiven Effekte der Freihandelszonen auf die Volkswirtschaft des kleinen Emirats erklärt werden.
Die Arbeit endet mit einem Ausblick zur zukünftigen Entwicklung der gesamten Golfregion.
Im Zuge der Erstellung dieser Arbeit wurde eine Vortragsveranstaltung im Rahmen des „Dubai-Germany Economic Partnership Forums“ am 27. Mai 2004 in München besucht. Außerdem konnte eine Reihe von Interviews mit Vertretern der Deutschen Außenhandelskammer in Dubai, Vertretern der Dubai Chamber of Commerce & Industry sowie mit Rechtsanwälten und Unternehmern vor Ort in Dubai geführt werden. Dabei wurden wichtige Hintergrundinformationen zur historischen und gegenwärtigen Entwicklung der Emirate gewonnen.
[....]
1 Hierbei handelt es sich um eine künstlich aufgeschüttete Insel im arabischen Golf, die der Form einer Palme nachempfunden ist. Sie ist so groß, dass auf ihr 50 Hotels und etwa 5.000 Apartmentwohnungen Platz haben werden.
2 Vgl. Abdelal (2003) S.2
3 Vgl. Dubai Inc. (o.J. a) S.1ff.
4 Vgl. DTCM (2003) S.7f und 30ff.
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