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Termpaper, 2001, 21 Pages
Author: Kristian Grau
Subject: Politics - International Politics - Topic: German Foreign Policy
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Institut für Politikwissenschaften)
Tags: Entwicklung, Entwicklungshilfe, Theorie, Entwicklungstheorie
Year: 2001
Pages: 21
Grade: 2,2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12009-8
File size: 188 KB
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Excerpt (computer-generated)
Entwicklung und Entwicklungstheorie
Kristian Grau
1 Einleitung 1
2 Theoretische Dimensionen von Entwicklung 1
2.1 Entwicklungstheorien und deren Kritikansätze 3
2.1.1 Modernisierungstheorien 4
2.1.2 Dependenztheorien 5
2.1.3 Die achtziger und neunziger Jahre 8
3 Kulturelle Dimensionen von Entwicklung und Unterentwicklung 14
3.1 Sozio-kulturelle Üerlegungen 15
3.2 Entwicklungshilfe aus Eigeninteresse? 16
4 Schlussfolgerungen 17
5 Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Die Begriffe Unterentwicklung, Entwicklungsländer und dritte Welt sind heute ein fester Bestandteil der Berichterstattung in den Medien. Jedoch liegen ihnen häufig stereotype Vorstellungen von Kausalitäten zugrunde die durch einseitige Berichterstattung zusätzlich forciert und gefestigt werden. Somit werden diese Begriffe, mit denen ich mich in dieser Hausarbeit auseinandersetzen möchten, außerordentlich selbstverständlich angewendet, obwohl Bedeutung und Zusammenhänge oft unklar sind. Mein Ziel wird sein die Geschichte, Begrifflichkeiten und Hintergründe von Entwicklung und "Dritte Welt" zu beleuchten um herauszufinden ob diese Begriffe auch heut noch angebracht sind.
Die Literatur über dieses Thema der Entwicklungstheorie ist zwar sehr reichhaltig, beschränkt sich jedoch aufgrund des Bestandes der Universität auf relativ ältere Publikationen. Auch zu den wichtigen Zeitschriften E+Z und Journal of development relations habe ich örtlich bedingt keinen Zugang. Ich hoffe dennoch einen guten historischen Überblick geben zu können und die Fragen auch mit der vorhandenen Literatur beantworten zu können.
2 Theoretische Dimensionen von Entwicklung
Die essenzielle Problematik des Begriffes Entwicklungshilfe will ich im ersten Abschnitt dieser Hausarbeit anhand der Entwicklungstheorie darstellen. Durch Debatten über Sinn, Inhalt und Ziele der Entwicklungshilfe sind die Termini nach und nach mit einem gewaltigen Ausmaß an theoretischem Gehalt überschüttet worden. Entwicklung. Dieses Wort mag ein terminologisches Relikt vergangener Kontroversen sein, das bis heute alle Paradigmenwechsel überlebte. So antiquiert dieser Begriff, wie auch der Ausdruck Entwicklungshilfe, sein mag ist er doch nach wie vor Leitwort eines ganzen Wissenschaftszweiges, der Entwicklungsforschung.
Eine universell anerkannte Definition des Begriffs und seines Gegenstandes ist aufgrund seiner dauernden Veränderungen nicht herzuleiten. Doch eine Begriffsbestimmung zur Erklärung der Zusammenhänge von Entwicklung, Rück- oder Fehlentwicklung ist sinnvoll und notwendig. Dies aber kann nicht durch eine eindimensionale Definition geschehen. Vielmehr ist ein von räumlichen und zeitlichen Bedingungen abhängiger Kernbestand von Eigenschaften einzugrenzen, die den Entwicklungsbegriff ausmachen. Entwicklung kann niemals statisch sein, sondern muss stets offen für wissenschaftliche Diskussionen bleiben.
Positiv eingegrenzt bezeichnet der "Begriff ′ (...) den erwünschten sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt(...)′" . Doch was erwünscht wird, unterliegt mannigfaltigen Bedingungen, wie z.B. ethnischer und kultureller Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe und ändert sich je nach Betrachtung ständig.
Negativ eingegrenzt muss Entwicklung in etwa mit dem Verhindern oder Beseitigung von Hunger und Krankheit beginnen, was sich im Endeffekt ausschließlich auf die Verbesserung der Lebensbedingung bezieht. Was in anderen Kulturen aber als Verbesserung der Lebensqualität gilt, kann sich ein aus einem westlichen Industrieland Kommender nur schwerlich vorstellen. Schließlich ist er geprägt durch seine nach Wohlstand strebende Kultur und kann Lebensqualität nur anhand dieser Maßstäbe festmachen.
Doch worauf fußt Entwicklung? Je nach historischem und geographischem Hintergrund muss ein sich in Entwicklung befindliches Land Potentiale oder Anlagen haben. Wie aber ist mit diesen eigenen Potentialen umzugehen? Muss Entwicklung als Ziel stets das Modell des westlichen Industriestaats haben? Was sind die Ziele? Wer setzt diese fest? Und warum tut er dies? Fest steht jedenfalls: außerhalb globaler Strukturen kann Entwicklung heutzutage kaum noch stattfinden.
Diese Fragen sind meiner Meinung nach für die Perspektiven der Entwicklungspolitik der Zukunft von Bedeutung und werden von mir später untersucht werden.
[...]
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