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Target Costing - "marktorientiertes Zielkostenmanagement"

Scholary Paper (Seminar), 2004, 29 Pages
Author: Anonym
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 29
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 32  Entries
Language: German
Archive No.: V34264
ISBN (E-book): 978-3-638-34539-2
ISBN (Book): 978-3-638-69228-1
File size: 265 KB
Notes :
Herkömmliche, klassische Kostenrechnungssysteme konzentrieren sich hauptsächlich auf die Herstellung bzw. Produktion eines Produktes im Hinblick auf den Marktzyklus (Einführung, Wachstum, Reife und Degeneration). Dabei ist die traditionelle Kostenrechnung ein Instrument der Preiskalkulation, d.h. es werden Preise auf Vollkostenbasis und Preisuntergrenzen kalkuliert. Im Gegensatz dazu erweitern die modernen Kostenrechnungssysteme das Blickfeld auf den sich stetig verändernden Markt.


Abstract

Herkömmliche, klassische Kostenrechnungssysteme konzentrieren sich hauptsächlich auf die Herstellung bzw. Produktion eines Produktes im Hinblick auf den Marktzyklus (Einführung, Wachstum, Reife und Degeneration). Dabei ist die traditionelle Kostenrechnung ein Instrument der Preiskalkulation, d.h. es werden Preise auf Vollkostenbasis und Preisuntergrenzen kalkuliert. Im Gegensatz dazu erweitern die modernen Kostenrechnungssysteme das Blickfeld auf den sich stetig verändernden Markt. Durch globalisierte Märkte und die Intensivierung des Wettbewerbs ist diese Sichtweise unerlässlich geworden. Durch das dynamische Wettbewerbsumfeld ist es für jedes Unternehmen relevant, dass die Rahmenbedingungen und die Einflussfaktoren in der Kostenkalkulation berücksichtigt werden. Ein Unternehmen ist heute erfolgreich, wenn es dem Wettbewerb am Markt dauerhaft standhalten kann.


Excerpt (computer-generated)

Seminararbeit

Target Costing -
 „Ein marktorientiertes Kostenmanagement“

2004

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis  2
Abbildungsverzeichnis  2

1 Einleitung  3
1.1 Problemstellung  3
1.2 Historische Entwicklung und Begriff des Target Costing  4
1.3 Grundidee des Target Costing  4
1.4 Zielsetzung des Target Costing  5

2 Der Target Costing Prozess  6
2.1 Zielkostenfindung nach Market into Company Verfahren  8
2.1.1 Ermittlung des Target Price bei stabilen Wettbewerbsbedingungen  9
2.1.2 Formulierung des Target Profit  10
2.1.3 Ermittlung der Allowable Costs  10
2.1.4 Ableitung der Drifting Costs  11
2.1.5 Festlegung der Target Costs  11
2.2 Zielkostenspaltung nach der Funktionsmethode  12
2.2.1 Bestimmung der Funktionen des Produktes  13
2.2.2 Gewichtung der Produktfunktionen  13
2.2.3 Grobentwurf und Kostenkalkulation einzelner Produktkomponenten/Prozesse 14
2.2.4 Gewichtung der Produktkomponenten mit den Funktionen  15
2.2.5 Bestimmung des Zielkostenindizes der Produktkomponenten  15
2.3 Zielkostenerreichung  18
2.3.1 Konstruktions-/ technologieorientierte Ansätze  19
2.3.2 Produkt-/ prozeßorientierte Ansätze  21
2.3.3 Organisatorische Ansätze  22

3 Bewertung des Target Costing  24
3.1 Vorteile des Target Costing bezogen auf klein- und mittelständische Unternehmen  25
3.2 Nachteile des Target Costing bezogen auf klein und mittelständische Unternehmen  26

4 Fazit  27

Literaturverzeichnis  28

Abkürzungsverzeichnis

[...]

Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Herleitung des Begriffs „Target Costing“ aus der japanischen Originalbezeichnung „Genka Kikaku“  S.4
Abb.2: Target Costing in seiner Grundstruktur  S.7
Abb.3: Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Zielkosten  S.9
Abb.4: Kaufentscheidende Faktoren und deren Produktfunktionen  S.14
Abb.5: Kostenschätzung für die Produktkomponenten/-prozesse des Fußballschuhs  S.15
Abb.6: Gewichtung der Produktkomponenten/-prozesse zu der Realisation der Produktfunktionen  S.15
Abb.7: Ermittlung der Zielkostenindizes der beteiligten Baugruppen/Prozesse  S.16
Abb.8: Grundstruktur des Zielkostenkontrolldiagramm am Beispiel des Fußballschuhs  S.17
Abb.9: Vergleich der Zielkosten mit den Drifting Costs  S.18
Abb.10: Instrumente zur Zielkostenerreichung  S.19

 

1 Einleitung

Herkömmliche, klassische Kostenrechnungssysteme konzentrieren sich hauptsächlich auf die Herstellung bzw. Produktion eines Produktes im Hinblick auf den Marktzyklus (Einführung, Wachstum, Reife und Degeneration). Dabei ist die traditionelle Kostenrechnung ein Instrument der Preiskalkulation, d.h. es werden Preise auf Vollkostenbasis und Preisuntergrenzen kalkuliert.1 Im Gegensatz dazu erweitern die modernen Kostenrechnungssysteme das Blickfeld auf den sich stetig verändernden Markt. Durch globalisierte Märkte und die Intensivierung des Wettbewerbs ist diese Sichtweise unerlässlich geworden. Durch das dynamische Wettbewerbsumfeld ist es für jedes Unternehmen relevant, dass die Rahmenbedingungen und die Einflussfaktoren in der Kostenkalkulation berücksichtigt werden. Ein Unternehmen ist heute erfolgreich, wenn es dem Wettbewerb am Markt dauerhaft standhalten kann.

1.1 Problemstellung

Heutzutage orientieren sich alle Unternehmensfunktionen am Markt, und in unternehmensinternen Bereichen wird eine durchgehende Prozessorientierung nötig. Traditionelle Kostenrechnungssysteme können diesen Veränderungen nicht mehr gerecht werden. In größeren Unternehmen werden daher immer mehr moderne Kostenrechnungssysteme eingesetzt. Die modernen Kostenrechnungssysteme greifen die Wettbewerbsituation in ihrer Kalkulation mit auf. Durch den harten Konkurrenzkampf sind die Unternehmen darauf angewiesen, die Kundenwünsche in ihre Produktplanung mit einzubeziehen. Das moderne Rechnungswesen und Controlling hat durch diese Veränderungen grundlegend verschiedene Ansetzungspunkte. Das Target Costing zählt zu den modernen Kostenrechnungssystemen.

1.2 Historische Entwicklung und Begriff des Target Costing

Das Target Costing wurde Anfang der 60er Jahre in Japan entwickelt. Die Herleitung erfolgt aus der Originalbezeichnung:


Abb. 1: Herleitung des Begriffs „Target Costing“ aus der japanischen Originalbezeichnung „Genka Kikaku“2

[...]

In der deutschen Literatur und Praxis wird häufig Target Costing mit „Zielkostenmanagement“ bezeichnet, wobei jedoch die treffendste Bezeichnung „Marktorientiertes Kostenmanagement“ wäre.

1.3 Grundidee des Target Costing

Die zentrale Frage der klassischen Systeme lautet: „Was wird ein Produkt kosten?“. Im Gegensatz dazu lautet die zentrale Frage im Target Costing: „Was darf ein Produkt kosten?“.3 Durch diese Fragestellung wird ersichtlich, dass es sich bei Target Costing um einen marktorientierten Ansatz handelt. Die Grundidee ist die Ableitung eines zukünftigen realistischen Produktpreises von den Markterfordernissen und dessen Abstimmung mit den zu erwartenden Produktkosten. Es handelt sich um ein marktorientiertes Kostenmanagement, Zielkostenplanung und Maßnahmen frühzeitiger Kostenbeeinflussung, sowie die kostenorientierte Koordination aller Mitarbeiter des Produktrealisierungsprozesses bezogen auf den Produktlebenszyklus bei vorgegebener Qualität.4 Target Costing bedeutet eine „Marktpreisorientierte Kostenpolitik“ zu betreiben.5 
Das Target Costing Konzept umfasst eine Methodik für eine marktorientierte Kostenplanung, -steuerung und -kontrolle im Gesamtprozess der Erzeugnisentstehung.6

1.4 Zielsetzung des Target Costing

Entscheidungsorientierung und Verhaltenssteuerung sind die beiden grundlegenden Ziele des Target Costing Prozesses. Die Entscheidungsorientierung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Zielkosteninformationen als Grundlage für die betrieblichen Entscheidungen dienen. Dabei werden Entscheidungen über die Einführung von Leistungen und Modifikationen getroffen. Unter Verhaltenssteuerung wird die Beeinflussung der Zielkosten auf das Mitarbeiterverhalten verstanden. Durch die Vorgabe von Zielkosten soll eine positive Motivation ausgelöst werden.7

[....]


1 Vgl. Burger 1999, S.1

2 Arnaout 2001, S. 21

3 Werner 2002, S.257

4 Vgl. Seidenschwarz 1993, S.78

5 Vgl. Burger 1999, S.15

6 Vgl. Jóraz, http://www.fh-wuerzburg.de/fh/fb/bwl/Offiiel/BWT/pages/pp/2/jorasz.htm

7 Vgl. Burger 1999, S. 16


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