Termpaper, 2002, 18 Pages
Authors: Cornelia Laufer, Frauke Greiner
Subject: Romance Languages - French Literature
Details
Tags: Surrealismus
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-34719-8
File size: 501 KB
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Excerpt (computer-generated)
Der Surrealismus
von: Cornelia Laufer
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 4
2 DIE ENTSTEHUNG DES SURREALISMUS 5
2.1 DADAISMUS 5
2.2 GEGENÜBERSTELLUNG VON DADAISMUS UND SURREALISMUS 5
3 DIE MERKMALE DES SURREALISMUS 6
3.1 TRAUM, ZUFALL UND WUNDERBARES 6
3.2 L’ECRITURE AUTOMATIQUE 7
3.2.1 LES JEUX VERBAUX ET LA CENTRALE SURREALISTE 8
3.3 SIGMUND FREUD UND DER SURREALISMUS 9
4 DAS WIRKEN DER SURREALISTEN 9
4.1 DIE SURREALISTISCHE REVOLUTION 9
4.1.1 BRETONS ERSTES „MANIFESTE DU SURREALISME“ (1924) 9
4.1.2 „SECOND MANIFESTE DU SURREALISME“ (1929/ 1930) 10
4.2 DIE POLITISCHE HALTUNG DER SURREALISTEN 11
4.3 DIE SKANDALE DER SURREALISTEN 13
4.4 DAS ENDE DES SURREALISMUS 14
5 AUTOREN DES SURREALISMUS 15
5.1 ANDRÉ BRETON (1896-1966) 15
5.2 LOUIS ARAGON (1897-1952) 16
5.3 PAUL ÉLUARD (1895-1952) 17
6 LITERATURVERZEICHNIS 19
1 EINLEITUNG
Thema der vorliegenden Arbeit ist der Surrealismus, eine literarisch-künstlerische Avantgardebewegung, die ihre Hochphase im Frankreich in der Zeit zwischen dem I. und dem II. Weltkrieg hatte und international von Bedeutung war. Der Begriff „Surrealismus“ wurde von Guillaume Apollinaire geprägt, der das Wort „surréaliste“ 1917 im Vorwort zu seinem Theaterstück „Les Mamelles de Tirésias“ erstmals verwendete. Apollinaire bezeichnet damit eine Kombination unvereinbarer Wirklichkeitselemente, die Überraschung erzeugt und durch die die Welt des 20. Jahrhunderts anschaubar werden soll (Vgl. Grimm 1994, S. 301). André Breton, Begründer und bekanntester Vertreter des französischen Surrealismus, verstand den Begriff im Sinne eines Programms. Für ihn war Surrealismus der Glaube an « (…) la résolution future des ces deux états, en apparence si contradictoires, que sont la rêve et la réalité, en une sorte de réalité absolue, de surréalité. » (Nadeau, Maurice:Histoire du surréalisme, Seite 58)
Der Surrealismus befasste sich also mit einer Art „Überrealität“ (franz. sur = über) jenseits der Kontrolle durch die Vernunft unter Einbeziehung von Traum, Zufall und Wunderbarem. Auch auf die Kunst des 20. Jahrhunderts hatte der Surrealismus einen großen Einfluss. Zu den bekanntesten Vertretern gehören hier u.a. Salvador Dalí, René Magritte und Max Ernst. Im Folgenden werden wir zunächst auf die Entstehung des Surrealismus eingehen und anschließend die zentralen Merkmale der Bewegung und das Wirken der Surrealisten darstellen. Es folgt ein Ausblick über die Entwicklung des Surrealismus nach dem Zweiten Weltkrieg, den Abschluss der Arbeit bildet eine Kurzbiographie der drei wichtigsten Vertreter des französischen Surrealismus (Breton, Aragon und Éluard).
2 DIE ENTSTEHUNG DES SURREALISMUS
2.1 Dadaismus
1916 formierte sich in Zürich die internationale, von pazifistischen Emigranten getragene, antibürgerliche Protestbewegung des Dadaismus.
„Dada“ ist ein willkürliches gewähltes, aus der französischen Kindersprache stammendes Wort (für Schaukelpferd) und soll die Vorstellung des reinen und kindlich-spontanen verkörpern (Vgl. Grimm 1994, S. 300).
Das politische, intellektuelle und künstlerische Programm der Dadaisten kann als absolute Negation bezeichnet werden (Vgl. Lope 1990, S. 331; Grimm 1994, S. 300), Provokation und happeningartige Veranstaltungen waren wichtige Elemente dieser Bewegung. So trugen beispielsweise mehrere Personen gleichzeitig in verschiedenen Sprachen abstrakte Texte auf der Bühne vor, so dass der Zuschauer nur noch Laute ohne Sinnzusammenhang wahrnahm.
Ziel des Dadaismus war es, herkömmliche Werte wie Religion, Moral und Vaterland lächerlich zu machen und teilweise aufzuheben. Grimm (1994, S. 300) spricht von einem „irrationalen Vitalismus“ als einzig anerkanntem Wert, der sich in Begriffen wie „vitalité“ und „spontanéité“ zeigt.
Zu den wichtigsten Vertretern des Dada zählten u.a. Tristan Tzara (1896-1963), Hugo Ball (1886-1927) und Hans Arp (1880-1966).
Viele Vertreter des Dadaismus gingen später zum Surrealismus über, ab dem Jahr 1922 verlor die Bewegung jedoch zunehmend an Bedeutung.
2.2 Gegenüberstellung von Dadaismus und Surrealismus
1920 siedelte Tzara von Zürich nach Paris über, wo er auf den Kreis um Breton, mit dem er bereits schriftlich in Kontakt stand, stieß; eine Pariser Dadaistengruppe formierte sich (vgl. Engler 2000, S. 367). Nach vielen gemeinsamen Aktionen kam es aufgrund von Unstimmigkeiten (Breton wollte - über die reine Provokation hinaus - vor allem politische Aktionen) 1922 zur Auflösung der Gruppe und zur Herausbildung der selbständigen Bewegung des Surrealismus, zu deren engeren Kreis Breton neben sich u.a. Aragon, Desnos, Éluard, Péret und Soupault zählte (vgl. Engler 2000, S. 368).
Dadaismus und Surrealismus bedingten einander und gingen teilweise ineinander über (auch weil viele Künstler, wie bereits erwähnt, Mitglieder in beiden Strömungen waren). Dennoch war der Surrealismus nicht nur eine Weiterentwicklung des Dadaismus; es gab einige Unterschiede, die im Folgenden dargestellt werden sollen.
Der Surrealismus war nicht nur reine Negation, sondern eine politische Protestbewegung mit theoretischem Unterbau (u.a. begründet in den Manifesten Bretons, Vgl. Abschnitt 4.1). Seine Entstehung basierte nicht auf einem willkürlichen Einfall, sondern war das Ergebnis einer langsamen Entwicklung. Auch der Name der Bewegung war nicht zufällig gewählt, sondern bedeutungstragend.
[...]
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