Über den Suchgiganten Google oder die Antwort auf die Frage: Wird Google auch zukünftig den Suchmaschinenmarkt beherrschen?

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Über den Suchgiganten Google oder die Antwort auf die Frage: Wird Google auch zukünftig den Suchmaschinenmarkt beherrschen?
Autor: Susanne Richter
Fach: Informatik - Internet, neue Technologien
Veranstaltung: Seminar Online Dienste
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Kommunikationswissenschaften)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 39
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1170 KB
Archivnummer: V36610
ISBN (E-Book): 978-3-638-36184-2
ISBN (Buch): 978-3-640-12462-6
Anmerkungen :
Diese Seminararbeit entstand im Nebenfach Kommunikationswissenschaft. Da wir durch den Dozenten einige Freiheiten zum Verfassen der Seminararbeit hatten, habe ich dieses Thema sehr an mein Diplom-Hauptfach Informatik angelehnt. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand

Zusammenfassung / Abstract

Das Internet ist das riesige Netz von Computern auf der ganzen Welt. Sie sind zusammengeschlossen und theoretisch kann jeder von jedem Ort aus jeden erreichen. In diesem Netz befinden sich Billionen von mehr oder weniger wichtigen Informationen. Meistens interessiert man sich ja doch nur für einen winzigen Bruchteil dieses riesigen mächtigen Netzes. Aber wie kann man das Internet für sich nutzen? Wie kann man etwas finden, wenn man nur ein Schlagwort kennt? Wer hilft dem Benutzer, sich in dem riesigen Dschungel von Internetseiten zurechtzufinden? Die Antwort darauf heißt: Suchmaschinen, Kataloge, Datenbanken. Darunter befindet sich auch die meistgenutzte textbasierte Suchmaschine. GOOGLE ist auf dem Weg, zum wichtigsten Schleusenwärter des Internet zu werden. Denn mehr als 90 Prozent aller Nutzer von Online-Inhalten weltweit verwenden den Suchdienst regelmäßig. Inzwischen gibt die Suchmaschine täglich Antworten auf mehr als 200 Millionen Suchanfragen in 88 Sprachen. Sie ist die weltweit fünftgrößte Internetseite und mit 14 Millionen Nutzern die zweitgrößte aller Internetseiten Deutschlands (Quelle: Nielsen//NetRatings März 2003) [14]. In zahlreichen Umfragen und Tests (zum Beispiel von Stiftung Warentest) schneidet sie mit Abstand als beste Suchmaschine ab. Bei diesen Zahlen ist es sicher kein Zufall, dass der Name Google ein Wortspiel mit dem Begriff „googol“ ist. Dieser Begriff wurde von Milton Sirott, einem Neffen des amerikanischen Mathematikers Edward Kasner, geprägt und bezeichnet eine Zahl mit einer Eins und Hundert Nullen. Die Gründer des Unternehmens drücken sein Ziel also direkt im Namen aus: die Organisation der immensen Menge an Informationen aus dem World Wide Web und aus der übrigen Welt. In dieser Arbeit soll genauer gezeigt werden, welche Eigenschaften Google seinen Ruf verleihen, mit welchen Schwierigkeiten die Suchmaschine zu kämpfen hat und wie diese die Zukunft Googles beeinflussen werden.

Textauszug (computergeneriert)

Über den Suchgiganten Google oder die Antwort auf
die Frage: Wird Google auch zukünftig den
Suchmaschinenmarkt beherrschen?

von: Susanne Richter

 


Gliederung

1. EINLEITUNG - 5 -

2. GESCHICHTE DES UNTERNEHMENS - 7 -

3. DIE GEHEIMEN ALGORITHMEN - 10 -

4. FINANZIERUNG - 12 -

4.1 GOOGLE ADWORDS - 14 -
4.2 BÖRSENGANG - 16 -

5. ZUSÄTZLICHE DIENSTE - 17 -

6. GOOGLES KONKURRENZ - 21 -

6.1 DER HAUPTKONKURRENT - 23 -

7. FAZIT - 24 -

8. QUELLENANGABE - 26 -

9. ANHANG - 27 -

9.1 ZWANZIG JAHRE USENET - 27 -
9.2 OFFENER BRIEF AN GOOGLE-GRÜNDER - 30 -
9.3 BEZIEHUNGSGEFLECHT DER SUCHMASCHINEN - 36 -
9.4 SUCHMASCHINEN-LISTE - 38 -
9.5 CODE OF CONDUCT - 40 -


Ich möchte meine Arbeit mit einer Einführung in die Suchmaschinenproblematik und einem kurzen Beleuchten der Vor- und Nachteile von Google beginnen. Um zu zeigen, welche Unternehmensstruktur Google besitzt und wie diese dem Erfolg zugute kommen, beschäftige ich mich unter Punkt 2 mit der Geschichte von den Anfängen bis heute. Unter Punkt 3 möchte ich die geheimen Algorithmen erläutern, mit denen Google Ergebnisse einer Suche auflistet und zeigen, welche Probleme die Suchmaschine mit dem Austricksen dieser doch nicht mehr allzu geheimen Technik hat. Sehr interessant ist die Finanzierung einer Suchmaschine, die unter Punkt 4 erklärt werden soll. In den beiden Unterpunkten erläutere ich das Anzeigenprogramm AdWords von Google und den Börsengang des Unternehmens.
Google bietet nicht nur die „normale“ Suche im Internet an. Über die Zeit sind viele andere Dienste hinzugekommen. Die wichtigsten und interessantesten möchte ich unter Punkt 5 vorstellen. Punkt 6 beschäftigt sich mit Googles Konkurrenten, also jenen Anbietern, die die Zukunft des Suchmaschinenriesen gefährden könnten. Schließlich möchte ich meine Hausarbeit mit der Beantwortung der Frage: „Wird Google auch in Zukunft den Suchmaschinenmarkt beherrschen?“ im Fazit beenden.

1. Einleitung

Das Internet ist das riesige Netz von Computern auf der ganzen Welt. Sie sind zusammengeschlossen und theoretisch kann jeder von jedem Ort aus jeden erreichen. In diesem Netz befinden sich Billionen von mehr oder weniger wichtigen Informationen. Meistens interessiert man sich ja doch nur für einen winzigen Bruchteil dieses riesigen mächtigen Netzes. Aber wie kann man das Internet für sich nutzen? Wie kann man etwas finden, wenn man nur ein Schlagwort kennt? Wer hilft dem Benutzer, sich in dem riesigen Dschungel von Internetseiten zurechtzufinden? Die Antwort darauf heißt: Suchmaschinen, Kataloge, Datenbanken. Darunter befindet sich auch die meistgenutzte textbasierte Suchmaschine. Google ist auf dem Weg, zum wichtigsten Schleusenwärter des Internet zu werden. Denn mehr als 90 Prozent aller Nutzer von Online-Inhalten weltweit verwenden den Suchdienst regelmäßig. Inzwischen gibt die Suchmaschine täglich Antworten auf mehr als 200 Millionen Suchanfragen in 88 Sprachen. Sie ist die weltweit fünftgrößte Internetseite und mit 14 Millionen Nutzern die zweitgrößte aller Internetseiten Deutschlands (Quelle: Nielsen//NetRatings März 2003) [14]. In zahlreichen Umfragen und Tests (zum Beispiel von Stiftung Warentest) schneidet sie mit Abstand als beste Suchmaschine ab. Bei diesen Zahlen ist es sicher kein Zufall, dass der Name Google ein Wortspiel mit dem Begriff „googol“ ist. Dieser Begriff wurde von Milton Sirott, einem Neffen des amerikanischen Mathematikers Edward Kasner, geprägt und bezeichnet eine Zahl mit einer Eins und Hundert Nullen. Die Gründer des Unternehmens drücken sein Ziel also direkt im Namen aus: die Organisation der immensen Menge an Informationen aus dem World Wide Web und aus der übrigen Welt.

Abbildung 1: Anzeige der Millionen Suchergebnisse, eben ein "googol" [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Google mit einer einzigartigen Kombination der neuesten Hard- und Software. Die Geschwindigkeit, die man beim Suchen beobachten kann, basiert teilweise auf der Effektivität des Suchalgorithmus und teilweise auf den Tausenden von „Low-Cost“-PCs, die Google in einem Netzwerk zu einer Hochgeschwindigkeitssuchmaschine zusammengeschlossen hat. Nach eigenen Angaben kennt Google mit etwa 3,3 Milliarden WWW-Seiten deutlich mehr Online-Inhalte als andere Suchmaschinen. Zum Vergleich: als die Google-Gründer ihre Suchmaschine das erste Mal offiziell auf der 7. Internationalen World Wide Web Conference in 1998 Brisbane vorstellten, indizierte Google laut Conference-Paper „nur“ 24 Millionen Internetseiten. Experten wie der Hamburger Webdesigner Stefan Karzauninkat (Betreiber der Seite www.suchfibel.de, Autor des Buches „Die Suchfibel“) gehen heute davon aus, dass Google nur etwa ein Viertel aller Netzinhalte berücksichtigt. Und trotzdem: Der Aufstieg von Google gehört zu den ganz wenigen verbliebenen Erfolgstorys der New Economy. [7]

Auf den ersten Blick zeigt sich Google besonders offenherzig auf seiner Seite, wenn es darum geht, Informationen über sich preiszugeben. Erst bei näherem Hinsehen erkennt man, dass die meisten Informationen gleich mehrmals auf verschiedenen Seiten auftauchen und auch nur bereits bekannte Basisinformationen darstellen. An erster Stelle findet man Gründe, warum man Google benutzen sollte – und zwar weil „Google die relevantesten Suchergebnisse liefert, schnell und zuerst“. [14] Google bringt Ordnung ins Web und zeigt nur Seiten an, die den gewünschten Suchbegriff enthalten. Das Unternehmen wirbt aber auch mit den Worten „Google kann Sie glücklich machen!“ für sich. [14]
Meiner Meinung nach kann das Unternehmen sich dieses Urteil durchaus leisten. Das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2003 zur „Qualität und Nutzung von Suchmaschinen“ ergab unter 1000 Telefonbefragten, dass Google die mit Abstand am häufigsten genutzte Suchmaschine (69%) ist, gefolgt von Yahoo (10%) und Lycos (5%). [13] Dabei werden die Benutzer mit Sicherheit die schlichte, für heutige Verhältnisse fast schon asketisch wirkende Oberfläche zu schätzen wissen. Statt den Blick des Benutzers vom Wesentlichen abzulenken, ermöglicht das spartanische Layout eine schnelle Orientierung.

Problematisch an der starken Stellung von Google ist aber nicht nur die drohende Marktbeherrschung, sondern auch die mangelnde Transparenz bei der Erstellung der Rankings. Dies hat auch Prof. Dr. Marcel Machill, Journalistik-Professor an der Universität Leipzig, für die Bertelsmann-Studie kritisiert. Dass einige Online-Anbieter bereits gezielt versucht haben, mit einer Fülle aufeinander verweisender eigener Seiten den Listenplatz zu verbessern, ist kein Geheimnis mehr (siehe Punkt 3). In solchen Fällen landen die Nutzer manchmal auf Homepages, die statt Inhalten nur Marketing und Website-Tipps bieten. [7] Diese mit sogenanntem Spam verseuchten Ergebnisse sind tatsächlich mehr ein Problem des Suchgiganten als bei kleineren Suchmaschinen. Denn der große Erfolg Googles ruft aus allen Ecken zwielichtige „Suchmaschinenoptimierer“ auf den Plan, die mit allerlei Tricks die Trefferlisten manipulieren. Selbst der beste noch so geheime Suchalgorithmus kann ausgetrickst werden, wie man an diesem Beispiel sieht. Als zusätzliche Schwäche des Suchmaschinen-Marktführers gilt seine mangelnde Aktualität. So werden neue Versionen von Web-Inhalten von den Google-Suchrobotern häufig erst nach Wochen registriert. Auf der Google-Seite selber erfährt man, dass der Index ungefähr alle 4 Wochen aktualisiert wird. Bei jeder Aktualisierung verändert sich dann der Index der vielen Internetseiten.
Im weiteren Verlauf möchte ich genauer zeigen, welche Eigenschaften Google seinen Ruf verleihen, mit welchen Schwierigkeiten die Suchmaschine zu kämpfen hat und wie diese die Zukunft Googles beeinflussen werden.

2. Geschichte des Unternehmens

Wenn man die Geschichte von Hewlett-Packard oder Yahoo! kennt, dann kennt man auch die von Google, das sich zu diesen Erfolgsgeschichten gesellen darf. Alle drei Unternehmen wurden von zwei befreundeten Stanford-Studenten gegründet und anfangs als Hobby oder bescheiden in einer Garage betrieben.
1998 gründeten Sergey Brin und Larry Page das Unternehmen Google, Inc. Sergey Brin, der in Moskau geboren wurde, erlangte seinen Bachelor of Science mit Auszeichnung in Mathematik und Informatik von der Universität von Maryland in College Park. Zurzeit ist er von der Stanford Universität, wo er seinen Master-Abschluss erlangte, als Doktorand der Informatik beurlaubt. Brin erhielt ein Graduiertenstipendium der National Science Foundation sowie einen Ehren-MBA des Insitituto de Empresa. In Stanford traf er Larry Page und arbeitete zusammen mit ihm an dem Projekt, aus dem Google entstand. Heute hat er in dem Unternehmen die Position des President, Technology inne. Brins Forschungsinteressen sind unter anderem Suchmaschinen, der Auszug von Informationen aus unstrukturierten Quellen sowie Data Mining von großen Textsammlungen und wissenschaftlichen Daten. Er hat mehr als ein Dutzend akademischer Aufsätze veröffentlicht, darunter „Extracting Patterns and Relations from the World Wide Web” oder “Dynamic Data Mining: A New Architecture for Data with High Dimensionality” (zusammen mit Larry Page). Brin war auf mehreren internationalen akademischen, Wirtschafts- und Technologiekongressen Hauptredner, unter anderem beim World Economic Forum und der Technology, Entertainment and Design Conference.

Larry Page übernahm bei der Gründung von Google die Position des CEO (Chief Executive Officer). Unter seiner Leitung wuchs das Unternehmen auf über 200 Mitarbeiter und erreichte die Rentabilitätszone. Im April 2001 wurde er dann President of Products. Die Position des CEO bekleidet heute Dr. Eric Schmidt. Zusammen mit Page und Brin ist er für den laufenden Geschäftsbetrieb verantwortlich. Als Sohn des Informatikprofessors Dr. Carl Victor Page (Michigan State University) entwickelte Larry Page schon im Alter von sechs Jahren eine Begeisterung für Computer. Er folgte zwar mit seinem Studium dem Beispiel seines Vaters, seinen Bachelor of Science mit Auszeichnung in Informatik erlangte er jedoch von der Universität von Michigan. Während seines Studiums in Ann Arbor war Page Präsident der Eta Kappa Nu Honor Society der Universität und baute einen programmierbaren Plotter und Tintenstrahldrucker aus Lego™. Ebenfalls während seines Doktorandenstudiums der Informatik an der Universität Stanford lernte Page Sergey Brin kennen. Nach dem Abschluss als Master ließ sich Page von Stanford beurlauben. Wie Brin wurde auch er vom Insitituto de Empresa mit einem Ehren-MBA bedacht und erhielt als erster den Recent Engineering Graduate Award der Alumni Society der Universität von Michigan. Page war Redner bei Kongressen wie der Technology, Entertainment and Design Conference, The Wall Street Journal Technology Summit, dem World Economic Forum und dem Commonwealth Club. Er wurde 2002 vom World Economic Forum als "internationale Führungspersönlichkeit der Zukunft" und von der Zeitschrift "Technology Review" des Massachusetts Institute of Technology (MIT) als "junger Innovator, der die Zukunft erschaffen wird" bezeichnet. Page ist Mitglied des National Advisory Committee (NAC) des College für Ingenieurwesen der Universität von Michigan. Er wurde vom Research and Development Magazine zum "Innovator des Jahres" ernannt und 2004 in die National Academy of Engineering gewählt. Außerdem wurden er und Sergey Brin auch 2004 in ABC World News Tonight zu den "Personen der Woche" ernannt.

[...]

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/36610/