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Den neutestamentlichen Kirchenbegriff erläutern und überlegen, welche Strukturen und Verständnisweisen sich daraus für die Gegenwart ergeben

Termpaper, 2003, 10 Pages
Author: Birgit Dutine
Subject: Theology - Systematic Theology

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 10
Grade: 2,2
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V37182
ISBN (E-book): 978-3-638-36601-4

File size: 209 KB


Excerpt (computer-generated)

Den neutestamentlichen Kirchenbegriff erläutern und
überlegen, welche Strukturen und Verständnisweisen
sich daraus für die Gegenwart ergeben

von: Birgit Dutine

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Die Frage der Kirchengründung

3. Das vorösterliche Wirken Jesu in Hinblick auf Kirche

3.1 Jesu Botschaft
3.2 Die Jünger Jesu
3.3 Zeichenhaftes Handeln Jesu

4. Die Urgemeinde

4.1 Entstehung der Urgemeinde
4.2 Strukturen und Ämter der Urgemeinde
4.3 Wesen der Urgemeinde

5. Paulinische Theologie der Kirche

5.1 Definition „Kirche“ bei Paulus
5.2 Kirche als Leib Christi
5.3 Sakramentale Kirche

6. Weitere Theologien der Kirche im Neuen Testament

6.1 Kirche bei Matthäus
6.2 Kirche bei Johannes
6.3 Darstellungen von Kirche in weiteren Schriften

7. Vielfalt und Einheit der Kirche

8. Chancen und Möglichkeiten der Kirche aufgrund neutestamentlicher Kirchenbilder

9. Literaturverzeichnis


 

1. Einleitung

Viele Menschen in der heutigen Zeit haben ihre Schwierigkeiten mit der heutigen Kirche. So ist der Begriff „Kirche“ häufig nicht recht zu verstehen. Die Kirche wird vielfach als Institution mit Vorschriften und patriarchalischen Strukturen gesehen, die mit dem heutigen Leben nichts mehr zu tun haben. Die Folge davon sind Kirchenmüdigkeit und Kirchenaustritte, die in vielen Gemeinden zu erkennen sind. „Jesus ja – Kirche nein“ so ist das Motto vieler Christen. Denn was hat Kirche heute noch mit Jesus zu tun? Dennoch erfahren Menschen die Kirche auch als Ort, wo Gemeinschaft spürbar ist, wo Menschen einander begegnen, wo Christen miteinander ihren Glauben leben und erleben und wo jeder Mensch Trost und Hilfe finden kann. Das gesamte Christusereignis vom Wirken des irdischen Jesus, seine Auferstehung und das Wirken in der nachösterlichen Zeit sind in Schriften des Neuen Testaments erfahrbar. Jesus als die Mitte des christlichen Glaubens sehen, den Heiligen Geist fühlen und Gott als das Fundament von allem erkennen – so können wir viel über Wesen und Struktur der Kirche im Neuen Testament erfahren.

2. Die Frage der Kirchengründung

Für uns Christen stellt sich in erster Linie die Frage, ob und wie Kirche mit Jesus von Nazareth begonnen hat. Wo ist die Verbindung von Jesus zur Kirche? Jesus selbst hat in seinen Predigten den Begriff „Reich Gottes“ verwendet. Allen Menschen das Heil verkünden, sie jetzt zur Umkehr aufrufen (Mk 1, 15), war die zentrale Botschaft seines Wirkens. Um von der Heilsaussage des „Reiches Gottes“ zu dem Begriff „Kirche“ zu gelangen, muss man das gesamte Christusereignis einbeziehen. Das irdische Wirken des vorösterlichen Jesu, den Auftrag, den er an seine Jünger weitergab und die Gemeinde in der nachösterlichen Zeit bilden zusammen eine Einheit, mit der man Wesen und Struktur der Kirche verstehen kann.

3. Das vorösterliche Wirken Jesu in Hinblick auf Kirche Jesu Botschaft

Zunächst kann man sagen, dass der predigende Jesus eine Zeitspanne bis heute sicher nicht erwartet hat. Wie bei Mk 1,15 zu sehen ist, glaubte Jesus, dass die „Zeit erfüllt, das Reich Gottes nahe ist“. Diese echatologische Naherwartung und „die Vergegenwärtigung der grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit Gottes in konkreten Unheilsituationen“1 bestimmten Jesu Leben und Handeln bis kurz vor seinen Tod.

3.1 Die Jünger Jesu

So hat er Menschen aktiv um sich versammelt, die sich ihm bedingungslos anschlossen. (siehe Mk 1, 16 – 18 und Mk 2, 14).Jesus wandte sich betont an ganz Israel. Dies wird deutlich an der Zahl der 12 Jünger, die für die 12 Stämme Israel stehen. „Nur Juda, Benjamin und eine Hälfte von Levi existierte noch, die anderen galten seit der Eroberung des Nordreiches als verstreut, vermischt, verschollen.“ 2 So konnte die anbrechende Endzeit Israel wieder vollständig herstellen. Auch die Auswahl der Jünger zeigt den Aspekt der „Allgemeinheit“. So befinden sich Menschen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten, aus Randgruppen wie Zöllner und Zeloten darunter. Dies lässt die Vielschichtigkeit der Menschen, die zum Heil berufen sind, sehen; keiner wird ausgeschlossen.

Jesus bildete seine Jünger aus, indem er sie in seine Botschaft (Verkündigung der Gottesbotschaft, Austreibung der Dämonen usw.) unterwies und beauftragte sie gleichzeitig, diese Botschaft an die „verlorenen Schafe des Hauses Israel“ (Mt 10, 6) weiterzugeben. Auch andere haben diesen Auftrag von Jesus bekommen (siehe Lk 10, 1 – 11). Simon spielt hier als Petrus, der „Fels“, eine eigene besondere Rolle. „Der Jüngerkreis Jesu bildete also vor Ostern bereits – wenn auch gewiss nicht im Sinne einer „Kirche“ – so etwas wie eine „soziale Institution.“3

3.2 Zeichenhaftes Handeln Jesu

[...]


1 Vgl. „Handbuch der Dogmatik“ hgg. von Theodor Schneider, Patmos Verlag 1992, S. 54

2 Vgl. „Was wir glauben“ hgg. von Theodor Schneider, Patmos-Verlag 1998, S. 371

3 Vgl. Theodor Schneider „Was wir glauben“ S. 373


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