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Autor: Agata Ritzka
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Tags: Ansätze, Theorie, Effekte
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 15 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 338 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36980-0
Textauszug (computergeneriert)
Ansätze einer Theorie externer Effekte
von: Agata Ritzka
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Marktversagen am Beispiel externer Effekte 3
2.1. Definition externer Effekte 3
2.2. Externe Kosten 4
2.3. Unterscheidung 5
2.3.1. Technologische Externalitäten 5
2.3.2. Pekuniäre Externalitäten 5
2.3.3. Psychologische Externalitäten 6
2.4. Externe Effekte und Pareto – Effizienz 6
3. Folgen für die Wirtschaftspolitik 7
3.1. Positive externe Effekte 7
3.2. Negative externe Effekte 8
4. Ansätze zur Internalisierung externer Effekte 8
4.1. Notwendigkeit der Internalisierung 9
4.2. Möglichkeiten zur Verhinderung der Internalisierung externer Effekte 10
4.2.1. Das Verbot der Produktion externer Effekte 10
4.2.2. Kollektive Entscheidungen 10
4.3. Das Coase – Theorem 11
5. Politische Maßnahmen bei externen Effekten 12
5.1. Regulierung 12
5.2. Das Konzept der Pigou – Steuer 13
5.3. Umweltzertifikate 15
6. Zusammenfassung 15
7. Literaturangaben 17
7.1. Literatur 17
7.2. URLs 18
1. Einleitung
„In einer Reihe von Fällen führt ein System von Märkten zu wirtschaftlich und politisch nicht erwünschten Ergebnissen.“1 Wenn externe Effekte vorliegen, erhalten die Marktteilnehmer falsche Signale, Qualität und Menge der produzierten und verbrauchten Güter weichen vom Wohlfahrtsoptimum ab; man spricht dann von Marktversagen. 2 Eine Art des Marktversagens sind die externen Effekte. Externe Effekte werden in der Regel bei der Bildung eines Marktes nicht berücksichtigt, da z.B. die Umweltressourcen von allen kostenlos genutzt werden kann. Dabei werden die sozialen Kosten, die bei der Nutzung entstehen, automatisch unbeteiligten Dritten auferlegt. Auf der anderen Seite jedoch, kommt ein Nutzen, der als externer Effekt entsteht, nicht alleine dem Verursacher zu Gute.
2. Marktversagen am Beispiel externer Effekte
„Das Marktversagen kennzeichnet die Fälle, in denen die Märkte entweder bestimmte Vorgänge oder Probleme gar nicht registrieren, daher auch nicht lösen können oder wirtschaftliche und soziale Ergebnisse zeitigen, die wirtschafts- und gesellschaftspolitisch nicht akzeptiert werden. In solchen Fällen ist der Staat gefordert, wirtschafts- und sozialpolitische Gestaltungs- und Korrekturaufgaben zu verwirklichen.“
2.1. Definition externer Effekte
Bei dem Phänomen externer Effekte handelt es sich um die wohl bedeutsamste Ursache für Marktversagen. Sie stellen den Überbegriff für externe Kosten- sowie Externe Nutzenströme dar. Sehr allgemein formuliert kann man unter einem externen Effekt die Beeinflussung von Produktions- oder Konsummöglichkeiten, die zur keiner Veränderung relativer Preise führen, verstehen.4 „Diese Definition externer Effekte lässt sich anhand eines einfachen Beispiels verdeutlichen. Stellen wir uns vor, wir befinden uns auf dem besten Tribünenplatz eines Fußballstadions in Erwartung einer Veranstaltung, die zu sehen uns großen Nutzen verschaffen soll. Neben uns nimmt ein Mann Platz, der alsbald eine übelriechende Zigarre zu rauchen beginnt. Nehmen wir weiterhin an, wir seien Nichtraucher und die zu uns herüberziehenden Rauchschwaden verursachen bei uns Hustenanfälle und Übelkeit. Unser Nachbar verursacht einen externen Effekt. Er beeinflusst unsere Konsummöglichkeiten (der Spaß an der Veranstaltung wird uns bald vergehen), ohne dass sich dies in irgendeiner Weise in einer Veränderung relativer Preise niederschlägt. Es gibt nämlich in aller Regel keinen Preis für Nichtraucherplätze in Fußballstadien. Gäbe es ihn, so hätten wir die Möglichkeit, dadurch, dass wir einen entsprechenden Preis entrichten, das Recht auf einen ’rauchfreien’ Tribünenplatz zu erwerben. Dieses Eigentumsrecht wäre durchsetzbar und in gewisser Weise könnten wir dann andere Konsumenten vom Gebrauch ’Ihrer Luft’ als Aufnahmemedium für Schadstoffe ausschließen.“5
Die Tatsache, dass es bei externen Effekten nicht zu Preisreaktionen kommt, ist entscheidend. Preise haben die Funktion, die relative Knappheit von Gütern und Ressourcen anzuzeigen. Indem sie dies tun, schaffen sie die Vorraussetzung dafür, dass bei den Allokationsentscheidungen, bei Produktion und Konsum alle relevanten Kosten und Erträge berücksichtigt werden können. Externe Effekte wirken gewissermaßen am Preissystem vorbei (in diesem Sinne ist der Begriff „extern“ zu verstehen) und verursachen dadurch eine Preisverzerrung. Der Zigarrenraucher verursacht durch seinen Konsum Kosten, die er nicht selber trägt, sondern auf uns abwälzt. Müsste er diese Kosten übernehmen, etwa in dem er den erlittenen Schaden kompensiert und uns das Eintrittsgeld erstattet, würde er vielleicht auf den Konsum seiner Zigarre verzichten und das wäre in diesem Falle eine effiziente Lösung.6
2.2. Externe Kosten
„Externe Kosten sind die Kosten, die ein Unternehmer verursacht, die aber außerhalb seines Unternehmens entstehen, d. h., wer durch ein Produktionsverfahren die Umwelt verschmutzt, erzeugt externe Kosten zur Beseitigung der Umweltschäden. Verschmutzt beispielsweise ein Chemiewerk am Oberlauf eines Flusses das Wasser (zum Beispiel Produktion ohne Kläranlage), so benötigt das Wasserwerk einen erhöhten Reinigungsaufwand für das Wasser und verursacht damit höhere Kosten. Dadurch stimmen die betriebswirtschaftlichen Kosten (im Unternehmen anfallenden Produktionskosten) und die volkswirtschaftlichen Kosten (die gesamten in der Volkswirtschaft anfallenden Kosten) nicht überein. Das Chemiewerk wird sich für die volkswirtschaftlich teurere Produktion ohne Kläranlage entscheiden, weil die externen Kosten nicht in seine Wirtschaftlichkeitsrechnung eingehen, und es wird seine Produkte dem Verbraucher (aus volkswirtschaftlicher Sicht) zu billig anbieten. Die Folge ist dann, dass von dem umweltschädigend hergestellten Gut zu viel nachgefragt wird und Unternehmen, die sich umweltfreundlicher verhalten, werden vom Markt verdrängt. Es kommt zur einer Fehlallokation.
[...]
1 Neubäumer/Hewel (1994) - S. 21
2 vgl. Fritsch/Wein/Ewers (1993) - S. 55
3 http://www.schoolwork.de/wirtgeo/sozmarkterwneo.php, 06.07.2004
4 vgl. Weimann (2001) - S. 133
5 Weimann (2001) - S. 134
6 vgl. Weimann (2001) - S. 134
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