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Hausarbeit, 2005, 25 Seiten
Autor: Alexandra Strathmann
Fach: Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Details
Institution/Hochschule: Universität Bielefeld
Tags: Erstspracherwerb, Spracherwerb, Kind, sprechen
Jahr: 2005
Seiten: 25
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-38591-6
ISBN (Buch): 978-3-638-65523-1
Dateigröße: 367 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Kinder werden in eine Gemeinschaft hereingeboren, in der das Hauptkommunikationsmittel die Sprache ist und mit der das Neugeborene schon vor der eigentlichen Geburt konfrontiert wird. Es wird dem Kleinkind keine andere Wahl gelassen, als die Sprache, die dann die Muttersprache wird, zu lernen. Der Säugling erlernt nicht nur die Sprache, sondern er lernt auch sehr viel über die Sprache. Für die Erwachsenen ist es alltäglich und ganz normal geworden sich mit Freunden, Verwandten und mit jedem Mitbürger in einer Sprache zu unterhalten. Selten wird an den schwierigen Erwerb der eigenen Sprache gedacht und daran, was für ein langwieriger Prozess der Erstspracherwerb ist, denn „ zwar beherrscht schon ein Kind im Grundschulalter seine Sprache im allgemeinen recht gut, aber viele Strukturen werden erst später gelernt [...], und die sprachlichen Aufgaben, die es zu lösen hat, sind relativ eingeschränkt Dies zeigt, daß der [Erstspracherwerb] keinesfalls besonders schnell und leicht ist.“ (Klann- Delius 1999, S. 22) Wie erlernt das Kind nun die Sprache? Lernt es durch Nachahmung oder kommen die Wörter irgendwann von alleine? Diese Fragen und der Lernprozess ist das Thema dieser Hausarbeit. Im ersten Teil geht es um die ersten Worte und Laute, die ein Kind produziert. Es werden die einzelnen Phasen des Erstspracherwerbs vorgestellt. Von den Phasen gehe ich über zu dem ersten Wort, dass ein Kleinkind produziert und zu dem Prozess, der sich „nach dem ersten Wort“ nennt. Ein Phänomen, dass man bei Erwachsenen beobachten kann, wenn sie mit kleinen Kindern sprechen ist, dass sie ihre Stimme verändern. Auf dieses Phänomen des „Baby Talks“ gehe ich dann im nächsten Punkt ein, der zur Entwicklung des Satzes führt. Da zur Sprache ebenfalls die Körpersprache zählt, hat der letzte Punkt die Entwicklung der Gestik und der Mimik zum Thema. Ich habe bewusst die verschiedenen Theorien nicht zum Bestandteil der Arbeit gemacht, weil ich die Praxis in den Vordergrund stellen wollte und so auch den Umfang der Arbeit, wie vorgegeben, halten konnte.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Bielefeld
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaften
Seminar: Spracherwerb
Der Erstspracherwerb
von: Alexandra Strathmann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Vor dem ersten Wort 4
2.1 Die Phasen des Erstspracherwerbs 4
2.2 Die Habituationstechnik 5
2.3 Zusammenfassung 7
3. Das erste Wort 8
4. Nach dem ersten Wort 11
5. Der Baby Talk 13
6. Die Entwicklung des Satzes 15
6.1 Der Hauptsatz 16
6.2 Der Nebensatz 18
7. Die Entwicklung von Gestik und Mimik 21
8. Fazit 23
9. Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
Kinder werden in eine Gemeinschaft hereingeboren, in der das Hauptkommunikationsmittel die Sprache ist und mit der das Neugeborene schon vor der eigentlichen Geburt konfrontiert wird. Es wird dem Kleinkind keine andere Wahl gelassen, als die Sprache, die dann die Muttersprache wird, zu lernen. Der Säugling erlernt nicht nur die Sprache, sondern er lernt auch sehr viel über die Sprache.
Für die Erwachsenen ist es alltäglich und ganz normal geworden sich mit Freunden, Verwandten und mit jedem Mitbürger in einer Sprache zu unterhalten. Selten wird an den schwierigen Erwerb der eigenen Sprache gedacht und daran, was für ein langwieriger Prozess der Erstspracherwerb ist, denn „ zwar beherrscht schon ein Kind im Grundschulalter seine Sprache im allgemeinen recht gut, aber viele Strukturen werden erst später gelernt [...], und die sprachlichen Aufgaben, die es zu lösen hat, sind relativ eingeschränkt Dies zeigt, daß der [Erstspracherwerb] keinesfalls besonders schnell und leicht ist.“ 1
Wie erlernt das Kind nun die Sprache? Lernt es durch Nachahmung oder kommen die Wörter irgendwann von alleine? Diese Fragen und der Lernprozess ist das Thema dieser Hausarbeit. Im ersten Teil geht es um die ersten Worte und Laute, die ein Kind produziert. Es werden die einzelnen Phasen des Erstspracherwerbs vorgestellt. Von den Phasen gehe ich über zu dem ersten Wort, dass ein Kleinkind produziert und zu dem Prozess, der sich „nach dem ersten Wort“ nennt. Ein Phänomen, dass man bei Erwachsenen beobachten kann, wenn sie mit kleinen Kindern sprechen ist, dass sie ihre Stimme verändern. Auf dieses Phänomen des „Baby Talks“ gehe ich dann im nächsten Punkt ein, der zur Entwicklung des Satzes führt. Da zur Sprache ebenfalls die Körpersprache zählt, hat der letzte Punkt die Entwicklung der Gestik und der Mimik zum Thema. Ich habe bewusst die verschiedenen Theorien nicht zum Bestandteil der Arbeit gemacht, weil ich die Praxis in den Vordergrund stellen wollte und so auch den Umfang der Arbeit, wie vorgegeben, halten konnte.
2. Vor dem ersten Wort
2.1 Die Phasen des Erstspracherwerbs
Phase 1: Im Mutterleib
Bereits im Mutterleib ist der Fötus soweit entwickelt, dass er ab dem sechsten Monat akustische Informationen wahrnehmen kann. Die Stimme der eigenen Mutter und ihr Herzschlag sind die beiden Dinge, die der Fötus am intensivsten wahrnimmt Deshalb verfügt das Kind bei der Geburt bereits über die Fähigkeit der auditiven Diskriminierung, die ihm ermöglicht, die Stimme der eigenen Mutter bereits nach wenigen Tagen von anderen Stimmen zu unterscheiden2. Des weiteren verfügt ein Säugling über die Fähigkeiten verschiedene Informationsmuster zu differenzieren. Er besitzt eine hohe Sensivität für Wort- und Satzgrenzen und für Tonhöhen, Tonlängen und den Rhythmus. Der Rhythmus ist besonders wichtig für den Spracherwerb des Kindes3. „Die Sensibilität für psychoakustische Kategorien führt zur Bildung phonologischer Kategorien“ 4.
Phase 2: Schreien (Geburt bis sechs bis acht Wochen)
Das Schreien ist die erste Fähigkeit, die ein Säugling zur „vokalen Signalgebung“5 einsetzen kann. Jeder Säugling schreit, wenn er geboren wird, weil er sich an die neue Umwelt gewöhnt und daran, dass er seine Lunge zum Atmen einsetzten muss. Der Schrei ist eine Art Überlebenssicherung und hilft dem Säugling sich auf eine bestimmte Weise zu äußern. Das Schreinen nutzt der Säugling ebenfalls, um seine Stimme zu trainieren und die Lungenkapazität zu erweitern. Ab der zweiten Woche differenziert sich das Klangmuster je nachdem, welche Zustände das Kind aufweist. Der Säugling produziert ebenfalls einige ruhige Grundlaute, die sich in den weiteren Wochen des langsamen Heranwachsens ausbilden zu Anklängen von Vokalen und weichen Gaumenlauten. Bereits nach 20 bis 30 Tagen kann der Säugling die Stimme seiner Mutter erkennen und er hört Stimmen lieber als andere Geräusche.6 Der Säugling benutzt die prosodischen Merkmale seiner Muttersprache und die weiteren spezifischen Merkmale der Sprache um sie zu lernen. Laute und Lautverbindungen, die der Muttersprache immer ähnlicher werden, werden gebildet.7 So kann der Säugling schon bald Kontrast erkennen wie „ba“ und „pa“, oder „ba“ und „ga“. Das Schreinen verändert sich ebenfalls. Die Eintönigkeit des Schreines verändert sich so, dass man nach etwa fünf Wochen das Schreien nach Hunger von dem der Verdauungsstörungen unterscheiden kann. Jedoch sind die Schreilaute, wenn sie auch schon akustisch ausdifferenziert sind, trotzdem noch reine Reflexlaute, die noch keine Intention haben. Sie erfüllen aber ihren Zweck, denn wenn ein Kind schreit, weiss die Mutter meistens instinktiv, was dem Kind fehlt.8
2.2 Die Habituationstechnik:
[...]
1 Zitiert nach Klann- Delius 1999, S. 22
2 vgl. Rickheit et al 2002, S. 116
3 vgl. Müller 2002, S. 286
4 ebd. , S. 268
5 Klann- Delius 1999, S. 22
6 vgl. Klann- Delius, 1999, S.22f
7 vgl. Rickheit et al 2002, S. 116
8 vgl. Kainz 1970, S. 1ff
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