Konzepte und IT-Unterstützung für das Supply Chain Management close

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Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 57
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 40  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1659 KB
Archivnummer: V40165
ISBN (E-Book): 978-3-638-38745-3
ISBN (Buch): 978-3-638-68748-5

Zusammenfassung / Abstract

Supply Chain Management ist inzwischen in aller Munde. Viele namhafte Beratungsunternehmen und Institute, wie zum Beispiel die Fraunhofer Institute in Stuttgart, bieten Kurse und Beratungen zu diesem Thema an und propagieren das Supply Chain Management als die Herausforderung an das Management des 21. Jahrhunderts. (vgl. Fraunhofer IIS und ATL, 2004) Doch was ist so neu und revolutionär an Supply Chain Management? Wie verschaffen sich die Unternehmen hierdurch ein Wettbewerbsvorteil - und welche Rolle spielt dabei eine geeignete Softwareunterstützung? Die vorliegende Arbeit widmet sich der Beantwortung dieser Fragen. Ziel ist es dabei ein Grundverständnis für den Begriff des Supply Chain Management zu vermitteln und auf dieser Basis einen Überblick über die wichtigsten Konzepte des SCM zu geben. Schlussendlich soll die Wichtigkeit einer geeigneten IT-Unterstützung dargestellt werden. Dabei werden sowohl Aspekte der Betriebswirtschaft und der Logistik als auch informationstechnologische Aspekte betrachtet und im Kontext eines Supply Chain Management zu einer funktionalen Einheit zusammengeführt.

Textauszug (computergeneriert)

Konzepte und IT-Unterstützung für das
Supply Chain Management

von: Ulrike Wollgandt

4. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 5

1.1 Motivation und Aufgabenstellung 6
1.2 Aufbau der Arbeit 7

2 Grundlagen des Supply Chain Management 9

2.1 Begriff des Supply Chain Management 9

2.1.1 Supply Chain 9
2.1.2 Management 11
2.1.3 Supply Chain Management 11
2.1.4 Abgrenzung von der Logistik 12

2.2 Ziele des Supply Chain Management 13
2.3 Der Bullwhip – Effekt 14

3 Konzepte des Supply Chain Management 17

3.1 Supply Chain Operations Reference – Modell (SCOR) 17

3.1.1 Zielsetzung des SCOR – Modells 18
3.1.2 Differenzierungsebenen des SCOR – Modells 18

3.2 Das Efficient Consumer Response – Modell (ECR) 20

3.2.1 Strategien des ECR 20
3.2.2 Optimierungswerkzeuge des ECR 22

3.3 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) 25

3.3.1 CPFR im Detail 27
3.3.2 CPFR – ein lernender Prozess 29

3.4 Vendor Managed Inventory (VMI) 30

3.4.1 Vorteile des Vendor Managed Inventory 32
3.4.2 Risiken des Vendor Managed Inventory 33
3.4.3 Realisierung des Vendor Managed Inventory 34

4 IT – Unterstützung für das Supply Chain Management 35

4.1 Softwaremarkt für Supply Chain Management 35
4.2 Die Entwicklung der IT – Unterstützung 36
4.3 Die Schwächen von PPS- und ERP – Systemen 37
4.4 Advanced Planning and Scheduling (APS) – Systeme 38
4.5 Aufgaben von SCM – Software 41

4.5.1 Gestaltungsaufgaben 41
4.5.2 Planungsaufgaben 42
4.5.3 Supply Chain Execution 45
4.5.4 Querschnittsaufgaben 45

4.6 Chancen und Nutzen durch den Einsatz von SCM – Software 47

5 Ausblick 50

Literaturverzeichnis 55

 

Abkürzungsverzeichnis

ATP = Available to Promise
BIW  = Business Information Warehouse
bspw.  = beispielsweise
bzgl.  = bezüglich
bzw.  = beziehungsweise
collab.  = collaborative
CPFR  = Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
CRM  = Customer Relationship Management
CTP  = Capable to Promise
d.h.  = das heißt
dt.  = deutsch
ECR =  Efficient Consumer Response
ERP =  Enterprise Resource Planning
et al.  = et alia
i.d.R.  = in der Regel
IuK  = Information und Kommunikation
MRP (I)  = Material Requirements Planning
MRP II  = Manufacturing Resource Planning
o.g.  = oben genannte
PDM  = Produktdatenmanagement
POS  = Point of Sale
PPS =  Produktionsplanung und -steuerung
SCE  = Supply Chain Execution
SCEM  = Supply Chain Event Management
SCM  = Supply Chain Management
scm-CTC  = Supply Chain Management Competence & Transfer Center
SCOR Supply  = Chain Operations Reference
SCP Supply  = Chain Planning

 


1 Einleitung

Industrie- und Handelsunternehmen stehen heutzutage in einem harten Wettbewerb. Hochkomplexe und intransparente Unternehmensnetzwerke sehen sich aufgrund drastisch verringerter Markt- und Technologiezyklen zunehmend mit der Erfordernis konfrontiert, in immer kürzeren Zeitabständen innovative Produkte und Produktionsprozesse zu entwickeln und marktreife Erzeugnisse am Markt zu platzieren. (vgl. Walther, 2001) Um unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben, setzten viele Unternehmen zunehmend auf Automatisierung. Diese ist jedoch inzwischen in allen branchenführenden Unternehmen soweit vorangeschritten, dass sie kein Alleinstellungsmerkmal mehr darstellt, welches einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz einbringen könnte. Auch die Optimierung der Funktionen (Beschaffung, Absatz, Logistik usw.) sowie der Prozesse innerhalb des Unternehmens bringt aufgrund ihrer Isoliertheit nur begrenzten Erfolg. Den Fokus auf das eigene Unternehmen zu richten, reicht somit heutzutage nicht mehr aus.
Es besteht vielmehr die Notwendigkeit, die Geschäftsprozesse entlang der gesamten logistischen Wertschöpfungskette, von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung des fertigen Produktes an den Endkunden, zu optimieren. Dies erfordert eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Als logische Konsequenz gewinnt der Gedanke der Kooperation, d.h. der Vereinigung von Stärken verschiedener Partner, die sich konsequent auf ihre Kernkompetenzen ausgerichtet und ihre Prozesse und IT-Systeme aufeinander abgestimmt haben, die Oberhand. (vgl. business-wissen.de, 2004)
Immer mehr Unternehmen setzen daher auf ein „unternehmensübergreifendes Prozessoptimierungskonzept, das darauf ausgerichtet ist, Material- und Informationsflüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette ganzheitlich und unternehmensübergreifend zu gestalten“ (Arnold et al., 2001, 9) und sie in die Lage versetzt, mit der notwendigen Flexibilität am Markt zu agieren um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Sie setzen auf ein Konzept, durch dessen Einsatz für die Zukunft große Einsparungen prognostiziert werden (vgl. Arnold et al., 2001) und das nach Meinung vieler Experten den Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg darstellt (vgl. business-wissen.de, 2004) – sie setzen auf ein Supply Chain Management.

1.1 Motivation und Aufgabenstellung

Supply Chain Management ist inzwischen in aller Munde. Viele namhafte Beratungsunternehmen und Institute, wie zum Beispiel die Fraunhofer Institute in Stuttgart, bieten Kurse und Beratungen zu diesem Thema an und propagieren das Supply Chain Management als die Herausforderung an das Management des 21. Jahrhunderts. (vgl. Fraunhofer IIS und ATL, 2004)
Doch was ist so neu und revolutionär an Supply Chain Management? Wie verschaffen sich die Unternehmen hierdurch ein Wettbewerbsvorteil – und welche Rolle spielt dabei eine geeignete Softwareunterstützung?
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Beantwortung dieser Fragen. Ziel ist es dabei ein Grundverständnis für den Begriff des Supply Chain Management zu vermitteln und auf dieser Basis einen Überblick über die wichtigsten Konzepte des SCM zu geben. Schlussendlich soll die Wichtigkeit einer geeigneten IT-Unterstützung dargestellt werden.
Dabei werden sowohl Aspekte der Betriebswirtschaft und der Logistik als auch informationstechnologische Aspekte betrachtet und im Kontext eines Supply Chain Management zu einer funktionalen Einheit zusammengeführt.

1.2 Aufbau der Arbeit

Die Arbeit gliedert sich in insgesamt 5 logisch aufeinander aufgebaute Kapitel (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Aufbau der Arbeit

Nachdem im ersten Kapitel in einigen einleitenden Sätzen bereits eine Einstimmung auf das Thema erfolgte und auf die Notwendigkeit eines Supply Chain Management hingewiesen wurde, werden in Kapitel 2 die Grundlagen des SCM zum Verständnis der Folgekapitel erläutert. Hierbei erfolgt zunächst eine Herleitung der Definition des Begriffs Supply Chain Management, um danach auf dessen Ziele einzugehen. Der Vermeidung des Bullwhip-Effekts, einem der schwerwiegendsten logistischen Probleme, wird hierbei besondere Bedeutung zugemessen.
Im zweiten Kapitel erfolgt die Betrachtung der wichtigsten Konzepte des Supply Chain Management. Dabei werden sowohl das „Efficient Consumer Response (ECR) – Mo-dell“ und das „Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment” (CPFR) als auch das „Supply Chain Operations Reference (SCOR) – Modell“ sowie das „Vendor Managed Inventory“, welches sicherlich eines der fortschrittlichsten aber auch mit gewissen Risiken verbundenen Konzepte des SCM darstellt, betrachtet.
In Kapitel 3 wird schließlich der Status quo der Supply Chain-Software analysiert, deren rasante Entwicklung in den letzten Jahren dem Supply Chain Management überhaupt erst zum Durchbruch verholfen hat. Neben einem allgemeinen Überblick, der Entwicklung der IT-Unterstützung sowie der Aufgaben der SCM-Software, liegt der Fokus hierbei insbesondere auf der Beschreibung von Advanced Planning & Scheduling (APS) – Systemen, welche die derzeitig höchste Entwicklungsstufe der SCM-Softwarelösungen darstellen.
Schlussendlich erfolgt in einem abschließenden Ausblick eine kritische Betrachtung der Umsetzung des Supply Chain Management sowie ein Resümee der bei der Ausarbeitung gewonnenen Erkenntnisse.

2 Grundlagen des Supply Chain Management

Im Folgenden sollen, zum allgemeinen Verständnis, die Grundlagen des Supply Chain Management (SCM) erörtert werden. Hierzu erfolgt zunächst eine Erläuterung des Begriffs Supply Chain Management sowie eine Verifizierung der Ziele. Abschließend wird das Potenzial des SCM im Hinblick auf die Vermeidung des Bullwhip-Effekts aufgezeigt.

2.1 Begriff des Supply Chain Management

Um das Supply Chain Management als ein „visionäres Konzept, das eine ganzheitliche Sichtweise des Material- und Warenflusses fordert“ (Melzer-Ridinger, 2003, 12) zu verstehen, gilt es zunächst, ein gemeinsames Verständnis der beiden Begriffe Supply Chain und Management zu erlangen.

2.1.1 Supply Chain

[...]

 

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