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Die mythologischen Bilder des Piero di Cosimo

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 24 Pages
Author: Konstanze Willbold
Subject: Art - Painting

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 24
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V4075
ISBN (E-book): 978-3-638-12525-3

File size: 210 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Die mythologischen Bilder des Piero di Cosimo




Inhalt

I ) Biographie des Künstlers

II ) Die mythologischen Bilder des Piero di Cosimo: Die Prometheus-Cassone

1. Die Münchner Tafel

1.1 Bildbeschreibung

1.2 Boccaccios Text und Piero di Cosimos Umsetzung
a) der Prometheus-Mythos bei Boccaccio
b) Epimetheus
c) Epimetheus vs. Prometheus

1.3 Formale Vorlagen und Parallelen
a) Gesamtkonstellation
b) Epimetheus-Szene
c) die Statue des Prometheus
d) Prometheus mit Minerva

1.4 Interpretation der Motive außerhalb Boccaccios Text

2. Die Straßburger Tafel

2.1 Bildbeschreibung und Deutungsansätze
a) der Feuerraub
b) die Belebungsszene
c) "Der Götterrat"
d) die Bestrafung

3. Einordnung der Tafeln durch Panofsky

III ) Die Rezeptionsgeschichte des Prometheus - Mythos

1. die Quellen
a) Prometheus bei Aeschylus
b) Prometheus bei Hesiod
c) Prometheus im Mittelalter: Laktanz
d) Prometheus in der Renaissance

 

Biographische Daten


Piero di Cosimo wurde im Jahr 1461 oder 1462 als Sohn des Goldschmiedes Lorenzo di Piero d´Antonio geboren. Dieser nennt in seiner Steuererklärung von 1496 "Piero di anni 8" als ältestes von vier Kindern und in der Steuererklärung von 1480 "Piero di anni 18" als ältestes von sechs Kindern.
Ab 1480 arbeitet Piero in der Werkstatt des Cosimo Rosselli in Florenz; nach ihm benennt er sich auch "di Cosimo". Ein Jahr später geht Piero nach Rom und arbeitet dort für ein Jahr als Gehilfe des Cosimo Rosselli an den Wandfresken der Sixtinischen Kapelle.
1498 gibt Piero bei der Behörde der Stadt Florenz als Haushaltsvorstand seine finanzielle und wirtschaftliche Lage als bescheiden an.
Im Jahr 1504 ist Piero Mitglied der Künstlerkommission, die von der Opera del Duomo mit der Entscheidung über den Aufstellungsplatz der David-Statue des Michelangelo betraut wurde.
Für das gleiche Jahr ist auch der Antrag auf Mitgliedschaft in der "Arte die Medici e Speziali" belegt.
1521 stirbt Piero. Einzige Quelle für dieses Datum ist die lapidare Anmerkung Vasaris: "Man fand ihn im Jahre 1521 eines Morgens tot am Fuße einer Treppe und begrub ihn in San Pier Maggiore."
Geht man, so argumentiert Bischoff3, von den Angaben in den Steuererklärungen des Vaters Pieros aus, so würde man bei einem Geburtsjahr um 1461/62 auf ein Alter von ca. 60 Jahren kommen; Vasari aber spräche an einer Stelle einmal von den Gebrechen und Leiden eines fast 80-jährigen Mannes.
Diese Diskrepanz heute lösen zu wollen ist jedoch fast aussichtslos.

II ) Die mythologischen Bilder des Piero di Cosimo: die Prometheus-Cassone


Diese Arbeit soll sich mit der Darstellung von Mythologie in den Bildern des Künstlers Piero di Cosimo auseinandersetzen.
Dazu habe ich mir als Beispiel die Prometheus-Cassone-Tafeln aus seinem Werk herausgegriffen, weil ich glaube, das hier in geschickter Weise mehrere Lesarten versteckt wurden.
Im Anschluss an die Betrachtung der beiden Tafeln und an den Versuch die verschiedenen Deutungsansätze darzustellen, will ich mich noch der Entwicklung und Überlieferung des Prometheus-Mythos -vor allem im Hinblick auf die Renaissance- widmen.

Das rechteckige Querformat und die nicht allzu ausladende Größe [66x118,7 cm (München) und 68x120 (Straßburg)] lassen darauf schließen, dass es sich bei den beiden Tafeln mit der Darstellung der Prometheus-Sage um zwei zusammengehörige Cassone-Tafeln handelt, die in ihrem Paar an zwei zusammengehörenden Brauttruhen angebracht waren.
Der inhaltliche Bezug zu ihrem Erschaffungsanlass wird im Laufe der Betrachtungen noch nachvollziehbar werden.

1. Die Münchner Tafel


1.1 Bildbeschreibung

[...]


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