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Termpaper, 2004, 21 Pages
Author: Lydia Plagge
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Tags: Hörspiele, Verwendbarkeit, Märchens, Fischer, Frau, Dramatische, Formen, Hör-, Bildmedien, Gegenstand, Deutschunterrichts
Year: 2004
Pages: 21
Grade: keine Benotung
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-39571-7
ISBN (Book): 978-3-638-76139-0
File size: 168 KB
Inkl. 6 Seiten Anhang
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Abstract
Der Deutschunterricht in der Schule stützt sich, nach eigener Erfahrung, mehr auf Bücher als auf andere Medien. Hörspiele kommen dabei nur sehr selten oder gar nicht zum Einsatz. Es ist also kaum noch die Rede vom Hörspiel und das nicht nur in der Schule. Das Radio, als Beginn der Hörspielgeschichte, wurde längst gegen den Fernseher ausgetauscht. Die Jugendlichen und auch die Erwachsenen empfinden es zeitgemäßer im World Wide Web zu surfen und in Chats zu kommunizieren, als vor dem Radio zu sitzen und Hörspielen ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Namen wie Erwin Wickert, Ernst Jandl oder Frederike Mayröcker sind unbekannt und Begriffe wie „traditionelles und neues Hörspiel“ sind Fremdwörter. Ist heute von Hörspielen die Rede, denkt jeder an die Abenteuer von Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg. Ab und zu trifft man vielleicht auf Gedanken an die Vertonung bekannter Werke wie „Der kleine Hobbit“, die aber nicht ursprünglich als Hörspiel verfasst wurden. Und eine große Fangemeinde denkt wohl an „Die drei ???“ und „TKKG“. In dieser Ausarbeitung soll kurz auf die Definition und die Merkmale des Hörspiels eingehen, um dann einen Schwerpunkt auf die Einbindung und Verwendbarkeit des Hörspiels in den Unterricht an einem Beispiel zu setzen.
Excerpt (computer-generated)
Hörspiele: Die Verwendbarkeit des Märchens
"Vom Fischer und seiner Frau"
von: Lydia Plagge
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Hörspiel 3
2.1 Definition Hörspiel 3
2.2 Merkmale des Hörspiels 4
3. Erstellung eines Hörspiels am Beispiel „Von dem Fischer und seiner Frau“ 5
3.1 Grundlagen der Überlegungen zur Eignung eines Textes 5
3.2 Verwendbarkeit des Prosatextes „Von dem Fischer und seiner Frau“ 6
3.2.1 Inhaltsangabe „Von dem Fischer und seiner Frau“ 6
3.2.2 Hörspiel „Von dem Fischer und seiner Frau“ 6
4. Fazit 11
5. Zusatzleistung für den Ästhetikschein 12
6. Literaturverzeichnis 15
7. Anhang 16
7.1 „Von dem Fischer und seiner Frau“ 16
7.2 Vergleich: parallele Struktur der Szenen an einem Beispiel 21
1. Einleitung
Der Deutschunterricht in der Schule stützt sich, nach eigener Erfahrung, mehr auf Bücher als auf andere Medien. Hörspiele kommen dabei nur sehr selten oder gar nicht zum Einsatz. Es ist also kaum noch die Rede vom Hörspiel und das nicht nur in der Schule. Das Radio, als Beginn der Hörspielgeschichte, wurde längst gegen den Fernseher ausgetauscht. Die Jugendlichen und auch die Erwachsenen empfinden es zeitgemäßer im World Wide Web zu surfen und in Chats zu kommunizieren, als vor dem Radio zu sitzen und Hörspielen ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Namen wie Erwin Wickert, Ernst Jandl oder Frederike Mayröcker sind unbekannt und Begriffe wie „traditionelles und neues Hörspiel“ sind Fremdwörter. Ist heute von Hörspielen die Rede, denkt jeder an die Abenteuer von Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg. Ab und zu trifft man vielleicht auf Gedanken an die Vertonung bekannter Werke wie „Der kleine Hobbit“, die aber nicht ursprünglich als Hörspiel verfasst wurden. Und eine große Fangemeinde denkt wohl an „Die drei ???“ und „TKKG“. In meiner Ausarbeitung möchte ich nun kurz auf die Definition und die Merkmale des Hörspiels eingehen und einen Schwerpunkt auf die Einbindung und Verwendbarkeit des Hörspiels in den Unterricht an einem Beispiel setzen.
2. Das Hörspiel
2.1 Definition Hörspiel
Eine einheitliche Definition für das Hörspiel gibt es nicht. Mit der Zeit sind immer mehr Formen des Hörspiels entstanden, so dass eine einheitliche und alles beinhaltende Definition nicht möglich ist. Setzt man voraus, dass Musikkassetten, Liederkassetten, Kassetten zur Information und Belehrung und Kassetten über Rezitationen von Gedichten und epischen Texten, sowie Kinderbüchern und Märchen durch einen Sprecher oder den Autor selbst nicht in die Definition mit einbezogen werden, so kann man folgende Aussage über ein Hörspiels treffen: Hörspiele sind über das Ohr vermittelte Spielformen, d.h. sie sind akustischer Art. Sie entwickeln Vorstellungen im geistigen Auge des Hörers. Das eigentliche Auge muss auf vorgegebene Bilder verzichten, aber die akustische Welt ist vielfältiger als die lesend zu erfassende, so dass die Phantasie stärker angesprochen wird. Hörspiele können aber auch gedruckt sein, z.B. zum Nachlesen. Folglich trifft die Aussage zu, dass sie Literatur in einem bestimmten Medium sind.1 Bedenkt man die zu erfüllenden Funktionen, so kann man sagen, dass Hörspiel und Literatur die gleichen Funktionen erfüllen. Sie können Informationen geben, der Sensibilisierung oder beispielsweise auch nur der Unterhaltung dienen.
2.2 Merkmale des Hörspiels
· Das Hörspiel beinhaltet nur akustisches Material.
· Die Sprache erscheint als Dialog / (innerer) Monolog, bzw. als Bericht eines Erzählers.
· Da es nur hörbare Gedächtnishilfen gibt, wird das Geschehen in einfachen Handlungen dargestellt.
· Die optische Vorstellung der Handlung und des Ortes wird durch akustische Mittel oder durch die Redeweise der Sprecher gebildet und beeinflusst (z.B. Wellen, Wind, Schritte, Fahrzeuggeräusche…)
· Musik dient als
a) Leitmotiv bei bestimmten Personen oder wiederkehrenden Ereignissen,
b) Brücke zwischen zwei Hörszenen
c) Umsetzung von sichtbaren in hörbare Bewegungen (z.B. wird das Laufen auf der Bühne gesehen, im Hörspiel muss es vertont werden)
· Zeitraffung und –dehnung können beliebig verwendet werden.
· Der Erzähler hilft zwischen der realen Welt und der irrealen Handlungsebene zu unterscheiden.
3. Erstellung eines Hörspiels am Beispiel „Von dem Fischer und seiner Frau“
3.1. Grundlage der Überlegungen zur Eignung eines Textes
Um entscheiden zu können, ob ein Beispiel für den Deutschunterricht geeignet ist, sollte man sich vor allem die zu erreichenden Lehr- und Lernziele vor Augen führen. An dieser Stelle gehe ich nur kurz auf die Ziele ein, da es sonst den Rahmen der Ausarbeitung sprengen würde. Beispiele für Lernziele sind :
· Sprecherziehung, Sprechgestaltung, Spracherleben und Kommunikation realisieren
· mit Inhalten auseinandersetzen
· Bedingungen medienspezifischer Kommunikationsformen und –probleme kennen lernen (z.B. Herstellung, Verbreitung, Rundfunk,…)
· Funktion von Sprache in der Gesellschaft
· Auseinandersetzung mit sich, anderen und der Umwelt (=Horizontalerweiterung)
· Entfaltung von Phantasie und Kreativität
· Interesse wecken für technische Seite
· Sensibilisierung für Formen von Sprachklang und Sprachwirkung
· Einführung in die Dramatik
· Merkmale des Dramas werden durch Interpretation des Hörspiels erarbeitet
[...]
1 Ortner, Alexandra. Grundschulpädagogik, Wissenschaftsintegrierende Beiträge. Donauwörth: Ludwig Auer Verlag 1999. S. 217-219.
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