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Untertitel: Die Kommissionierung im Gesamtkontext der logistischen Kette
Autor: Jörg Witteborn
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Dortmund
Tags: Kommissioniersysteme, Logistikmanagement
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 272 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-40288-0
ISBN (Buch): 978-3-638-65653-5
Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Grundaufbaustruktur von Kommissioniersystemen und zeigt wie sich das übergeordnete Organisationssystem sowie der Material- und Informationsfluss hierauf auswirken. Es werden Faktoren aufgezeigt, die Einfluss auf die Auswahl eines geeigneten Kommissioniersystems haben und am Beispiel von RFID wird beschrieben, wie diese Technologie sich auf die Kommissionierung auswirken kann.
Textauszug (computergeneriert)
Kommissioniersysteme
von: Jörg Witteborn
Inhaltsverzeichnis
Abstract
1 Einleitung 1
2 Begriffliche Definition und Einordnung in die logistische Kette 1
3 Übersicht und Gliederung von Kommissioniersystemen 3
3.1 Das Organisationssytem 3
3.2 Das Materialflusssystem 5
3.3 Das Informationsflusssystem 6
3.4 Der Faktor Mensch im Kommissioniersystem 8
4 Bestimmungsfaktoren für die Auswahl geeigneter Kommissioniersysteme 9
5 RFID in der Kommissionierung 12
6 Fazit 17
Literaturverzeichnis 19
Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Grundaufbaustruktur von Kommissioniersystemen und zeigt wie sich das übergeordnete Organisationssystem sowie der Material- und Informationsfluss hierauf auswirken. Es werden Faktoren aufgezeigt, die Einfluss auf die Auswahl eines geeigneten Kommissioniersystems haben und am Beispiel von RFID wird beschrieben, wie diese Technologie sich auf die Kommissionierung auswirken kann.
1 Einleitung
Die Kommissionierung ist einer der komplexesten und personalintensivsten Bereiche der logistischen Kette und bildet deshalb einen großen Kostenblock.1 Im Sinne einer effizienten Gestaltung der Supply Chain sollte die Kommissionierung immer im Gesamtkontext der logistischen Kette gesehen werden. Die vorliegenden Hausarbeit ordnet die Kommissionierung in die logistische Kette ein und beschreibt exemplarisch die Elementarstrukturen verschiedener Kommissioniersysteme. Anschließend werden möglich Auswahlkriterien für Kommissioniersysteme grob angerissen und dargestellt, um schließlich Entwicklungstendenzen im Lager- und Kommissionierbereich am Beispiel von RFID zu beschreiben.
2 Begriffliche Definition und Einordnung in die logistische Kette
Kommissionieren ist das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen (Artikeln) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Bedarfsinformationen (Aufträgen).2 Das Kommissionieren wird organisatorisch und physisch dem Lagerbereich zugeordnet und stellt den Übergang von der sortenreinen Lagerung (i.d.R. Paletten) zum sortenunreinen Auftrag dar. Die Kommissionierung ist somit Bestandteil der innerbetrieblichen Logistik. Betrachtet man die Kommissionierung als Prozess, so setzt dieser sich aus folgende Teilprozesse zusammen:3
- Transport der Ware zum Bereitstellungsplatz
- Bereitstellung der Ware (in Bereitstelleinheiten)
- Fortbewegung des Kommissionierers4 zum Bereitstellungsplatz
- Vorgabe der Entnahmeinformationen
- Entnahme der auftragsgemäßen Artikelanzahl
- Quittierung des Entnahmevorganges
- Abgabe in Sammelbehälter (Einbindung in Fördersystem)
- Zusammenführung der Sammelbehälter
- Beschickung der Bereitstellungsplätze mit Nachschub
Neben der physischen Bereitstellung und dem Transport der Kommissioniergüter, also dem Materialfluss, findet ein paralleler Informationsfluss statt. Gerade im Bereich der anzustrebenen Synchronisation dieser beiden Flüsse liegen die größten Optimierungs- und Kostensenkungspotentiale. Nachfolgend zeigt Abbildung 1 schematisch die Einordnung der Kommissionierung in die logistische Kette.
Abbildung 1: Logistische Kette beim Produzenten5 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Dargestellt ist hier die logistische Kette eines Produzenten vom Warenein- bis Warenausgang. Auch in der fortgesetzten logistischen Kette, z.B. beim Handel im Zentrallager, kann erneut eine Kommissionierung erfolgen. Die Kommissionierqualität zählt immer mehr zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren für Unternehmen, um im Wettbewerb auf dem Markt bestehen zu können. Falsche Kommissionierung und daraus resultierende Fehllieferungen führen zu erhöhtem Zeitbedarf (Retourenabwicklung, Neukommissionierung, etc.) und lassen somit auch die Kosten ansteigen.6
Die Kommissionierung ist also ein wesentlicher Bestandteil der logistischen Kette und erfolgt in unterschiedlichen Ausprägungen sowohl bei Produzenten, im Handel, als auch bei Lieferanten etc. Welche Leistungen solche Systeme im Einsatz erbri ngen müssen, zeigen eindrucksvoll und beispielhaft die Kennzahlen der Warenverteilzentren des Versandhandels. Hier werden täglich bis zu 180.000 Sendungen aus einem Sortiment von etwa 160.000 Artikeln kommissioniert. Im Pharmagroßhandel, der im wesentlichen die Versorgung von Apotheken sicherstellt, werden Reaktionszeiten - der Zeitraum von Auftragseingang bis zum Versand - erreicht, die zwischen 20 und 45 min liegen. Mehrmals täglich werden Apotheken aus einem Sortiment von durchschnittlich 100.000 Artikeln (je Verteilzentrum) versorgt.7
3 Übersicht und Gliederung von Kommissioniersystemen
Im praktischen Einsatz befindet sich eine Vielzahl von Kommissioniersystemen. In diesem Kapitel soll eine kurze und systematische Übersicht nach unterschiedlichen Kriterien geordnet erfolgen.
3.1 Das Organisationssytem
Abbildung 2 zeigt die Elemente von Kommissioniersystemen, wobei die Elemente Material- und Informationssystem aus einem Ablauf von Grundfunktionen bestehen, die unterschiedliche Realisierungsmöglichkeiten beinhalten. Beide Elemente werden durch das übergreifende Organisationssystem bestimmt.8
Abbildung 2: Elemente eines Kommissioniersystems9 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
[...]
1 Vgl. Heiserich: Logistik, S. 151.
2 Vgl. VDI 3590.
3 Vgl. Gudehus: Logistik, S. 553 und Wesselmann: Benchmarking von Kommissioniersystemen, S. 40.
4 In dieser Arbeit wird auf eine geschlechterspezifische Schreibweise verzichtet. Bei der Verwendung des Begriffes Kommissionierer u.a. sind immer beide Geschlechter gemeint.
5 In Anlehnung an die Darstellung von Prof. Dr. Heinz-Michael Winkels, Vorlesung Logistikmanagement im Sommersemester 2005.
6 Vgl. Piazza: Genau kommissionieren – zuverlässig liefen, in FM Ausgabe 3/2005, S. 12.
7 Vgl. Jünnemann/Schmidt: Materialflusssysteme, S. 211.
8 Vgl. Jünemann/Schmidt: Materialflusssysteme, S.211.
9 Vgl. Wesselmann: Benchmarking von Kommissioniersystemen, S.65.
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