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Temporale Angaben und ihre Stellung im Satz

Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Sylvia Hadjetian
Subject: Romance Languages - Spanish Studies

Details

Event: Semantik und Pragmatik des Tempussystems in den romanischen Sprachen
Institution/College: University of Regensburg (Romanistik - Spanisch)
Tags: Temporale, Angaben, Stellung, Satz, Semantik, Pragmatik, Tempussystems, Sprachen
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 21  Entries
Language: German
Archive No.: V42822
ISBN (E-book): 978-3-638-40763-2
ISBN (Book): 978-3-638-80224-6
File size: 464 KB

Abstract

Die folgende Arbeit soll sowohl die spanischen als auch die französischen Temporalangaben vorstellen und ihre möglichen Positionen im Satz und deren Einflussfaktoren erläutern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem spanischen Teil. Am Ende der Arbeit werden beide Sprachen kurz miteinander verglichen. Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeines 2. Spanische Temporalangaben / Adverbios de tiempo 2.1 Stellung der Temporalangaben im Spanischen 2.1.1 Am Satzanfang, im Satzinneren und am Satzende 2.1.1.1 Form des Verbs 2.1.1.2 Die Funktionen des Adverbs im Satz 2.1.1.3 Mehrere adverbiale Bestimmungen hintereinander 2.1.1.4 Anzahl der Satzglieder 2.1.1.5 Frage-, Exklamations- und Imperativsätze 2.1.1.6 Informationsabfolge 2.1.1.7 Temporaladverbien auf –mente 2.1.1.8 Temporaladverbien mit Bezugswort 2.1.1.9 Besonderheiten 2.1.1.10 Hervorhebung von Zeitangaben 3. Französische Temporalangaben / Adverbes de temps 3.1 Stellung der Temporalangaben im Französischen 3.1.1 Am Satzanfang, im Satzinneren und am Satzende 3.1.1.1 Form des Verbs 3.1.1.2 Die Funktion des Adverbs im Satz 3.1.1.3 Informationsabfolge und Satzrhythmus 3.1.1.4 Temporaladverbien auf –ment 3.1.1.5 Temporaladverbien mit Bezugswort 3.1.1.6 Besonderheiten 3.1.1.7 Hervorhebung von Zeitangaben 4. Zusammenfassung Literaturverzeichnis


Excerpt (computer-generated)

Universität Regensburg
Proseminar: Semantik und Pragmatik des Tempussystems
in den romanischen Sprachen
Fachsemester: 8

Temporale Angaben und ihre Stellung im Satz

von: Sylvia Hadjetian

 


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines S. 3

2. Spanische Temporalangaben / Adverbios de tiempo S. 4

2.1 Stellung der Temporalangaben im Spanischen S. 5

2.1.1 Am Satzanfang, im Satzinneren und am Satzende S. 5

2.1.1.1 Form des Verbs S. 5
2.1.1.2 Die Funktionen des Adverbs im Satz S. 6
2.1.1.3 Mehrere adverbiale Bestimmungen hintereinander S. 7
2.1.1.4 Anzahl der Satzglieder S. 7
2.1.1.5 Frage-, Exklamations- und Imperativsätze S. 8
2.1.1.6 Informationsabfolge S. 8
2.1.1.7 Temporaladverbien auf –mente S. 10
2.1.1.8 Temporaladverbien mit Bezugswort S. 10
2.1.1.9 Besonderheiten S. 10
2.1.1.10 Hervorhebung von Zeitangaben S. 11

3. Französische Temporalangaben / Adverbes de temps S. 12

3.1 Stellung der Temporalangaben im Französischen S. 12

3.1.1 Am Satzanfang, im Satzinneren und am Satzende S. 12

3.1.1.1 Form des Verbs S. 12
3.1.1.2 Die Funktion des Adverbs im Satz S. 13
3.1.1.3 Informationsabfolge und Satzrhythmus S. 14
3.1.1.4 Temporaladverbien auf –ment S. 15
3.1.1.5 Temporaladverbien mit Bezugswort S. 15
3.1.1.6 Besonderheiten S. 15
3.1.1.7 Hervorhebung von Zeitangaben S. 16

4. Zusammenfassung S. 16

Literaturverzeichnis S. 18


 

Die folgende Arbeit soll sowohl die spanischen als auch die französischen Temporalangaben vorstellen und ihre möglichen Positionen im Satz und deren Einflussfaktoren erläutern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem spanischen Teil. Am Ende der Arbeit werden beide Sprachen kurz miteinander verglichen.

1. Allgemeines

Temporaladverbien kann man adverbiell erfragen1. Diese Art von Angaben sind die Antwort auf die Fragen wann jemand etwas macht, wie oft oder wie lange. Im Spanischen lauten diese Fragen ¿cuándo? und ¿a qué hora?2, im Französischen quand?, combien de temps? und combien de fois? Des weiteren sind diese Angaben fakultativ3. Falls sie aber doch im Satz vorkommen sollten, so kommt ihnen eine wichtige Bedeutung zu, was im folgenden Abschnitt näher erläutert werden soll.

Temporaladverbien können mehrere verschiedene Funktionen in einem Satz annehmen. So kann eine ihrer Aufgaben es sein, eine Aussage temporal zu fixieren und zu begrenzen4. Dies ist der Fall in den folgenden Sätzen: „Durante los dos días siguientes no ocurrió nada extraordinario“5 und „Tu ne veux pas rester là-haut toute la journée?“6 Die Temporalangaben durante los dos días siguientes und toute la journée begrenzen die Aussagen der Sprecher zeitlich. Natürlich könnten die Angaben auch durch andere Ausdrücke ersetzt werden, ohne die Kernaussage des Satzes zu verändern7. Nur die zeitliche Begrenzung würde sich ändern, falls man toute la journée beispielsweise mit aujourd‘hui ersetzen würde8. Auch Quantität und Intensität9 können durch Temporalangaben ausgedrückt werden, wie in diesen zwei Beispielen deutlich wird: „Yo me acuesto todos los días a la misma hora“10 und „Il se trompe souvent“11. Die Zeitangabe gibt Auskunft über die Häufigkeit des Geschehens. Des weiteren werden Angaben der Zeit verwendet, um die Chronologie 12 von Ereignissen klarer werden zu lassen: „Primero el deber, luego el placer“13 und „Les premiers employés de la R.A.T.P. ont repris le travail hier. La grève du personnel avait commencé quelques jours plus tôt“14. Man erfährt hier, was zuerst passieren soll bzw. was als erstes passiert ist und welche Ereignisse darauf folgen wird bzw. gefolgt ist. Man kann sich mit Hilfe der Temporaladverbien besser in der Zeit orientieren, da spezifische Zeitpunkte angegeben werden, durch die man die Abfolge von Handlungen besser zeitlich einordnen kann15. Oft werden Adverbien der Zeit auch als Konjunktion eingesetzt16, d.h., dass sie einzelne Sätze oder Textsequenzen zeitlich logisch miteinander verbinden17: „Me gusta escuchar música cuando estudio“18 und „Vous allez jusu’au carrefour, puis vous tournez à droite“19. Zuerst soll man das eine tun und dann das andere.

2. Spanische Temporalangaben / Adverbios de tiempo20

Temporalangaben lassen sich in mehrere größere Untergruppen einteilen, was im folgenden dargestellt werden soll. Die erste Gruppe bilden die Datierungen („Compramos el coche el 20 de febrero“21, „el 8 de marzo de 1977“), die sich nach einem allgemein gültigen Kalender richten. Weitere Temporalangaben beschreiben Feste, Jahreszeiten und andere genaue Zeitpunkte („en la primavera“, „vendrá a vernos en Navidad“). Wieder andere Angaben geben die Tageszeit („por la mañana“, „por la noche“), die Uhrzeit („a las cuatro“, „antes de las 12“), die Dauer: („más de un mes“, „durante la guerra“) und die Häufigkeit („de nuevo“, „a diario“, „a todas horas“) einer Aussage an. All diese Zeitangaben sind unabhängig von bestimmten Sprechzeitpunkten. Bei Temporaladverbien, die entweder eine Vorschau, Gleichzeitigkeit oder einen Rückblick ausdrücken, muss man zwischen anaphorischen und deiktischen Adverbien unterscheiden. Anaphorisch heißt, dass das Adverb kontext- bzw. sprechzeitrelativ zu verstehen ist, es handelt sich um einen Zeitpunkt, der nicht mit dem Sprechzeitpunkt übereinstimmt. Deiktisch bedeutet, dass es einen direkten Sprechbezug inne hat, d.h., dass sich die Temporaladverbien direkt auf den Sprechzeitpunkt beziehen. Beispiele:

Vorschau: „mañana“ (deiktisch), „al día siguiente“, „unas horas antes“ (anaphorisch) Gleichzeitigkeit: „ahora“, „actualmente“ (deiktisch), „el mismo día“ (anaphorisch) Rückblick: „ayer“, „hace una hora“ (deiktisch), „posteriormente“, „el día anterior“ (anaphorisch)

Außerdem gibt es Adverbien der unbestimmten Zeit („todavía“, „ya“, „aún“, „siempre“) und viele weitere Adverbien wie „tarde“, „temprano“, „pronto“, „después“ und „antes“, die sich keiner speziellen Gruppe zuteilen lassen. Bei Verknüpfungsadverbien handelt es sich um Adverbien wie zum Beispiel „entonces“ und „pues“. Doch sind diese, genauso wie die temporalen Konjunktionen („cuando“, „mientras“) nicht relevant für diese Arbeit, sollten aber der Vollständigkeit halber an dieser Stelle angeführt werden.

2.1 Stellung der Temporalangaben im Spanischen

[...]


1 vgl. Rolf Eberenz, Tempus und Textkonstitution im Spanischen, Tübingen: Narr 1991, S. 70.

2 vgl. Eberenz 1991: 70

3 vgl. Eberenz 1991: 70

4 Volker Fuchs, Taschenlexikon der französischen Grammatik, Tübingen: Francke 2001, S. 8.

5 José Vera-Morales, Spanische Grammatik, München: Oldenbourg Verlag GmbH 1995, S. 453.

6 Fuchs 2001: 8

7 vgl. Emilio Alarcos Llorach, Gramática de la lengua española, Madrid: Espasa Calpe 1994, S. 130.

8 vgl. Fuchs 2001: 8

9 Fuchs 2001: 8

10 Vera -Morales 1995: 462

11 Fuchs 2001: 8

12 Fuchs 2001: 245

13 Vera -Morales 1995: 470

14 Fuchs 2001: 245

15 vgl. Fuchs 2001: 245

16 vgl. Fuchs 2001: 9

17 vgl. Fuchs 2001: 9

18 Francisco Marcos Marín, Gramática Española, Madrid: Editorial Síntesis 1999, S. 430.

19 Fuchs 2001: 9

20 Soweit nicht anders angegeben: vgl. Eberenz 1981: 69-82; vgl. Marcos Marín 1999: 270-273; vgl. Vera- Morales 1995: 453-485


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