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Autor: Katja Krenicky-Albert
Fach: Kunst - Kunstpädagogik
Details
Tags: Unterrichtsentwurf, Kunstunterricht, Klasse, Picassos, Akrobatin, Zeichnen, Linie
Jahr: 2002
Seiten: 25
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 167 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41656-6
ISBN (Buch): 978-3-638-59678-7
Zusammenfassung / Abstract
Unterrichtsentwurf im Fach Bildende Kunst; Bereich Zeichnen/ Grafik für eine vierte Klasse. Die Klasse besteht aus 16 Mädchen und 7 Jungen. Die SchülerInnen sind zwischen acht und neun Jahren alt. In einer Doppelstunde sollen die Schüler Picassos Werk "Femme acrobate" kennenlernen und die Darstellungsweise erfassen. Die Schüler werden dazu angeregt, eigene "Akrobaten" zu erfinden und zu zeichnen, um sie später vor der Klasse zu präsentieren. Der Unterrichtsentwurf enthält neben einer Situations- und Sachanalyse eine ausführliche didaktische Analyse. Nach Festlegung der Grob- und Feinlernziele wird der Unterrichtsverlauf methodische analysiert. Zudem umfasst die Arbeit eine tabellarische Verlaufsplanung.
Textauszug (computergeneriert)
Pädagogische Hochschule Freiburg
Fach: Erziehungswissenschaft
Seminar: Grundlagen und Praxis der Unterrichtsvorbereitung
SS 2002
Unterrichtsentwurf
Thema:
Picassos „Akrobatin”
Zeichnen in einer durchgehenden Linie
Fach: Bildende Kunst
Klasse 4
von:
Katja Krenický
Europalehramt Grundschule
Deutsch, Kunst und Englisch
Inhalt
1. Organisatorische Angaben ... 2
2. Situationsanalyse ... 2
2.1. Anthropogene Voraussetzungen ... 2
2.2. Soziokulturelle Voraussetzungen ... 4
2.3. Situative Voraussetzungen ... 4
3. Sachanalyse ... 4
3.1. Pablo Picasso (1881-1973) ... 4
3.2. Das Werk „Akrobatin“ ... 6
3.3. Hauptmerkmale des Expressionismus und Surrealismus ... 6
3.4. Das Gestaltungsmittel Linie ... 7
4. Didaktische Analyse ... 8
4.1. Bezug zum Bildungsplan ... 8
4.2. Gegenwartsbedeutung ... 8
4.3. Zukunftsbedeutung ... 9
4.4. Didaktische Konzeption ... 10
4.4.1. Inhaltliche (thematische) Komponente ... 10
4.4.2. Gestalterische Komponente (Bildnerisches Problem) ... 11
4.4.3. Technische (mediale und pragmatische) Komponente ... 12
5. Lernziele ... 13
5.1. Groblernziele ... 13
5.2. Feinlernziele ... 14
5.2.1. Kognitive Lernziele ... 14
5.2.2. Sensorische Lernziele ... 15
5.2.3. Pragmatische Lernziele ... 15
5.2.4. Affektive Lernziele ... 15
6. Methodische Analyse ... 16
6.1. Initiationsphase ... 16
6.2. Explorationsphase ... 17
6.3. Objektivierungsphase ... 18
6.4. Integrationsphase ... 18
7. Medien und Arbeitsmittel ... 21
8. Literaturangaben ... 22
9. Anlagen ... 22
1. Organisatorische Angaben
Schule: Clara-Grunwald-Schule, Freiburg Rieselfeld
Klasse: 4
Schülerzahl: 23
Fach: Bildende Kunst
Bereich: Zeichnen/ Grafik
Thema: Picassos „Akrobatin“ (Femme acrobate)
Zeichnen in einer durchgehenden Linie
2. Situationsanalyse
2.1. Anthropogene Voraussetzungen
Die 4. Klasse der Clara-Grunwald-Schule, einer Montessori-Grundschule in Freiburg, besteht aus 16 Mädchen und 7 Jungen. Die SchülerInnen sind zwischen acht und neun Jahren alt. In der Klasse befinden sich einige wenige Kinder anderer Nationalität mit guten Deutschkenntnissen. Die Kinder werden überwiegend von ihrer Klassenlehrerin unterrichtet, Musik- und Kunstunterricht bekommen sie von einer anderen Lehrerin.
Neben den verbreiteten Arbeits- und Sozialformen wie Frontalunterricht, Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit wird sehr häufig die Form des Stuhlkreises praktiziert. Andere Sozialformen wie Lernzirkel, Lernen an Stationen oder die für die Montessori-Pädagogik typische Freiarbeit sind in dieser Klasse ebenfalls gut durchführbar und führen zu positiven Ergebnissen, da die Kinder diszipliniert und kooperativ sind. Sie sind es gewohnt, während solcher Arbeitsformen auf Teppichen auf dem Boden zu sitzen, zu hocken, zu liegen und nur im Flüsterton miteinander zu kommunizieren, was sowohl für SchülerInnen als auch Lehrer eine angenehme Unterrichtsatmosphäre schafft.
In der Klasse herrscht ein positives soziales Klima, welches durch die ungleiche Geschlechterverteilung oder die Anwesenheit ausländischer SchülerInnen keineswegs gestört wird. Die Kinder sind stets hilfsbereit, sowohl untereinander als auch gegenüber den Lehrern. Die ausländischen Kinder haben sich hervorragend in die Klasse integriert. Lediglich ein Mädchen aus dem Iran wird durch ihr Elternhaus immer wieder in eine Sonderrolle gedrängt, da es an vielen schulischen Aktivitäten wie am Schwimmunterricht oder an Weihnachtsfeiern nicht teilnehmen darf.
Unterrichtsstörungen sind selten, und wenn sie vorkommen, holt die Lehrerin die Kinder sehr schnell wieder durch vereinbarte Zeichen in das Unterrichtgeschehen zurück, wie z.B. durch ihr eigenes Schweigen, das Rasseln eines sogenannten Regenmachers oder den Ton eines Triangels.
Die Arbeitshaltung der Kinder ist sehr positiv. Im Unterricht zeigen sie viel Motivation und Engagement und melden sich besonders bei Aufgaben, die ihre Assoziationsfähigkeit und Fantasie anregen, wie z.B. beim Einstieg über eine stummen Impuls. Sie sind gut ansprechbar über Belohnungen und Versprechen, am meisten aber dann, wenn ihre Neugier geweckt wird. Vor allem handlungsorientierter Unterricht scheint ihnen äußerst viel Spaß zu machen.
Manche Kinder haben allerdings Schwierigkeiten mit selbständigem Nachfragen, wenn sie eine Sache nicht verstanden haben, so dass die Lehrerin häufig in der Klasse herumgehen und die Zwischenergebnisse insbesondere leistungsschwächerer Kinder überprüfen muss.
Andererseits zeigen alle Kinder große Eigeninitiative und Verlässlichkeit beim Ausführen von Aufgaben während der Freiarbeit. Diese bietet die Gelegenheit zur Nacharbeitung, Wiederholung und Vertiefung von bisherigen Kenntnissen, zur Vorbereitung auf Arbeiten sowie zur Beschäftigung mit neuen Themen im voraus oder zusätzlich aus eigenem Interesse. Für die Lehrerin ist hierbei die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes und gezielte Hilfestellung für schwächere SchülerInnen möglich.
Dem Kunstunterricht im speziellen stehen die Kinder sehr aufgeschlossen und interessiert gegenüber. Sie nehmen aktiv am Unterrichtsgeschehen teil, sind aber gerade durch die Freiarbeit auch selbständiges und konzentriertes Arbeiten über einen längeren Zeitraum gewohnt. Aus den ersten drei Schuljahren besitzen sie bereits Kenntnisse über die grafischen Gestaltungsmittel Punkt, Strich und Linie sowie Erfahrungen mit klassischen Zeichentechniken mit Bleistiften unterschiedlicher Härte, Buntstiften, Filzstiften, Wachsstiften, Zeichenkohle und Kreide sowie mit Feder und Tusche.
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