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Details

Veranstaltung: Seminar: Theorie der technisch vermittelten interpersonalen Kommunikation
Institution/Hochschule: Universität Erfurt (Philosophische Fakultät)
Tags: Beziehungen, Computer, Seminar, Theorie, Kommunikation
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 1,65
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
Archivnummer: V44105
ISBN (E-Book): 978-3-638-41759-4
ISBN (Buch): 978-3-638-75027-1
Anmerkungen :
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Computer als Kommuniktionspartner und dem sozialen Umgang mit diesem technischen Gerät.

Zusammenfassung / Abstract

Beziehungen, die mittels Computertechnik zustande kommen beziehungsweise intakt gehalten werden, nehmen in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Die moderne Technik ermöglicht räumlich getrennten Paaren, sich nicht nur mittels einfacher Textübermittlung, sondern sogar audiovisuell nahe zu sein. Doch wie verhält es sich mit dem Medium selbst? Kann es so etwas wie eine Beziehung geben zwischen einem Computer und der Person, die ihn bedient? Da die Computertechnik nicht nur am Arbeitsplatz sondern in zunehmenden Maße auch im privaten Bereich wachsende Bedeutung erlangt, ist diese Frage durchaus legitim, zumal einer aktuellen Umfrage der Computerzeitschrift "PC Welt" zufolge gut drei Viertel aller Teilnehmer angeben, mit ihrem Computer zu sprechen. Der Computer ist ein Arbeitsgerät, mit dem viele Menschen täglich zu tun haben, mit dem man nicht nur arbeiten, sondern auch spielen und durch das man sogar kommunizieren kann. Ein solch vielseitiges System, mit welchem man auf verschiedene Art und Weise jede Menge Zeit verbringen kann, scheint doch geradezu prädestiniert für die Frage, ob es da eine Art von Beziehung geben kann, die über die eines bloßen Umgangs mit einem Werkzeug hinausgeht. Mit der vorliegenden Hausarbeit gebe ich einen Überblick über Ergebnisse bisheriger Untersuchungen, in welchen das Verhältnis von Computer-Nutzern zu ihren Rechnern analysiert wurde, und ich werde versuchen, einen Beitrag zur Beantwortung der Frage zu leisten, ob Kommunikation zwischen Computern und Menschen generell möglich sein kann oder nicht. Die Quellenlage zum Thema ist als eher spärlich zu bezeichnen, jedoch behandeln die wenigen existierenden Schriften die Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Computer teilweise recht umfangreich und tiefgründig. In diesem Zusammenhang verweise ich besonders auf die Veröffentlichungen “Der Mensch als Kommunikationspartner” von Peter Molzberger sowie “The Media Equation” von Byron Reeves und Clifford Nass.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Erfurt, Philosophische Fakultät
Fachbereich Kommunikationswissenschaft
Seminar: „Theorie der technisch vermittelten interpersonalen Kommunikation“
2. Fachsemester

Beziehungen zum Computer

von: Mario Müller

 


Inhalt

1. EINLEITUNG  3

2. KOMMUNIKATION UND IHRE VORAUSSETZUNGEN

2.1 Begriffsklärung  3
2.2 Beziehung zwischen Kommunikationspartnern 4

3. DER COMPUTER ALS KOMMUNIKATIONSPARTNER

3.1 Formen der Kommunikation mit dem PC  5
3.2 Virtuelle Intention  6
3.3 Metakommunikation mit dem PC  6
3.4 Kommunikation durch Halluzination

3.4.1 Vorstellungskraft als Basis  7
3.4.2 Warum ausgerechnet der Computer?  8

3.5 Sozialer Umgang mit dem Computer

3.5.1 Der Computer als sozialer Akteur  9
3.5.2 Höflicher Umgang mit dem PC  9
3.5.3 Lob vom PC - Lob dem PC  9
3.5.4 Wut auf Computer  10
3.5.5 Persönlichkeit von Computern  10
3.5.6 Geschlecht von Computern  11

3.6 Einswerdung mit dem Partner - Sex mit dem PC?  12

4. RESÜMEE  13

LITERATURVERZEICHNIS  14



 

1. Einleitung

Beziehungen, die mittels Computertechnik zustande kommen beziehungsweise intakt gehalten werden, nehmen in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Die moderne Technik ermöglicht räumlich getrennten Paaren, sich nicht nur mittels einfacher Textübermittlung, sondern sogar audiovisuell nahe zu sein. Doch wie verhält es sich mit dem Medium selbst? Kann es so etwas wie eine Beziehung geben zwischen einem Computer und der Person, die ihn bedient? Da die Computertechnik nicht nur am Arbeitsplatz sondern in zunehmenden Maße auch im privaten Bereich wachsende Bedeutung erlangt, ist diese Frage durchaus legitim, zumal einer aktuellen Umfrage der Computerzeitschrift PC WELT zufolge gut drei Viertel aller Teilnehmer angeben, mit ihrem Computer zu sprechen1.

Der Computer ist ein Arbeitsgerät, mit dem viele Menschen täglich zu tun haben, mit dem man nicht nur arbeiten, sondern auch spielen und durch das man sogar kommunizieren kann. Ein solch vielseitiges System, mit welchem man auf verschiedene Art und Weise jede Menge Zeit verbringen kann, scheint doch geradezu prädestiniert für die Frage, ob es da eine Art von Beziehung geben kann, die über die eines bloßen Umgangs mit einem Werkzeug hinausgeht. Mit der vorliegenden Hausarbeit gebe ich einen Überblick über Ergebnisse bisheriger Untersuchungen, in welchen das Verhältnis von Computer-Nutzern zu ihren Rechnern analysiert wurde, und ich werde versuchen, einen Beitrag zur Beantwortung der Frage zu leisten, ob Kommunikation zwischen Computern und Menschen generell möglich sein kann oder nicht. Die Quellenlage zum Thema ist als eher spärlich zu bezeichnen, jedoch behandeln die wenigen existierenden Schriften die Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Computer teilweise recht umfangreich und tiefgründig. In diesem Zusammenhang verweise ich besonders auf die Veröffentlichungen “Der Mensch als Kommunikationspartner” von Peter Molzberger sowie “The Media Equation” von Byron Reeves und Clifford Nass.

2. Kommunikation und ihre Voraussetzungen

2.1 Begriffsklärung

Aufgrund der Besonderheit der zu betrachtenden Beziehung zwischen dem Lebewesen Mensch und der Maschine Computer scheint es mir angebracht, zunächst den Begriff der Kommunikation etwas genauer zu beleuchten. Der Wissenschaftler Prof. Dr. Ingbert Kupka bezeichnet Kommunikation als „koordiniertes symbolisches Handeln mehrerer Beteiligter unter Zuhilfenahme eines Mediums“2. Die Definition scheint nachvollziehbar und schlüssig. Kupka spezifiziert seine Überlegung, indem er ergänzt, dass Kommunikation koordiniertem Handeln der Kommunikationspartner diene und dass sie deren Intentionen unterliege. Sie setze vergleichbare Verstehensgrundlagen voraus, könne sich auf den Kommunikationsprozess selbst und seine Voraussetzungen beziehen und sei stets mit Erwartungen an die anderen Beteiligten verbunden. Ferner unterliege jegliche Kommunikation dem Bestreben nach ökonomischen Verhalten.3

Um miteinander kommunizieren und sich infolgedessen auch verstehen zu können, müssen zwischen den Kommunikationspartnern eine Reihe von Vereinbarungen getroffen sein. So müssen sich die Kommunikationspartner auf der Basis weitgehend gleicher grammatischer Sprachregelungen (syntaktisch), gleicher Bedeutungen für gleiche Begriffe (semantisch) sowie weitgehend ähnlicher subjektiver Realitätserfahrungen (pragmatisch) unterhalten können.4

2.2 Beziehung zwischen Kommunikationspartnern

Menschen, die miteinander kommunizieren, befinden sich in diesem Zeitraum in einer bestimmten Beziehung zueinander, da sie aufeinander reagieren und sie sich durch diese verbale und/oder non-verbale Kommunikation aufeinander beziehen. Die Art der Beziehung unterliegt bestimmten Regeln, die man nach folgenden Aspekten aufgliedern kann:

Selbstausdruck:
Jeder Ausdruck eines Menschen ist fast immer auch ein Selbstausdruck, d.h. mit allem, was wir ausdrücken, vermitteln wir dem Gegenüber auch einen Teil unserer eigenen individuellen Persönlichkeit. 5 Eine hohe pragmatische Ebene ist die Stimme. Eine warme, tiefe Stimme wird beim Kommunikationspartner einen anderen Eindruck hinterlassen als eine schrille, hohe Stimme. Des weiteren lassen sich durch Analysen von Handschrift und sogar Maschinenschrift6 Rückschlüsse über den psychischen Zustand eines Menschen ziehen. Das hierbei angewendete Regelsystem nennt sich „Neurolinguistic Programming“.7

Suggestion:

[...]


1 http://www.pcwelt.de/news/vermischtes/17735/, 18.7.2001

2 MOLZBERGER, 1994, S. 48

3 vgl. ebd.

4 vgl. ebd., S. 51

5 vgl. ebd., S. 53

6 durch Untersuchung der Satz-Syntax und des benutzten Vokabulars

7 vgl. MOLZBERGER, 1994, S. 54

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