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Subtitle: Das Ende der Eiszeit in Europa, Levant und Amerika
Research Paper, 2005, 39 Pages
Author: Dr. Carlos Calvet
Subject: History - Early and Ancient History
Details
Tags: Versunkene, Kulturen, Welt
Year: 2005
Pages: 39
Bibliography: ~ 94 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-41967-3
ISBN (Book): 978-3-638-65753-2
File size: 437 KB
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Abstract
Dieses Werk enthält zahlreiche fundierte und datierte Schöpfungsmythen und Glaubensrichtungen (Schamanismus und Religionen), Kosmologien (Weltanschauung, wie das Universum aufgebaut ist) und Kosmogonien (wie das Universum entstand) von 13.000 bis 6.000 v.Chr. und schildert das Aufblühen der Kulturen am Ende und nach der letzten Eiszeit. Die Mythen und Glaubensrichtungen sind mit wissenschaftlichen Daten verbunden (Archäologie, Paläoklimatologie), was ihre ungefähre bis eindeutige Datierung erlaubte. Die eingehende Analyse dieser Mythen und Weltanschauungen erlaubte die Erstellung eines ersten Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens und beweist, dass die Wiege der Kultur sich auf dem Himalaja bzw. in der sinotibetischen Region befand.
Excerpt (computer-generated)
Versunkene Kulturen der Welt: von 13.000 bis 6.000 v.Chr.
- das Ende der Eiszeit in Europa, Levant und Amerika
Eine wissenschaftliche Zusatzstudie zu den Büchern:
Carlos Calvet, Alte Geschichte und Mythen der Kanarischen Inseln, Bohmeier Verlag, voraussichtlich: 2006
Carlos Calvet, Die Wiege der Menschheit, Verlag noch nicht festgelegt
Dr. Carlos Calvet
Inhaltsverzeichnis:
Natufian (Levant)
Khiamien (Israel)
Clovis (New Mexico)
Göbekli Tepe (Anatolien)
Jericho (Jordan)
Südliche Tehuelche (Patagonien)
Adivasi (Indien)
Çatal Hüyük (Anatolien)
Santal (Indien)
Haida (Kanada)
Hassun, Samarran, Halafian (Nord-Mesopotamien)
Vinca (Donaukultur) Abstrakt:
Dieses Werk enthält zahlreiche fundierte und datierte Schöpfungsmythen und Glaubensrichtungen (Schamanismus und Religionen), Kosmologien (Weltanschauung, wie das Universum aufgebaut ist) und Kosmogonien (wie das Universum entstand) von 13.000 bis 6.000 v.Chr. und schildert das Aufblühen der Kulturen am Ende und nach der letzten Eiszeit. Die Mythen und Glaubensrichtungen sind mit wissenschaftlichen Daten verbunden (Archäologie, Paläoklimatologie), was ihre ungefähre bis eindeutige Datierung erlaubte. Die eingehende Analyse dieser Mythen und Weltanschauungen erlaubte die Erstellung eines ersten Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens und beweist, dass die Wiege der Kultur sich auf dem Himalaja bzw. in der sinotibetanischen Region befand.
Inhalt:
Natufian (Levant), Khiamien (Israel), Clovis (New Mexico), Göbekli Tepe (Anatolien), Jericho (Jordan), Südliche Tehuelche (Patagonien), Adivasi (Indien), Çatal Hüyük (Anatolien), Santal (Indien), Haida (Kanada), Hassun, Samarran, Halafian (Nord-Mesopotamien), Vinca (Donaukultur)
Kontinent: Asien
Gegend: Levant, "Fruchtbarer Halbmond", die Ostzone des Mittelmeeres, mit Südwest-Anatolien, Syrien, Libanon, Israel und Jordanien
Kultur: Natufian, Natoufian
Weiter führende Informationen: Es erscheinen die ersten Häuser. Sie sind rund und halb unterirdisch1, und prägen eine vor-landwirtschaftliche Kultur. Die Natufian sammeln wildes Getreide, Hülsenfrüchte, Mandeln, Eicheln und Pistazien. Sie verfügten bereits über Stampfkessel und Mühlensteine, um diese Schalenfrüchte zu Mehl zu zermahlen. Das reichhaltige Nahrungsangebot machte sie unabhängig von den Wanderrouten der Beutetiere (im Gegensatz zu den Inuit), und das gute Klima, von den Jahreszeiten. So wurden sie sesshaft und domestizierten zum ersten mal den Hund. In Ain Mallaha, Nordisrael, fand man eine 14.000 Jahre alte Leiche, mit einem Hund in den Armen. Zu jener Zeit endete die letzte Eiszeit und es begann ein Tauwetter, das die Eismassen zurückdrängte. Dann, vor ca. 10.000 Jahren, domestizieren sie auch noch die Ziege, so dass zuerst ein Kuscheltier, und erst dann ein Nutztier domestiziert wurde, was die entspannte Lage jener Menschen verdeutlicht.
Altersbestimmungs-Grundlage: Natoufian von 12.500 v.Chr. bis 10.000 v.Chr. Radiokarbon-Datierungen um 10.200 - 12.500 v.Chr. - die letzte Kultur des Pleistozäns.
Vermutliches Alter: 12.000 - 14.500 Jahre
Kosmologie
Die Natufian erstellen Ornamente und Ohrringe aus Stein und Knochen. Einige Statuetten haben eine menschliche Gestalt (Kalkstein: (El-Wad, Ain Mallaha, Ain Sakhri), die meisten sind aber von der Gazelle, dem Haupt-Beutetier der Natufian. In der Negev-Wüste im Süden Israels finden sich auβerdem Behälter aus Strauβeneiern.2
In der Hayonim-Grotte, in Nahal Oren, und in Ain Mallaha werden Schädel abgetrennt (Schädelkult). In El-Wad wurden die Schädel sogar mit Perlen (?) (bzw. mit Muscheln) geschmückt. Den Toten wurden Grabbeilagen zugegeben, wie Perlen (?), Muscheln, Hirschzähnen, Knochen oder Stein, sowie Ohrringe, Armreifen, Halsreifen und Gürtelornamente.3
Der Menschenschädelkult war daher wahrscheinlich das zwölfte (vor der Swastika) übertragene Glaubenselement auf Erden, vermutlich von den Natufian vor 12.000 - 14.500 Jahren, im Levant.
Laut Prof. Dr. Dr. Peter Antes und Dr. Ina Wunn von der Universität Hannover gab es bereits Bärenkult und Bärenbestattung, sowie Anthropophagie (Kannibalismus) und Schädelkult im Mittleren Paläolithikum des Neandertalers um 30.000 - 40.000 v. Chr.4 Laut dem Anthropologen Herbert Ullrich von der Berliner Charitéé gab es Kannibalismus und Leichenzerstückelung bereits beim Neandertaler in Krapina, Zagreb, Kroatien.5 Der weiter oben aufgeführte Bärenschädelkult der Neandertaler endete scheinbar zwangsmäβig mit der Zeit in einen Menschenschädelkult, da sowohl der Neandertaler als auch die Höhlenlöwen ausstarben und der Homo sapiens den sicherlich übernommenen oder selbst entwickelten Kult weiterführte. Selbst in der frühen Christenzeit trank man noch aus Menschenschädeln, um somit schneller gesund zu werden.
Diese religiösen Bräuche sind dann offensichtlich ins mediterrane Jungpaläolithikum übergeflossen, während sie offensichtlich im schamanistischen Transhimalaja (Olmo, Zentralasien) nicht mehr auftauchen. Scheinbar übernahmen den Schädelkult eher die, von Südeuropa über Kleinasien nach Levant ziehenden, religiösen Menschen, als die Menschen weiter nördlich. Leichenzerstückelung gab es zwar auch in der tibetischen Region (siehe Bön weiter oben), doch ohne einen ersichtlichen Schädelkult. Scheinbar trennt die südlicheren Kulturen von den Nördlicheren der Glaube daran, man könne Kraft auf dem Schädel eines Feindes schöpfen. Vermutlich hat dies mit dem warmen Klima zu tun, denn Schädelkulte erscheinen wieder in Mittelamerika, obwohl sie in Nordamerika überhaupt nicht vorkamen.
[...]
1 (genauso wie einst die Rundhütten in Mezhirich, Ukraine und Mal′ta, Südostsibirien, weswegen es hier vermutlich einen Einfluss der wieder zurückgewanderten Inuit gibt).
2 Damals war der Mittlere Osten also viel feuchter als heute - in etwa wie heute die afrikanische Savanne.
3 O. Bar-Yosef/F. R. Valla (eds.), The Natoufian culture in the Levant (Ann Arbor 1991). D.V. Campana/P. J. Crabtree, Communal hunting in the Natufian of the Southern Levant: The social and economic implications. Journal of Mediterranean Archaeology 3/2, 1990, 233-243. Balter, Michael, The Goddess and the Bull: Catalhoyuk, An Archaeological Journey to the Dawn of Civilization, Free Press (2005)
4 Christel M. Schröder, Peter Antes, Hubert Cancik, Friedrich Heiler. Erscheinungsformen und Wesen der Religion, Die Religionen der Menschheit, 36 Bde., Bd.1, Erscheinungsformen und Wesen der Religion, Kohlhammer, 2005
5 Herbert Ullrich. Totenriten, Bestattungen, Schädelkult und Kannibalismus im Paläolithikum (21-30). Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Band 12, 1991
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