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Kommunale Wirtschaftsförderung

Seminararbeit, 2005, 21 Seiten
Autor: Sebastian Schlüter
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik

Details

Institution/Hochschule: Hochschule Bochum
Tags: Kommunale, Wirtschaftsförderung
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V45535
ISBN (E-Book): 978-3-638-42924-5

Dateigröße: 317 KB


Textauszug (computergeneriert)

Kommunale Wirtschaftsförderung

von: Sebastian Schlüter

 


Gliederung

1 Einleitung  1

2 Die „klassische“ Wirtschaftsförderung  2

2.1 Abgrenzung und Ziele kommunaler Wirtschaftsförderung  2
2.2 Traditionelle Aufgabenfelder  3
2.3 Instrumente der Wirtschaftsförderung  4
2.4 Organisationsformen kommunaler Wirtschaftsförderung  6

3 Vorstellung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Praxisbeispiel) 7

3.1 Kurzporträt der WFG 7

3.1.1 Der Standort 8
3.1.2 Geographische Lage  8

3.2 Ziele und Aktivitäten der WFG 8

3.2.1 Strategien zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes  9
3.2.2 Strategien zur Stärkung der Attraktivität durch Realisierung des integrativen Innenstadtmarketings  11

4 Modell zur Effizienzsteigerung vom IfM Bonn  13

4.1 Aufgaben und Organisationsstruktur  13
4.2 Örtliche Netzwerkarbeit 14
4.3 Regionale Zusammenarbeit 15

5 Abschließende Bemerkungen 16

Literaturverzeichnis 18
 



 

1 Einleitung

In Folge der zunehmenden schweren Wirtschaftssituation ist die Wirtschaftsförderung vermehrt in das Blickfeld der Öffentlichkeit und der Politiker insbesondere auf kommunaler Ebene gerückt. Oft werden an die Wirtschaftsförderung (Wifö) große Erwartungen hinsichtlich der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Generierung von Steuereinnahmen geknüpft. Diese Seminararbeit soll einen groben Überblick über die Aufgaben und Möglichkeiten der kommunalen Wirtschaftsförderung geben. Zunächst wird im 2. Kapitel die Wifö in ihrer „klassischen“ Form so vorgestellt, wie sie auch in der aktuelleren Literatur beschrieben wird. Kapitel 3 soll das Thema der kommunalen Wirtschaftsförderung anhand eines realen Praxisbeispiels einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft beschreiben und verdeutlichen. Im 4. Kapital wird ein Modell zur Effizienzsteigerung vom IfM Bonn vorgestellt, dass sich kritisch mit der aktuellen Handhabung kommunaler Wirtschaftsförderung beschäftigt und Handlungsempfehlungen aufzeigt. Ein paar abschließende Bemerkungen spannen im 5. Kapitel einen Bogen vom Praxisbeispiel (Kapitel 3) zum Model des IfM Bonn (Kapitel 4).

2 Die „klassische“ Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderung bedeutet, einen Standort im Wettbewerb mit anderen Standorten zu platzieren und entsprechend zu verkaufen. Dabei spielen besonders die Standortbedingungen eine große Rolle. Diese sollen dahingehend aktiv gestaltet werden, dass Gründung, Wachstum und Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen gefördert wird. Dies ist eine Aufgabe der kommunalen Institutionen. Die kommunale Wirtschaftsförderung fungiert hier meistens als Mittler zwischen kommunaler Verwaltung und Unternehmen. So sollen neben den klassischen materiellen Standortbedingungen, wie Infrastruktur, Gewerbeflächen etc. auch die klimatischen Bedingungen, wie Bearbeitungsgeschwindigkeit von Anträgen und Genehmigungen innerhalb einer Verwaltung oder auch das Herstellen von Kontakten und Beziehungen berücksichtigt werden. Neben den „harten“ Standortfaktoren gewinnen also auch die „weichen“ Faktoren immer mehr an Bedeutung. Eine nähere Erläuterung der beiden Begriffe folgt unter 2.3. 1

2.1 Abgrenzung und Ziele kommunaler Wirtschaftsförderung

„Das Grundgesetz sichert im Art. 28 den Gemeinden zu, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft eigenverantwortlich zu regeln.“2 Demnach fällt auch die kommunale Wirtschaftsförderung in die Zuständigkeit der Gemeinden. Durch Abtretung von Kompetenzen ist es aber auch möglich, dass Landkreise, gemeindliche Zweckverbände oder auch Unternehmen der Gemeinden in Privatrechtsform Aufgaben der kommunalen Wifö wahrnehmen.3

Primärziel der kommunalen Wifö ist die Sicherung und Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen in einer Gemeinde.4 Ein aus diesem Primärziel abgeleitetes Zielsystem mit Haupt- und Teilzielen ist in der Praxis allerdings selten zu finden. Vielmehr wird ein ganzes Zielbündel, das von Verwaltung und Politik vorgegeben wird, verfolgt. Die größte Bedeutung haben folgende Hauptziele: Sicherung und Verbesserung des Arbeitsplatzangebots, Erhöhung der Finanzkraft der Gemeinde und Stärkung der Krisenfestigkeit der ansässigen Wirtschaft durch Diversifikation (Branchenmix). Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich die Bedeutung der Hauptziele verändert. Stand früher eine krisensichere Wirtschaftsstruktur im Mittelpunkt, so ist inzwischen der Ausbau bzw. die Sicherung des Arbeitsplatzangebots in den Vordergrund gerückt.5

2.2 Traditionelle Aufgabenfelder

[...]


1 vgl. A. Icks und M. Richter, Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2001, Wiesbaden 01, S. 87

2 ima komm, Wirtschaftsförderung im 21. Jahrhundert, Aalen 2001, S. 9

3 vgl. ima komm, Wirtschaftsförderung im 21. Jahrhundert, Aalen 2001, S. 10

4 vgl. A. Icks und M. Richter, Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2001, Wiesbaden 01, S. 88

5 vgl. ima komm, Wirtschaftsförderung im 21. Jahrhundert, Aalen 2001, S. 14


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