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Details

Institution/Hochschule: Berufsakademie Ravensburg
Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 31
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 416 KB
Archivnummer: V47079
ISBN (E-Book): 978-3-638-44114-8
Anmerkungen :
Es erfolgt erst eine Übersicht über die didaktischen Konzepte im E-Learning-Bereich. Im Zweiten Teil werden Merkmale und deren Bewertung herausgesucht. Diese werden im nächsten Teil anhand eines Beispielprogramms benötigt, um dieses Programm zu bewerten.

Textauszug (computergeneriert)

Bewerten von Lernprogrammen

von: Anika Kuhle

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Überblick über die didaktischen Konzepte von CBT’s 1

2.1. Selbstlernkonzept 2
2.2. Tutorielle Konzepte 3

2.2.1. Trainingsprogramme 4
2.2.2. Tutorielle Systeme 4
2.2.3. Intelligente tutorielle Systeme 4

2.3. Explorative Konzepte 5

2.3.1. Mikrowelten 5
2.3.2. Simulationen 6
2.3.3. Plan- und Lernspiele 6
2.3.4. Lernabenteuer 7

3. Beschreibung der Merkmale und deren Bewertung 8

3.1. Rahmenbedingungen 8
3.2. Bewertung 9

3.2.1. Erster Eindruck 9
3.2.2. Benutzeroberfläche und Programmbedienung 10
3.2.3. Einsatz verschiedener Medien 11
3.2.4. Modularität 13
3.2.5. Aussagevermögen 14
3.2.6. Interaktivität/ Motivation 16
3.2.7. Features 18
3.2.8. Tests 18

4. Beispiel einer Bewertung anhand des Lernprogramms „Projektmanagement Grundlagen“ 19

4.1. Erkenntnisse 19
4.2. Fazit und Bewertung 23

5. Zusammenfassung 23

6. Anhang 24

7. Literaturverzeichnis 27
 


 

1. Einleitung

Das Thema dieser Studienarbeit lautet „Bewerten von Lernprogrammen“. Lernprogramme, zu Englisch „Computer Based Training“ (im folgenden CBT genannt) sind aktueller denn je, vor allem in der Aus- und Weiterbildung von Firmen und Schulen. Der Studie „Analyse und Evaluation computerunterstützten Lernens in Unternehmen“ der Konrad-Adenauer-Stiftung1 zu Folge wurden bereits 1999 in 72 % der befragten Unternehmen CBT’s als zusätzliches Lehrmittel eingesetzt. Man kann also davon ausgehen, dass dieser Prozentsatz bis zum heutigen Tage gestiegen ist, vor allem dadurch, dass die Lernprogramme besondere pädagogische Techniken, eine bessere Umsetzung und eine Kombination von verschiedenen didaktischen Konzepten aufweisen. Die Lernprogramme werden in verschiedenen Branchen bereits akzeptiert und dort vor allem in der Ausbildung eingesetzt. Besonders in Branchen, wo eine Nichtkenntnis zu hohen Gefahren führen kann, werden CBT’s angewendet, so z. B. in der Chemie- Branche. Am Computer können dort Stoffe gefahren los gemischt werden ohne die realen Konsequenzen zu spüren. Ziel dieser Arbeit ist es einen methodischen und didaktischen Einblick in die Lernprogramme und deren Bewertung zu geben. Im ersten Teil der Abhandlung werden die didaktischen Modelle kurz erklärt. Daraufhin im Hauptteil werden die Merkmale genauer beschrieben und wie sie sich auf die Bewertung und den Anwender auswirken. In diesem Kapitel werden zudem auch die Einsatzmöglichkeiten von Medien und die Rahmenbedingungen genauer beschrieben. Als Abschluss wird ein Lernprogramm anhand von diesen Merkmalen bewertet. Nach dem Lesen dieser Arbeit soll jeder in der Lage sein, ein CBT bewerten und das Richtige für seinen Zweck herausfinden zu können.

2. Überblick über die didaktischen Konzepte von CBT’s

Ein didaktisches Konzept ist nach Wendt ein „Schema, nach dem Informationen und Wissensbausteine didaktisch aufbereitet und dem Anwender präsentiert werden“ (Wendt, 2003, S.42). In der Literatur findet man verschiedene Unterteilungen und Ansätze. Da einige schon sehr veraltet sind und nicht mehr den heutigen Anwendern und technischen Systemen entsprechen, werden an dieser Stelle nur die modernen Konzepte berücksichtigt. Aber auch heute gibt es unterschiedliche Ansätze, die sich in den Hauptpunkten zwar ähneln aber in ihren Ausprägungen unterschiedlich sind. Nach Riser, Keuneke, Freibichler & Hoffmann2 werden die didaktischen Modelle in „Tutorielle Systeme, Simulationen, Mikrowelten und Wissensdatenbanken“ eingeteilt. Hier werden die Wissensdatenbanken nicht berücksichtigt, da diese keine lehrenden Aspekte enthalten. Sie sind für Anwender bestimmt, die bereits ein breites Grund- und Funktionswissen haben und dieses Informationssystem nur noch zur Festigung von Wissen benötigen. Somit ist es besonders für Experten geeignet. Die Aufteilung nach Wendt3 wird hier als passend betrachtet und erklärt. Somit findet eine Einteilung in „Freies Lernen, geführtes Lernen und entdeckendes Lernen“ statt.

Diese Modelle werden keineswegs nur einzeln eingesetzt, sie können kombiniert und verbunden werden. Entscheidend dabei sind die Leistungsmerkmale der einzelnen Konzepte im Zusammenhang mit der Zielgruppe, dem Lernthema und dem Einsatzzweck. So können z. B. in einem komplexen Lernprogramm ein tutorielles und exploratives Modul Einsatz finden. Das tutorielle Modul unterrichtet dann das Grundwissen und die praktische Anwendung wird im explorativen Modul erprobt. Nebenbei kann ein Informationsmodul die Möglichkeit bieten zusätzliche Informationen und Fachbegriffe nachzuschlagen. Die folgende Abbildung zeigt ein Zieldreieck, auf das bei der Entwicklung eines Lernprogramms geachtet werden muss. Die drei Ecken zeigen die Anwender, die Zielplattform und das Bildungskonzept. Im Inneren sehen wir, mit welchen Themen die Entwickler die drei Ziele erreichen können. Eines davon ist die Didaktik, mit der wir uns im nächsten Kapitel befassen wollen. Die anderen Themen werden zum Teil im dritten Kapitel berücksichtigt.

Abb. 1: Strukturmodell für die CBT/WBT-Konzeption (Wendt, Seite 20) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

2.1. Selbstlernkonzept

Das Selbstlernkonzept oder auch als “Konzept des freien Lernens“ bezeichnet, ist die einfachste Form von CBT’s. Der Inhalt des Themas ist zwar aufbereitet und kann auch bebildert und illustriert sein, aber die Struktur ist völlig offen. Es bleibt somit dem Anwender selbst überlassen, in welcher Reihenfolge er Informationen aufnehmen will. Es ist kein fester Lernweg vorgesehen. Der Anwender erhält keinerlei didaktische

Unterstützung, Rückmeldungen oder sonstigen Einfluss vom Programm. Auch zusätzliche Funktionen wie Übungen oder Lernerfolgstests fehlen hier ganz. Das CBT stellt lediglich einige Werkzeuge zur Verfügung, z.B. Suchen oder ein Glossar. Dieses Konzept bietet sich vor allem bei der schnellen Suche nach Informationen, ohne erst das vollständige Programm durchgehen zu müssen, an. Es ist besonders geeignet bei Anwendern, die bereits einen gewissen Grad an Vorwissen mit sich bringen oder die sich in ein ganz spezielles Thema einarbeiten müssen. Der Anwender muss allerdings Erfahrungen mit sich bringen, da er sonst schnell die Übersicht verlieren und somit in der Masse der Informationen untergehen kann.

2.2. Tutorielle Konzepte

Das tutorielle Konzept (unterstützendes Lernen) verfolgt die Strategie des schritt weisen Lernens. Es fängt bei kleineren Kapiteln und einfachem Inhalt an und wird dann komplexer. Der Tutor in dem Programm ist eine Art Lern-Begleiter, der den Anwender über den gesamten Lernstoff hinweg zur Verfügung steht. Er überwacht die gesamten Eingaben des Anwenders und schaltet sich bei Bedarf ein. Zudem gibt er kontinuierliche Rückmeldungen über die Eingaben. Die Struktur enthält logisch aufeinander aufbauende Lernsequenzen, welche untergliedert sind in Lerneinheiten und Tests. In einer Lerneinheit werden klassischerweise erst die Lernziele erläutert und daraufhin die neuen Informationen und neues Wissen gelehrt. Dann erfolgen Tests und als Antwort darauf gibt es die Rückmeldungen. Nach diesen ist eine Lerneinheit beendet und die nächste kann gestartet werden. Der Ablauf einer Lerneinheit ist grafisch wie folgt darstellbar:

Abb. 2: Eine klassische Lernsequenz nach dem tutoriellen Ansatz (Wendt, Seite 47) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Diese klassische Lernsequenz wird von allen Ausprägungen des tutoriellen Konzeptes verwendet. Es findet seine Anwendung, wenn es sich um Vermittlung von Grundwissen handelt. Die Inhalte sind einfach aufgebaut, es wird nur das Nötigste vermittelt. Hinzu kommen noch Übungsprogramme und abschließende Tests. Dabei wird aber kein weiteres Feedback außer richtig oder falsch gegeben. Das Lernen mit einem tutoriellen Programm kann interessanter gestaltet werden, wenn man die Struktur leicht verändert und einzelne Funktionen hinzufügt. So ist es z. B. bei Abfragen interessanter, wenn man den Schwierigkeitsgrad einstellen kann, die Aufgaben zufällig erscheinen lässt oder sich vielleicht sogar eine Zeitspanne setzt. Das tutorielle Konzept ist besonders für Zielgruppen geeignet, die kein Vorwissen haben und auch keine Erfahrung mit dem Umgang von Lernprogrammen. Dieses Konzept kann man in drei weitere Ausprägungen unterteilen: Trainingsprogramme, tutorielle Systeme und intelligente tutorielle Systeme. Im Folgenden werden die drei Typen erklärt.

2.2.1. Trainingsprogramme

[...]


1 Entnommen aus: Riser & Keuneke & Freibichler & Hoffmann, 2002, S. 121

2 Vgl. im folgenden Riser & Keuneke & Freibichler & Hoffmann, 2002, S. 68 ff

3 Wendt, Matthias, 2003, S. 42 ff

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