Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Thesis (M.A.), 2005, 46 Pages
Author: Sandy Nirwing
Subject: Film Science
Details
Institution/College: Ruhr-University of Bochum (IfM - Institut für Medienwissenschaft)
Tags: Inszenierung, Männlichkeit, FIGHT, CLUB, Rezeption, Form, Vergnügen, Concepts, Pleasure
Year: 2005
Pages: 46
Grade: 2.3
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44706-5
File size: 276 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Magister Facharbeit
Film- und Fernsehwissenschaft Anglistik Amerikastudien IfM - Institut für Medienwissenschaft Ruhr-Uni Bochum
Die Inszenierung von Männlichkeit in Fight Club und deren Rezeption als spezifische Form von Vergnügen
von Sandra Nirwing
2005
Inhalt
1. Einführung ... 3
1.1 Problemstellung und Subjektpositionierung ... 3
1.2 Hypothesen ... 4
1.3 Forschungsmethode ... 5
2. FIGHT CLUB als Grundlage einer Typologie des Vergnügens ... 6
2.1 Was ist Vergnügen? 6
2.1.1 Allgemeine Einschätzungen ... 9
2.1.2 Vergnügen in filmspezifischem Kontext ... 9
2.1.3 Zwischenresümee – Vergnügen ... 11
2.2 Was ist ‚Männlichkeit’? ... 12
2.2.1 Allgemeines Begriffsverständnis ... 14
2.2.2 Figurenbezogene Rezeption einer Inszenierung von Männlichkeit ... 15
2.2.3 Zwischenresümee – Männlichkeit ... 16
2.3 Figurenkonzeptionen ... 17
2.3.1 Allgemeine und emotionale Wahrnehmung der Figuren ... 20
2.3.2 Ästhetische Wahrnehmung der Figuren ... 21
2.3.3 Resümee: Die Filmfiguren im Fokus der performativen Inszenierung ... 21
2.4 Brad Pitt alias Tyler Durden zwischen Illusion und Männlichkeit ... 23
2.4.1 Körperlichkeit als spezifische Form von Männlichkeit ... 23
2.4.2 Realismus vs. Authentizität ... 24
2.4.3 Emotionale Wirkung der Figur Tyler Durden ... 27
2.5 Edward Norton alias Jack zwischen Identifikation und Desillusionierung ... 29
2.5.1 Körperlichkeit als Anti-Form von Männlichkeit ... 29
2.5.2 Realismus vs. Authentizität ... 30
2.5.3 Emotionale Wirkung der Figur Jack ... 32
2.6 Die Ästhetik filmischer Gewaltdarstellung ... 33
2.6.1 Selbstzerstörung als Form des Vergnügens ... 35
2.7 Zusammenfassung der Ergebnisse ... 38
3. Fazit – Nach dem Actionkino in den Fight Club ... 40
4. Schlussbemerkung ... 42
5. Bibliographie und Filmographie ... 43
6. Anhang - Fragebogen ... 45
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Subjektpositionierung
Das Forschungsprojekt einer Typologie des Vergnügens als spezifische Form der Medienrezeption und insbesondere filmischer Wahrnehmung, entstand aus der Idee wie man sich dem subjektiven Empfinden einzelner Individuen nähern kann, ohne diese dabei auf ihr Geschlecht reduzieren zu müssen. Letzteres entspräche bisher vorherrschenden Methoden der in 1.2 und 2.1 zu erwähnenden klassischen Filmwissenschaft, wohingegen hier der Vergleich zu Prozessen kognitivistischer und soziokultureller Rezeptions- und Emotionsforschung nachgegangen werden soll. Kognitivistische Forschungsansätze dienen der Annäherung an die individuelle Wahrnehmung des Einzelnen auf Grundlage seiner entsprechenden sozialen Diskurse. Und darin gestaltet sich gleichermaßen die Problematik der Emotions- und Rezeptionsforschung, die aufgrund ihrer eher spekulativen Ansätze, keine Anwendung nach dem pars pro toto-Prinzip finden kann. Damit ist gemeint, dass explorative Rezeptionsuntersuchungen unter anderen kulturellen oder sozialen Konditionen, stets divergierende Resultate hervorbringen würden, womit eine Repräsentativität unter Aspekten der Sozialforschung hinfällig wird. Den Teil, welchen ich durch mein Projekt beizutragen beabsichtige, verfolgt daher nicht den Anspruch für das Ganze sprechen zu müssen. Vielmehr ist es mein Anliegen anhand von zehn im Vorfeld geführten Interviews zu verdeutlichen, inwiefern sich das Verständnis filmischen Vergnügens und inszenierter Männlichkeit vor einem filmwissenschaftlichen Hintergrund im Laufe der Jahre verändert haben kann. Dazu sei bemerkt, dass es sich in der Wahl der Probanden um TeilnehmerInnen aus meinem näheren Umfeld handelt, die vergleichbarer sozialer Herkunft sind und somit auf vermutlich äquivalente Diskurse in ihrer Beantwortung zurückgreifen. Ungeachtet ihrer spezifischen Lebensweise sollen deshalb keine Angaben über jeweilige Profession, den Familienstand und sonstige persönliche Hintergründe gemacht werden, obwohl ihre Reaktionen davon gewiss beeinflusst sein mögen. Auf meine am Schluss des Interviews gestellten Fragen bezüglich allgemeiner Medienrezeption, antworteten mir die Einzelnen, inwiefern sie sich selbst als Teilnehmer des Informationszeitalters einordnen würden. Die Mehrheit der Befragten hat keinen Fernseher, geht aber durchaus gerne und wenn möglich auch häufig ins Kino. Das Kino stellt für alle ein Erlebnis dar, welches mit dem persönlichen Vergnügen an der Kino-Atmosphäre, mit dem »in die Sitze fläzen« und dem Leinwand- und Sound-Effekt gerechtfertigt wird. Fernsehkonsum lehnen die meisten jedoch ab, selbst wenn sie ein Gerät besitzen, da das Angebot immer inflationärer würde. Und wenn doch televisioniert wird, dann höchst bewusst-selektiv nur Filme, spezielle Programme oder maximal die amerikanische Zeichentrickserie THE SIMPSONS von Matt Groening. Man kann demnach gespannt sein, welch tiefen Eindruck die Inszenierung von Männlichkeit in FIGHT CLUB bei den Probanden hinterlassen hat und insbesondere inwiefern sie ihrem Vergnügen Ausdruck verleihen können.
1.2 Hypothesen
Wie eingangs bereits erwähnt, stellt eine Diskursivierung filmischen Vergnügens auf Grundlage individueller Rezeptionsprozesse ein nahezu unmögliches Unterfangen dar. Wie kann etwa eine Wahrnehmung von Männlichkeit ganzheitlich diskursiviert werden, bedenke man die unterschiedlichsten Methoden, z.B. sozialwissenschaftlicher, psychoanalytischer oder kognitivistischer Rezeptionsforschung, die alle vermutlich zu unterschiedlichsten Ergebnissen führen würden. Laura Mulvey fragt in ihrem Artikel über Visual Pleasure and Narrative Cinema von 1975, warum Frauen überhaupt noch Vergnügen an Filmen empfinden, wenn Filme reine Produkte von Männern für Männer sind? Für Filme, die gemeinhin der klassischen Periode zugerechnet werden, mögen ihre Resultate aus psychoanalytischen Gesichtspunkten vermutlich verifizierbar gewesen sein. Meiner Auffassung zufolge ist es an der Zeit, diese erneut zu hinterfragen, um Aspekte filmischer Wahrnehmung auf ihre Zuverlässigkeit hin zu überprüfen. Denn grundlegend ist festzuhalten, dass die ‚Bedeutung’ eines Films doch erst im Prozess seiner Wahrnehmung konstruiert werden muss, da sie dem Film nicht eingeschrieben ist. Filmrezeption stellt daher »eine Art Interaktion von Zuschauer(n) und Film« (Hißnauer/Klein 2002: 19) dar. Meines Erachtens nach hat diese Interaktion jedoch nichts mehr mit sozialer und/oder geschlechtlicher Identität des Betrachters zu tun. Auf Grundlage der Hypothesen von Christian Hißnauer und Thomas Klein unterstelle ich dem ‚modernen’ Zuschauer »Formen parasozialer Interaktion«, die »in diesem Zusammenhang einseitige (nicht reziproke) und damit nur scheinbar zwischenmenschliche Interaktion [...] zu Akteuren und/oder Filmfiguren« (ebd.: S.19) evozieren. Die Betonung darin liegt für mich auf ‚einseitig’, sprich individuell/subjektiv, sowie auf ‚menschlich’, was eine spezifische Geschlechtszugehörigkeit ausklammert. Die Inszenierung des Körpers und seine filmische Repräsentativität fungieren als Zeichen, die nicht männlich oder weiblich sind, sondern als solche konnotiert werden (vgl. Hißnauer/Klein 2002: 21). Insofern berufe ich mich auf Konzepte der Androgynie, die »eine Uneindeutigkeit, eine Zugehörigkeit zu zwei Geschlechtern« (ebd.: S. 21) ausdrücken. Denn im Gegensatz zu Mulveys Konzept, seien die Geschlechterrollen – sowohl die der Rezipienten als auch der Filmfiguren – »keine biologische Grundlage, sondern soziale Konstrukte« (ebd.: S. 21). Bei der Filmrezeption operiere vielmehr das psychologische Geschlecht, das »sozial definiert und damit auch änderbar« (ebd.: S. 21) ist. Anhand meiner Interview-Ergebnisse gilt es, mögliche Facetten eines psychologischen Geschlechts herauszukristallisieren, da es ein Vergnügen an einer filmischen Inszenierung von Männlichkeit in einem neuen Licht erscheinen lässt. Inwiefern das Kino also, durch verschleierte Angriffe visualisierter Zeichen in FIGHT CLUB, auch ein Moment gesellschaftlicher Konditionierung sein kann, zeigen im Folgenden die Ergebnisse meines Forschungsprojektes bezüglich des Vergnügens sowohl an Gewalt als auch die Korrelation dessen zu einer Inszenierung von Männlichkeit.
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Nationbuilding im Kontext von Krisenprävention
Author: Rieke LeemhuisPolitics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security, 2006 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Georg Simmel: Formale Soziologie und die quantitative Bestimmtheit der Gruppe
Author: Mag. Dominic VaasSociology - Classics, Basics and Theoretical Directions, 2002 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Die Globalisierung der Welt
Author: Bernd StaudteEconomics / Business: Economic Policy, 2008 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Kritsche Betrachtung des Segmentierungskriteriums Lebensalter- dargestellt am Beispiel des Seniorenmarktes
Author: Dipl.-Kfm. (FH) Björn CrammEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2002 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Fehler und Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht
Author: Sandra ThillmannEnglish - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Qualität im Zweiten Gesundheitsmarkt: Die Erstellung eines Qualitätsmanagementkonzeptes für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in einer internistischen Gemeinschaftspraxis
Author: Daniela LangeNursing / Foster Care Management / Social Services, 2003 Download as PDF-file for 19,99 EUR
Die Dakerkriege Kaiser Trajans
Author: Reiner HeubachHistory - Early and Ancient History, 1998 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Qualitätsmanagement im Krankenhaus
Author: Andreas SchneiderEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2004 Download as PDF-file for 22,99 EUR
Generation 50plus - Alter ist nicht gleich Alter - Zur Ausdifferenzierung der marketingrelevanten Zielgruppe 50+
Author: Florian BuntinSociology - Age and Aging, 2007 Download as PDF-file for 9,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: